Sonntag, 13. November 2011

Delirium - Lauren Oliver

Stellt euch vor......
Liebe ist eine Krankheit, etwas schlechtes, etwas das man ausrotten muss und vor dem alle Menschen geschützt werden müssen. Aber nicht nur die Liebe zu einem besonderen Menschen, der Familie oder zu Freunden wird ausgelöscht sondern auch die Liebe zu Tieren, Musik, Büchern, Kunst, Filme, besonderen Hobbys, Ländern usw. wird unbedeutend und nur noch oberflächlich. Sobald der Entscheidende Eingriff durchgeführt wurde und der Teil deines Gehirns genommen wurde der dich dazu bringt zu lieben, lebst du nur noch in einer Blase. Du nimmst zwar alles um dich herum war, doch du kannst nichts mehr dazu empfinden, es nicht mehr an dich heranlassen und alles bleibt und wird gleichgültig. 

Weiter zur Rezension zu Delirium von Lauren Oliver



Dazu kommt, dass es Ausgangssperren gibt, Grenzen und verbotene Bereiche. Es gibt erlaubte und unerlaubte Musik, erlaubte und unerlaubte Bücher wie z.B. "Romeo und Julia". Alles wird von oben aufdiktiert und für dich gemanagt. Du bekommst den "Lebensrettenden Eingriff", die Krankheit "Liebe" wird nie bei dir ausbrechen, der Staat teilt dir einen Partner/in zu, du musst nun nichts mehr machen, als nur die heile Familie spielen und Kinder bekommen. Das perfekte Leben!

Das sind für mich die positiven Aspekte dieses Buches, es hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken wie es wohl wäre, ein Buch zu lesen aber nichts dabei zu empfinden. Wie es wohl wäre Musik zu hören ohne irgendwelche Emotionen zu zeigen. Wie es wohl wäre wie eine Puppe in einer perfekten Welt zu leben. Das waren für mich die reizenden Aspekte dieses Buches - aber das war es dann auch schon. 

Mit Schreibstil konnte ich mich noch anfreunden aber mit den Charakteren überhaupt nicht. Lena hat mich genervt. Sie ist mir zu angepasst, zu ängstlich, zu perfekt obwohl sie das nicht immer ist. Um so toller fand ich es als ihre Fassade zu bröckeln begann aber das konnte mich auch nicht ganz überzeugen. Es war vorhersehbar und zu gewollt, für mich hätten da noch mehr Windungen kommen können und noch mehr Komplikationen. Irgendwie wurde ich auch mit Alex nicht warm, mit Lenas bester Freundin auch nicht und die Familie von Lena hat mich nur genervt. Auch waren mir einzelne Kapitel zu lang und zu komplex, man hätte vieles mit besseren Dialogen auflockern können und dieses wirklich interessante Konzept schneller und impulsiver gestalten können. Hat mich der Anfang noch mitgerissen konnte mich der Rest nicht mehr wirklich fesseln und so habe ich leider nur noch mit halben Herzen weitergelesen.

Ich denke das dieses Buch zum Nachdenken anregen möchte und das hat es auch erreicht. Doch konnte mich das ganze Drum Herum nicht wirklich überzeugen. Auch kann ich den großen Hype um dieses Buch nicht ganz verstehen, denn ich habe ganz viele Parallelen zu anderen Büchern gefunden und viele, viel zu viele mir bekannte Aspekte. Es war für mich nichts Neues oder Herausstechendes. Leider. Dazu kam eine äußerst unsympathische Lena und ein offenes Ende was schon wieder eine Reihe ankündigt. 
Dieses Buch ist für alle die Bücher wie "Die Auswahl" und Co gerne lesen, leichte Liebesgeschichten mögen und eine seichte Story bevorzugen. 


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582327
ISBN-13: 978-3551582324
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Mehr Infos: HIER

Inhalt: 
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

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