Samstag, 9. Juli 2011

Der Schlund - Dystopien Challenge

Stellt euch vor: Deutschland im in den 90er Jahren. Der Staat hat nichts mehr, die Arbeitslosenrate wächst und wächst. Doch da gibt es einen Mann der "alles im Griff" hat. Der der maroden Wirtschaft neuen Schwung verleihen möchte. Der Millionen Deutsche hinter sich stehen hat, dem man erst vertrauen möchte - doch dann - verschwinden behinderte Kinder und bekommen in "Jugendheimen" eine Lungenentzündung und sterben. Ausländer werden an den Rand der Städte gedrängt "in Wohngebiete" nur sind diese durch hohe Zeune gesichert. Immer mehr Macht und Terror greifen um sich und machen vor keinem halt - auch nicht vor Gesas Familie. 

Deutschland - ein Diktator - eine Wiederständlerin!


Meine Meinung:
Das Buch ist für mich so zu sagen ein Re- Read. Ich habe es in der 9. Klasse gelesen und das ist jetzt für mich schon 7 Jahre her. Doch der Inhalt des Buches hat mich seit dem nie mehr in Ruhe gelasse. Er beschreibt etwas, dass es niemals wieder geben darf. Deutschland hatte einen Diktator - Hitler! Er hat Leid, Zerstörung und Wut gebracht. Hat Millionen Menschenleben auf dem Gewissen und in dieser Geschichte wiederholt sich das ganze Zenario. 
Gesas Familie - eine normale Familie die sich ein Kind wünscht und dann "Jirgalem" adoptiert. Einen Jungen aus Äthiopien. Doch dann haben sich Glück und bekommen noch ein eigenes Kind - Gesa. Dann noch einen Jungen Ulf und ein Mädchen Ulrike. Eine scheinbar normale Familie die aber durch den heraufbeschworenen Ausländerhass und die Behinderten Menschen werden abgeschoben und dann umgebracht, immer mehr auseinanderreißt bis nur noch Gesa und ihr Opa übrigbleiben. Grenzen werden erichtet und immer mehr flüchten. Die, die können. Doch Gesa kann nicht mehr hinsehen, sie muss was tun und das könnte sie ihr eigenes Leben kosten. 
Auch jetzt noch habe ich an so mancher Stelle Tränen in den Augen gehabt. Ich werde nicht sagen an welchen, weil ich sonst Spoilern müsste. Aber es ist kein einfaches Jugendbuch. Ja Gudrun Paußewang schreibt Jugendbücher, aber mit dem Hintergrund, Jugendliche zum Nachdenken anzuregen und nicht nur die Jugendlichen. Ind diesem Buch wird wieder einmal beschrieben wie leicht es doch wäre eine ganze Nation dazu zu bringen Minderheiten zu vernichten nur um so Wirtschaft und Reichtum zu sichern. Wie leicht sich Menschen manipulieren lassen und wie schnell man einen Schuldigen finden kann, der eigentlich gar nicht schuldig ist.
Schreibstil (leicht, flüssig usw) sind bei diesem Buch so unwichtig wie als wenn ich China ein Sack Reis platzt. Hier zählen die Worte, Grundgedanken, denn jedes einzelne Wort jeder noch so kleine Satz,  ist wichtig und ist man erst mal in der Geschichte drin will man nicht mehr raus.

5 Punkte - auch noch nach 7 Jahren ;) 

Gelesen für die Dystopien Challenge!

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