Mittwoch, 13. Juli 2011

Wir letzten Kinder von Schewenborn - Dystopien Challenge

Viele hatten es befürchtet, die meisten hatten den Gedanken daran einfach verdrängt: Über Deutschland explodieren Atombomben. Judith, Kerstin, Roland und ihre Familie gehören zu den Überlebenden. Für sie beginnt ein langer Leidensweg: unheilbare Krankheiten, Todesangst und Kriminalität beherrschen ihren Alltag. Eine Zukunft gibt es nicht mehr.  






Meine Meinung:
Bomben gehen hoch - Lichtblitze - Rauchpilze - Atombomben!
Deutschland wird vernichtet. Menschen leiden an der Strahlenkrankheit und mitten unter den wenigen Überlebenden befindet sich die Familie von Judith. Sie kommen in dem Örtchen Schewenborn unter und ab dem Tag an dem die Bomben explodierten sind Dinge wie shoppen, schminken und Computer unwichtig. Es zählt das reine Überleben. Die Menschen müssen lernen was sie essen können und was nicht, wie sie an Essen kommen und müssen sich gegen die zahlreichen Plünderer behaupten. 
Als ich dieses Buch gelesen habe war mein erster Gedanke: "Was würde ich tun? Was habe ich bisher gelernt, was mir beim Überleben helfen würde? Wir leben in einer Welt in der alles von Technik beherrscht wird. Wir müssen praktisch nichts mehr selbst machen. Alles können wir kaufen. Strom hilft uns beim Kochen, hält Lebenmittel frisch, betreibt Lampen usw. Wenn wir hunger haben kaufen wir, was wir brauchen im Supermarkt. Nichts müssen wir selbst anbauen und glaubt mir Leute ich habe keine Ahnung von Landwirtschaft. Ich kann noch nicht mal eine essbare Kirsche von einer Tolkirsche (sehr giftig) unterscheiden. Ich glaube ich wäre hoffnungslos verloren. 
Genauso verloren sind die Menschen in diesem Buch auch. Als Kind bekommt man dies vielleicht noch nicht ganz so mit. Einiges kann ein großer Spaß sein, aber wenn man das erste mal hungert. Man nicht weiß ob man morgen noch was zum Trinken hat und die Schuhe durch sind vom vielen Laufen und man keine Neuen bekommt - ist nichts mehr ein Spaß. Dann verstehen auch Kinder - wie die aus Schewenborn - das alles bald zu Ende sein könnte. 
Die Autorin erzählt auch hier wieder mit den richtigen Worten eine sensible Geschichte für Jugendliche in der sie beschreibt, was bei einem Krieg passieren könnte. Denn auch wir hier in Deutschland sind nicht vor Atombomben sicher und können es nie wieder sein. Jedes einzelne Wort passt und das Buch mit seinen nur 125 Seiten erzählt kompackt und spannend von einer Zukunftsvision die ich niemals erleben möchte.

Gelesen für die Dystopien Challenge
 

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