Donnerstag, 4. August 2011

Ashes Ashes

Ashes Ashes - Jo Treggiari

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: arsEdition (5. Juli 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3760784712
ISBN-13: 978-3760784717

Inhalt:
Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen die sechzehnjährige Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der wenigen Überlebenden eines alles vernichtenden Virus versucht sie sich in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen. Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: gefährliche Diebe und skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht Aidan auf ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen. Aber auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas an ihr scheint anders zu sein. Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist?


Meine Meinung:
Erst mal möchte ich etwas zum Cover sagen, denn das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Dieses schwarz - weiß fand ich recht ansprechend und der Junge und das Mädchen auf dem Cover vor der Kulisse einer zerstörten Stadt hat sehr gut zu dem Inhalt des Buches gepasst. Dazu kommt das die schwarzen Stellen/Drucke leicht glänzen und das Cover so noch ein Highlight bekommt.

Leider fand ich aber das, dass Cover auch das Highlight des Buches war. Es ist kein schlechtes Buch aber es ist auch nicht herausragend. Ich hatte mir wirklich viel mehr von diesem Buch versprochen und wurde zwar nicht richtig enttäuscht aber meine Erwartungen wurden nicht bestätigt. Vielleicht habe ich auch zu viel erwartet und hätte unvoreingenommener an diese Geschichte heran gehen sollen. Aber leider hat mich schon der Anfang des Buches nicht wirklich beeindrucken können. Der Anfang gestaltete sich durch seine sehr lange Einführungphase in der die Geschichte von Lucy und vom "Untergang" der Welt beschrieben wird, einerseits sehr lang und zäh aber auch recht informativ. In diese Phase erfahren wir wie Lucy sich durchschlägt, wie sie es geschafft hat bisher zu überleben und lernen dann auch schon Aidan kennen der Lucy hilft, vor einer Meute Hunde zu flüchten. Der Anfang ist lang, zäh und sehr informativ und ich glaube, wenn der nicht richtig gelesen wird, wird man mit dem Rest des Buches völlig durcheinander geraten. 

Nach diesem doch recht informativen und gefüllten Einstieg ging es für mich leider nur noch bergab. Die Geschichte wurde dünn und für mich leicht undurchsichtig und porös. Die vielen Nebencharaktere haben mich richtig viel Nerven gekostet, denn die konnte ich mir alle gar nicht merken und musste oft wieder hin und her blätter um heraus zu finden, wer wer noch mal war. Dann waren diese Charaktere auch alle viel zu dünn beschrieben und ich konnte keine richtigen Beziehungen zu den einzelnen Protagonisten aufbauen. 

Vor Lucy habe ich jedoch richtig Respekt bekommen. Als 16 Jähriges Mädchen alleine zurecht zu kommen in einer Welt in der ich mich vor verseuchten Menschen verstecken muss oder den Sweepern die mich jederzeit fangen könnten "Hut ab vor so viel Mut und Durchhaltevermögen!" Dann der Mangel an Lebensmittel - wenn ich essen möchte muss ich jagen gehen - aber wer kann das heut zu Tage noch. Ich wäre hoffnungslos verloren. Doch hat auch der Charakter Lucy für mich seine Schwächen gehabt, denn trotz des Verlustes der ganzen Familie wirkt sie für mich sehr abgebrüht, fast schon verhärtet und das hat mir persönlich nicht so gut gefallen.

Der Schreibstil von Jo Treggiari ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich musste erst einige Seiten lesen, damit ich ein Gefühl für den Schreibstil bekam und mich in die Geschichte treiben lassen konnte. Treggiari schreibt sehr verschachtelte Sätze, kann aber auch innerhalb eines Absatzes zwischen kurz und aussagekräftig und verschachtelt wechseln, was am Anfang etwas Einlesezeit bedarf.

Im Großen und Ganzen fand ich den Hintergrund der Geschichte nicht schlecht. Die Geschichte hat eine Menge Potenzial und ich weiß nicht wirklich ob ein zweiter Teil folgen wird, aber zur Aufklärung von so vielen ungeklärten Fragen, wäre er nicht schlecht.
Der Hintergrund der Geschichte, Seuchen und Tsunamis dafür zu wählen, fand ich wirklich gut. Es ist diemal kein Regime das die Menschheit zerstört oder komplett neu ordnet sondern eine Seuche und Naturkatastrophen die die Menschen dazu zwingt ihr Leben zu ändern und nach anderen Prioritäten zu leben. Zumal die Seuche wie auch die Tsunamis nicht aus dem Himmel gegriffen wurden, denn sie sind sogar bei uns im realen Leben allgegenwärtig (Schweinegrippe, Vogelgrippe, Japan).

Fazit:
Wer nicht wie ich mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch heran geht, keine Anspruchsvolle Lektüre sucht und von einem etwas zähen Einstieg absehen kann, wird nicht zu stark enttäuscht werden. Diese Geschichte hat das Potenzial zu mehr und ich würde mir einen zweiten Teil wünschen und ihn auch lesen nur um noch mehr von Lucy, Aidan und den ungeklärten Fragen zu erfahren. 

Ich vergebe 3 1/2 Bücherpunkte.

Ich bedanke mich bei arsEdition für das Exemplar!
Diese Rezension ist hier, hier und hier zu finden.

Ich habe dieses Buch für die Dystopien Challenge gelesen.

Kommentare:

  1. Schöne Rezension. Ich lese das Buch auch gerade. Bisher bin ich der gleichen Meinung wie du. Liebe Grüße, Diti

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  2. Das ist immer gut, wenn man ungefähr die gleiche Meinung der eigenen Leser hat. Das freut mich.

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  3. Ich fand das Buch auch gut. Den Einstieg fand ich zwar etwas gezogen, aber sehr interessant und darum nicht langwierig. Hab's wirklich gerne gelesen :-) und das Cover ist seht toll!
    LG,
    Damaris

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  4. @ Damaris: Es hat seine Macken aber über die kann man noch hinwegsehen. Im Grunde ist es eigentlich eine gute Geschichte.

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