Samstag, 24. März 2012

Rezi: Ascheträume - Maurizio Temporin

Thara findet sich plötzlich wieder in einer Welt aus Asche,
in der sie eine Liebe findet – dazu bestimmt, sie zu verbrennen.


Thara ist ein 17-jähriges Mädchen, das ihre violetten Augen hasst. Sie möchte nichts lieber als ein ganz normales Leben führen. Alles ändert sich jedoch, als sie an einer Schwertlilie riecht und der Duft sie an einen düsteren Ort entführt: Eine Welt aus Asche, in der alles, was in der Realität verbrannte, wieder aufersteht. In dieser lebensfeindlichen Welt lernt sie Nate kennen, der dort gefangen gehalten wird. Thara verliebt sich in Nate, auch wenn jede Berührung für sie bedeutet, dass sie zu Asche zerfällt. Beim Versuch, ihn zu befreien, öffnet Thara unwissentlich einem Wesen ein Tor, das nur darauf gewartet hat, ihre Welt in Schutt und Asche zu legen ... 


Meine Meinung:
Schlaf Kindchen, Schlaf .............. Nach diesem Muster läuft das Leben von Thara ab. Thara hat "angeblich" eine Krankheit die sie dazu bringt an den unmöglichsten Orten einzuschlafen. Sogar im Restaurant mitten auf dem Tisch, mit dem Kopf in der Suppe. Thara kann nichts dagegen machen und zählt so auch nicht zu den beliebtesten Mädchen die sie kennt. Doch als Thara das erste mal an einer Schwertlilie riecht landet sie in ihren Träumen in einer trostlosen und traurigen Welt aus Asche. In dieser Welt begegnet die Nate, in den sie anfangs überhaupt nicht verliebt ist. Sie freunden sich einfach nur an und das fand ich sehr erfrischend. Auch das Nate nicht der hüpsche, supercoole Sunnyboy ist hat mich wirklich überrascht. Die Beziehung der beiden entwickelt sich zwar langsam aber beständig und kann wirklich überzeugen. Allein dadurch, das Thara, Nate nicht hinterher rennt und ihm nachschmachtet, machte das Buch für mich zu einem Genuss. 

Die Idee der Welt aus Asche von Herrn Temporin fand ich wirklich gelungen. Er beschreibt diese Welt sehr genau und Detailverliebt und so bekommen wir als Leser einen ganz besonderen Draht zur Geschichte. Sie kann vor unserem inneren Auge lebendig werden und das Kopfkino kann beginnen. 

Thara ist eine durchschnittliche Protagonistin. Sie sticht zwar nicht heraus, kann aber durch ihre eigene Art überzeugen und durchaus Sympathien wecken. Sie ist sehr klug, geht ihren Weg und steht für sich und andere Menschen und der Meinungen ein. Die restlichen Charaktere hätten für meinen Geschmack etwas genauer beschrieben sein können. Sie kommen etwas zu kurz und hätten noch etwas mehr Tiefe vertragen können die dadurch einen bleibenderen Eindruck erhalten hätten. 

Die Hintergrundgeschichte ist wirklich gut. Die beschrieben Kreaturen können überzeugen und haben ein paar Überraschungen auf Lager die zwar nicht vollends umhauen, dass Buch aber aufwerten und spannender gestalten. Zudem hat auch die gesamte Geschichte viele kleine Drehungen und Wendungen parat die mich das ein oder andere Mal wirklich überrascht haben. So kommt die Geschichte auch nicht ins Stocken und behält den den gleichmäßigen Fluss vom Anfang. Insgesamt ist das Buch sehr flüssig geschrieben und Witz, Charme und Gefühl machen dieses Buch zu einem besonderen Buch, zwar nicht mit Tiefgang aber mit Unterhaltungswert. Das Einzige was mich an diesem Buch gestört hat, war eine ganz bestimmte Person, die so ziemlich zum Schluss auftaucht. Diese hat für mich eine kleine Portion Klischee mitgebracht und leider auch einen kleinen Minuspunkt. Aber lest selbst. 

Mehr zum Buch:
448 Seiten · Klappenbroschur
Übersetzung: Gaby Wurster
Orginaltitel: »Iris. Fiori di Cenere«
 14.99 (D) / € 15.50 (A) / sFr 21.90
ERSCHEINT AM 12. März 2012
ISBN 978-3-492-70244-7

Weitere Rezensionen hier, hier und hier

Kommentare:

  1. Das Buch hatte ich auf der Buchmesse in der Hand und war schwer am Überlegen, obs nicht mit soll. Habs dann doch gelassen. Ich bin mir noch etwas unsicher. Die Story hört sich interessant an, die Meinungen spalten sich aber ganz schön. Kannst du es denn 100% empfehlen oder würdest du sagen, andere Bücher dieses Genres lohnen sich einfach mehr? Momentan muss man (bei dem Angebot) ja einige Prioritäten setzen. ;)

    Liebe Grüße
    Reni

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  2. Ok, egal was du sagst, ich habs jetzt gerade mal beim Tausch Ticket angefordert, wo es schon angeboten wurde. Und schlecht klingt deine Rezi ja auch nicht. :)

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    1. Es gibt immer Bücher die sich mehr lohnen, aber schöne Lesestunden hatte ich damit allemal und ich kann es empfehlen. Ich bin gespannt was du dazu sagen wirst. Du bist ja meistens noch einen kleinen Ticken kritischer wie ich ;)

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