Dienstag, 9. August 2011

Wann ist eine Rezension gut?

Hallo ihr Lieben, 

Ich habe da mal eine Frage an euch:

Was macht für euch eine gute Rezension aus?
Was muss drin stehen?
Was muss sie für euch aussagen?
Was ist für euch ein totales No Go?

Vielleicht habt ihr diese Frage schon oft beantwortet oder viele Blogger haben sich diese Frage schon gestellt? Das mag ja sein, aber ich möchte von euch, meinen Lesern, ganz persönliche Antworten und eure Meinung zu diesem Thema. Mal schauen wie viel zusammen kommt? Vielleicht mache ich auch einen Post über die besten Aussagen und die wichtigsten Punkte. Ja ich glaube das mache ich.

Wer meine Meinung dazu wissen möchte kann gerne weiter lesen, wenn nicht, dann überspringt diesen Teil einfach. Vielen Dank!

Was macht für mich eine gute Rezension aus?
Eine gute Rezie beinhaltet natürlich Titel, Inhalt, Autor und ein paar Angaben zum Cover und zum Schreibstil. Aber viel wichtiger für mich ist, die Persönlichkeit einer Rezension. 
Eine Rezension ist erst dann gut, für mich, wenn ich erlesen kann was der Leser des Buches gefühlt hat, wie es ihn berührt hat oder wie es ihn abgestoßen oder auch genervt hat. Viele Rezensionen sind leider so oberflächlich, dass ich damit nicht viel anfangen kann. Drei Sätze die sagen, dass einem das Buch gefallen hat und der Schreibstil gut war, machen für mich keine gute Rezension aus. Vielmehr möchte ich lesen, was den Leser bewegt hat dieses Buch zu lesen und wie es ihn bewegt hat. Ob er Parallelen zu seinem eigenen Leben finden konnte, ob er die Protagonisten sympathisch fand und warum? Was ihn beim Lesen angesprochen hat und was nicht und natürlich hier auch das Warum? Dann mag ich es wenn Leser ihre eigenen Empfindungen mit einfließen lassen. Das sie z.B. weinen oder an einer Stelle herzhaft lachen mussten. Dann ist es auch schön wenn Lieblingssätze herausgeschrieben werden und mit in die Rezension einfließen. 

Ich habe es mir zu Eigen gemacht immer meine eignen Empfindungen und Hintergrundgedanken in eine Rezension mit einfließen zu lassen. Ich bewerte viele Bücher nicht nur nach dem was in ihnen steht, sondern auch nach ihren Hintergrundaussagen. Viele Bücher haben versteckte Aussagen die manchen Lesern gar nicht so auffallen oder auch gar nicht auffallen wollen, weil sie z.B. die Liebesgeschichte in den Vordergrund stellen aber die seelischen Abgründe der Protagonisten nicht wahrnehmen wollen. Aber genau das ist es was mich an einem Buch reizt. 
Meine Rezension zu Firelight ist hier ein ganz gutes Beispiel. Ich habe von einer Unbekannten Leserin eine Mail bekommen, dass diese Rezension total unpassend war und ich mich gar nicht mit dem Inhalt des Buches auseinander gesetzt hätte. Ich hätte den Sinn des Buches nicht verstanden, denn es ginge nicht um Jacindas Gefühle sondern um die Liebesgeschichte zwischen ihr und Will. Ich hätte das Thema verfehlt. 
Ich schrieb diesem unbekannten Wesen zurück, dass ich durchaus das Buch gelesen habe, aber den Hintergedanken des Buches in den Vordergrund gestellt habe. Für mich, war die Liebesgeschichte eine reine Nebensache und ich mache da auch in meiner Rezension zu diesem Buch kein Geheimnis daraus. 

So ist das bei allen meinen Rezensionen, sie sind mal mehr, mal weniger persönlich und enthalten immer einen kleinen Hintergrundgedanken. Es ist zu meinem Markenzeichen geworden mich mit dem auseinander zu setzen, dass nicht offensichtlich ist. Und so etwas finde ich persönlich an einer Rezension immer sehr interessant, das schätze ich auch bei anderen Bloggern. Viele unter euch, machen dies nämlich auch und diese Rezensionen lese ich mit Freude und mit großer Anerkennung. Denn mit jeder Rezension die so persönlich ist, öffne ich einen Teil meiner selbst und zeige etwas von meinen Gefühlen. 
Mir ist es egal ob ich mit meinen Rezensionen bloß stelle und angreifbar bin. Schlechte Kritiken jucken mich nicht, auch die muss es geben. Aber das ist ein anderes Thema. 

Was ich an Rezensionen gar nicht mag, ist wenn sie viel zu kurz und nichtsagend sind. Auch habe ich schon Rezensionen gelesen die aus mehreren Rezensionen zusammengeklaut wurden und das finde ich richtig fies. Leute wenn euch nichts einfällt, dann lasst das Schreiben und sucht euch was anderes. Blogger beklauen, die sich Mühe geben und Stunden dafür zubringen zu schreiben und andere zu informieren ist einfach nur unterste Schublade. Und wenn ich zitiere dann muss ich es erkenntlich machen und meine Quelle angeben, denn das wäre wohl das Mindeste. 

Auch schrecklich sind Rezensionen in denen gespoilert wird wie blöd. Mir passiert das auch manchmal und es kann jedem passieren, es ist menschlich, wir sind nicht unfehlbar. Aber Rezensionen die mir schon das Ende das Buches verraten sind einfach nur schrecklich. Da könnte ich jedes mal platzen. Oder wenn ständig "Spoiler" da drin steht. Mein Gott! Ich versuche immer so wenig wie irgendmöglich von dem Buch Preis zu geben. Es wurde sich auch schon mal beschwert das ich zu wenig erzähle oder nur so viel wie eh schon im Inhalt steht, aber das werde ich nicht ändern, denn eine Rezension sollte ein Anreiz sein ein Buch zu kaufen und nicht es zu erzählen, damit man es nicht mehr kaufen braucht ;)

So das wäre eigentlich schon alles. oO War ja auch genug. Vielen Dank fürs Zuhören und wer noch eine Rezie lesen möchte schaut gleich mal einen Post weiter, da steht die Rezie zu Eternally! Viel Spaß. 

Liebe Grüße eure Jessi

Kommentare:

  1. Eine gute Rezension sollte eine gewisse Ausführlichkeit und Aussagekraft haben und bedeutet somit für den Verfasser immer eine Auseinandersetzung mit dem Buchinhalt, was viel "Arbeit" ist. Sogenannte "Klappentextrezis" bei denen zum Buchtext 5 Sätze a la "tolles Buch, unbedingt lesen" angefügt werden, verdienen wohl kaum den Namen Rezension. Auch mit 80% Inhalt u. 20% Meinung wird die Glaubwürdigkeit des Rezensenten nicht gerade hervorgehoben.
    Ein schwieriges Thema, das wird hier sicher fast ausarten :-) Stimme mit deiner Meinung zum Inhalt einer Rezi (Sprache/Stil, Charaktere, Kritik usw.) überein. Übrigens ging es bei "Firelight" sehr wohl um Jacindas Gefühle, sogar vordergründig, neben der Lovestory. Deine Rezi dazu war genau richtig u. gut geschrieben. Lass dir deine Meinung von niemand madig machen.
    LG,
    Damaris

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  2. Natürlich ist eine eigene Meinung sehr Wichtig in einer Rezension nur ist das ein Schmaler grad zum Spoiler. Es ist nicht immer einfach genau das richtige Mittelmaß zu finden, meine ich.

    Lg
    Sarah

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  3. @ Damaris: Ich gebe meist gar nichts auf solche unproduktiven Meinungen. Sie interessieren mich kaum. Ich merke mir nur manchmal so was weil es mich selbst zum Schmunzeln bring.

    @buchverliebt: Aber das ist doch die Herausforderung oder, das Mittelmaß zu finden?

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Natürlich ist es eine Herausforderung und das ist doch auch gar nicht schlimm. :)

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  6. Noch mal etwas anderes zum Thema. Kennt ihr das auch? Ich gebe mir Mühe mit meinen Rezis und daher sind sie nur selten kurz. Ich stelle sie auch bei amazon ein und da stelle ich fest, dass lange Rezensionen oft den Stemepl "nicht hilfreich" aufgedrückt bekommen. Auch sonst frage ich mich, was manche Menschen da als Kriterien haben und Rezensionen als "nicht hilfreich" zu kennzeichnen... Manche sind je beleidigt, wenn die Rezi eine gänzlich andere Meinung vertritt als sie selbst und stimmen dann für "nicht hilfreich" - doch bei manchen meiner Rezis verstehe ich es wirklich nicht.
    Also noch mal: Kennt ihr das auch?
    LG

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  7. @ Horrorbiene: Dieses Thema war auch schon mal bei Lesen Beflügelt, ganz schön diskutiert worden. Und ich muss dir sagen, dass ich das auch kenne. Die meisten meiner Rezies werden Gott sei dank mit Hilfreich bewertet aber es gibt auch Rezies wo ich überhaupt nicht verstehen kann wieso die nicht hielfreich sein wollen. Das Bewertungssythem dort finde ich nicht gut und man mösste gezwungen sein einen Grund ab zu geben, wieso sie nicht hilfreich ist, damit die Stimme überhaupt gewertet wird.

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