Sonntag, 1. Januar 2012

"Die Bestimmung" - Veronica Roth

Originaltitel: Divergent
Originalverlag: Harper Collins, US
Übersetzt von Petra Koob-Pawis
Deutsche Erstausgabe
Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16131-9
Verlag: cbt
Inhalt:
Altruan – die Selbstlosen. 
Candor – die Freimütigen.
Ken – die Wissenden. 
Amite – die Friedfertigen. 
Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Meine Meinung:
"Die Bestimmung" ist der Auftakt einer dystopischen Triologie von Veronica Roth. Das Buch beginnt mit einem schnellen Einstieg und der Leser wird direkt mitten in die Geschichte geschmissen. Die ersten paar Kapitel lesen sich wie im Flug und man möchte immer mehr Imput haben über diese außergewöhnlich Welt. Die Menschen wurden in Fraktionen unterteilt. Ab ihrem 16. Lebensjahr dürfen sie wählen, ob sie ihre Fraktion verlassen oder bei ihr bleiben. Beatrice kommt aus der Fraktion der Altruan. Sie fühlt sich dort nicht wirklich wohl, hat das Gefühl nicht für ihre Fraktion zu genügen und geht so zu den Ferox. Dazu kommt das man ihr nach dem Eignungstest sagt, dass sie eine Unbestimmte sei und dies sei sehr gefährlich und sie solle nicht darüber sprechen. Auch als Leser weiß man lange Zeit nicht wer oder was genau die Unbestimmten sind. Somit wird noch einmal mehr Spannung erzeugt, der einen einfach zum Lesen zwingt. 

Dann kommt der Leser zur Mitte des Buches. In dieser geht es mehr oder weniger nur um die Aufnahmeprüfungen der Ferox und das Trainingslager in das alle Neuankömmlinge der Fraktion gesteckt werden. Hier müssen sie sich in Kampftechniken üben und lernen härter und stärker zu werden. Dies gelingt Beatrice anfangs eher mittelmäßig. Sie fühlt sich zu klein und zu schwach und muss immer wieder lernen über sich selbst hinaus zu wachsen, was sie ungemein sympathisch macht. Das ganze Trainingslager ist hart, oft gehen die Protas an ihre Grenzen und leiden und ich als Leserin habe wahrlich mitgelitten. Doch hatte die Mitte des Buches für mich etwas langatmiges und ich kam ab und zu von der Geschichte ab. Was mich dann wieder reinholte, waren die wirklich gut ausgearbeiteten Protagonisten. Frau Roth hat Menschen geschaffen denen ich jede noch so kleine Gefühlsregung abgekauft habe und die wirklich interessant und nah wirken. Die Charaktere die unsympathisch wirken sollen, sind es auch. Sie wirken geheimnisvoll und undurchsichtig - vorallem Four und Eric - und dadurch wieder hochinteressant, sodass man einfach weiterlesen möchte um mehr über sie zu erfahren. 

In der Mitte des Buches erfährt der Leser auch immer mehr über die einzelnen Fraktionen und ihre Eigenschaften und Eigenarten. Manche sind sympathisch und liebenswert, anderen möchte man lieber nicht begegnen oder man würde sie einfach meiden oder links liegen lassen. Jede Fraktion trägt ihren Teil zur Gesellschaft bei und manche haben einfach nur einen faden Beigeschmack. Ich hatte das Gefühl das viele Fraktionen untereinander aufhetzen, Hass schüren und sich gegenseitig ausgrenzen oder versuchen sich aus zu grenzen. Den Anfangs schönen Schein kann dieses System nicht aufrecht erhalten. 

Frau Roth hat einen spannenden dystopischen Roman geschrieben, der im Jugendsegment wirklich hervorsticht. In vielen Dystopien versuchen die Hauptprotagonisten aus ihrer Gesellschaft auszubrechen, in diesem Buch versucht sich Beatrice mit ihrem Leben und der Fraktion zu arrangieren, sie versucht einen Platz in der Gesellschaft zu erlangen und ihn auch bei zu behalten. Deutlich wird dies als den Neuankömmlingen der Ferox gesagt wird das viele die Tests nicht bestehen werden und somit Fraktionslos leben müssen. Das ist für Beatrice das Schlimmste was passieren könnte und sie will alles tun, damit ihr dieses Schicksal erspart bleibt. Also muss sie sich anpassen, lernen stärker und härter zu werden und somit einen Platz bei den Ferox zu ergattern. Alleine diese Entwicklung hat mich sehr beeindruckt und mitgerissen. 

Für mich war das größte Gut dieses Buches, die Freundschaft. Es entstehen Freundschaften, es brechen Freundschaften und manchmal entwächst aus einer Freundschaft auch die ganz große Liebe. Dies hat der Geschichte noch einen kleinen Touch von  "kribbeliger Wonne" beschert und mich das ein oder andere warme Gefühl im Bauch "hach"

Fazit: Dieses Buch ist schlau, energiegeladen, manchmal aber auch ruhig und leise um dann wieder auf die Pauke zu hauen und den Leser aus dem Sessel zu reißen.

Vielen Dank an cbt.
Diese Rezension wurde hier, hier und hier veröffentlicht.

1 Kommentar:

  1. wow, so viele positive Stimmen über das Buch =) das kommt ganze oben auf meine Kaufliste für 2012 ^^

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