Sonntag, 23. Oktober 2011

Die Seelen der Nacht - Deborah Harkness

Originaltitel: A Discovery of Witches
Originalverlag: Penguin Viking, New York 2011
Aus dem Amerikanischen von Christoph Göhler

Info: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 800 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-7645-0391-8
Verlag: Blanvalet
Weitere Infos:  Hier

Inhalt:
Eine Liebe, stärker als das Leben selbst ...
Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …

Ein mitreißender, wundervoll erzählter Roman über Magie, Abenteuer und Romantik.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein wahrer Schmöker. Es ist ein Buch zum Genießen und Auskosten und perfekt für kuschelige Wochenenden. Seine 800 Seiten schrecken im ersten Moment ab und man sollte nicht versuchen, es in drei - vier Tagen durch zu lesen, sondern dem Buch und der Geschichte Zeit und Ruhe geben. Auf jeder Seite, in jedem neuen Kapitel gibt es wieder etwas ganz Neues und Besonderes zu entdecken und das macht den Reiz dieses Buches aus. Liest man es zu schnell, besteht die Gefahr etwas zu verpassen oder zu vergessen und das wäre bei dieser Lektüre sehr schade. Am Besten haben mir die Beschreibungen der unterschiedlichen Schauplätze gefallen. Sie es die Bibliothek, Dianas Wohnung oder eine alte Universität, alles hat seinen ganz besonderen Charme und ich fühlte mich nach England versetzt. 

Der Anfang des Buches ist etwas lang gezogen und und man braucht seine Zeit um sich mit der Geschichte wohl zu fühlen. Die einzelnen Abschnitte wie Einleitung, Mittelteil und Schluss verschwimmen ineinander, was mir persönlich sehr zugesagt hat. Das Buch hat in sich selbst eine starke Bindung und die Abschnitte werden nicht zerhackt. Manchmal hat es jedoch etwas langatmige Dialoge oder Szenen in denen ich mir etwas mehr Schwung gewünscht hätte, aber das kann bei 800 Seiten starken Wälzern schon mal vorkommen. 

Die Geschichte an sich ist der historisch veranlagt. Wer sich mit historischen Büchern wohl fühlt und keine Scheu davor hat auch mal mit Hintergründen und Fakten aus Mittelalter usw. konfrontiert zu werden, ist hier genau richtig. Selbst bei dem Thema Wein, was hier teils einen großen Stellenwert hat, machte man vor historischen Angaben keinen Halt. Doch sind diese Hintergründe immer in tollen Dialogen verpackt, sodass es nicht zu trocken und sachlich wird. 

Diana ist eine wirklich sympathische Protagonistin. Sie ist zurück haltend, nicht zickig und hat ein wirklich angenehmes Gemüt. Mit dieser kleinen Büchereule habe ich mich direkt anfreunden können und direkt Verbindungen gezogen. Sie will keine Hexe sein und verbirgt ihre Kräfte, tobt sich beim Sport aus und vergräbt sich am Liebsten in einem Haufen aus Büchern. Sie ist einfach klasse dargestellt. 

Matthew Clairmont konnte einen Platz in meinem Herzen ergattern. Er ist kein typischer Twilight Vampir. Er ist durch und durch ein klassischer, kriegerischer Mann mit Charme und Intellekt. Er will die Liebe nicht, hat er doch zwei mal geliebt und alles zerstört, doch als er Diana begegnet ist er ihr verfallen und will sie schützen. Aber auch er ist nicht perfekt und hat seine Schattenseiten, was mir sehr gut gefallen hat. 


Die Geschichte an sich - ein altes Buch, dass das Lebenselixier von allen Lebewesen die dies und jenseits wandeln birgt und das alle Geschöpfe um jeden Preis an sich reißen wollen und nur eine Frau kann es lesen usw. - hat einen großen Reiz und wurde hier gut umgesetzt. Mehr sage ich aber nicht, denn dieses Buch ist eine Entdeckungsreise auf die sich jeder Leser selbst begeben sollte. Die Sprache des Buches ist nicht zu leicht, hat hier und da ihre Tücken und verlangt ein langsames und geübtes Lesen. Leser die eine schnelle Lektüre wollen, sind hier Fehl am Platz. Alle Protagonisten sind wirklich gut ausgearbeitet, selbst Nebenrollen werden so beschrieben, dass der Leser sich eine genaue Vorstellung von ihnen machen kann. Alle Protagonisten spielen gut zusammen und wurden gut zusammengesetzt.
 

Fazit: 
Ein Roman, so sanft und zugleich herb wie ein vollmundiger Rotwein.

Ich vergebe dem Buch 4 1/2 Punkte. Einen halben Punkt abzug, weil es einfach schon sehr lang ist und ich zwar dicke Bücher mag dieses aber an der Fülle von Informationen, etwas zu dick wurde. Trotzdem würde ich mich über einen weiteren Band oder ein weiteres Buch der Autorin sehr freuen. 

Vielen Dank an Blanvalet :)
Diese Rezension wurde hier, hier und hier veröffentlicht.

Kommentare:

  1. ich bin so hin- und hergerissen... die einen finden das Buch gut, andere zu langatming, da es ja doch recht schwer ist, 800 Seiten ordentlich zu füllen...
    ich weiß net...

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  2. Tipp:

    http://www.deborah-harkness.de/

    Inklusive Gewinnspiel für alle Fans.

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