Dienstag, 22. Mai 2012

Fragen an Ruth Adelmann - wichtig, witz, informativ

Die Autorin der Bücher "Wolfsfieber und Wolfsfieber - Im Jahr des Wolfs" stand mir Rede und Antwort. 

Viele waren neugierig, viele hatten Fragen und natürlich wollte ich auch so einiges wissen. Die schönsten und wichtig/informativsten Fragen habe ich zusammen getragen (ihr habt mir fleißig Mails geschrieben) und daraus ist dieses Interview geworden. Mir hat es richtig spaß gemacht die Antworten zu lesen und ich hoffe das es euch auch gefallen wird. 
Es geht ein bisschen um Frau Adelmanns Bücher, ihr Liebe zum Schreiben, den Motivationen beim Schreiben und auch ein bisschen um Privates. Also eine bunte Mischung die viel Freude macht beim Lesen. 

Also los gehts und viel Spaß. 

Dünn gedruckt - Eure/Meine Fragen
Dick gedruckt - Ruth Adelmanns Antworten

1. Vielen Dank das sie sich für die Fragen Zeit nehmen.
Gerne. Es ist mir eine Freude.

2. Hatten sie bestimmte Personen vor Augen als sie Istvan und Joe geschrieben haben?
Istvan und Joe basieren nicht auf bestimmten Personen. Jedoch ist in beide Figuren einiges von mir eingeflossen, insbesondere bei Joe. Istvan ist eine reine Kopfgeburt, die im Laufe des Schreibens seine Charakterzüge erhielt und der ich mich mit jedem Kapitel mehr näherte. Auf diese Weise konnte ich als Autor meine Ich-Erzählerin Joe hautnah beim Verlieben zusehen und vielleicht den Leser selbst in Istvan ein wenig verliebt machen.
 
3. Was fasziniert sie an Werwölfen und wieso haben sie ein Buch über sie geschrieben?
Warum ich einen Werwolf-Roman geschrieben habe, ist leicht zu erklären. Ich hatte einen Traum von einem Wolf, den ich unbedingt berühren wollte, aber es gelang mir nie. Bald darauf kam mir die Idee zu „Wolfsfieber“ und es war klar, mein Held muss ein Wolf sein. Und da mein Buch inspiriert ist von den geheimnisvollen Wäldern meiner Heimat und viele Schauplätze in diesem Naturpark spielen, wusste ich, dass ich die perfekte Kulisse für einen Romantic-Fantasy-Roman über Werwölfe gefunden hatte. Vor allem aber faszinierte mich der Aspekt etwas in sich zu tragen, das man nicht kontrollieren kann. Es ist eine wundervolle Metapher.

4. Wenn sie eine Figur ihrer Bücher sein könnten, welche wären sie gerne?
Natürlich Joe. Sie ist eine mutige junge Frau, die für die Liebe alles riskiert und für die Menschen, die ihr etwas bedeuten, kämpft wie eine Löwin und immer versucht das Richtige zu tun.

5. Schreiben sie schon länger Geschichten/Bücher oder ist Wolfsfieber ihr erstes Projekt?
Wolfsfieber 1 & 2 sind meine ersten Romane. Davor hatte ich öfter mal versucht zu schreiben, allerdings klappte es nie richtig. Es blieb bei Ideen und Notizen. Erst mit Wolfsfieber gelang mir ein Manuskript, mit dem ich zufrieden war, denn es erzählt eine Geschichte, an die ich glaube und die ich liebe.

6. Wollten sie schon immer ein Buch schreiben oder kam diese Idee spontan?
Seit ich denken kann, bin ich schon eine passionierte Leserin und wollte immer mal schreiben. Doch um Autorin zu werden, musste ich erst auf die richtige Geschichte stoßen. Der Wille alleine genügte nicht. Das Genre des Romantic Fantasy hat es mir besonders angetan, auch wenn ich an sehr vielen Buchgenres interessiert bin.

7. An welchen Orten schreiben sie am Liebsten?
Meistens in meiner Wohnung oder in meinem Zimmer zu Hause, von meinen Büchern umgeben. Mit Musik gelingt es mir oft besser. Bei gutem Wetter auch mal auf dem Balkon mit Blick auf ein Waldstück. Notizen schreibe ich aber überall. Da wird schon mal der Stift in der U-Bahn gezückt.

8. Was tun sie gegen eine Schreibblockade?
Schreibblockaden sind der Horror! Und mir leider nicht unbekannt. Kreatives Schreiben lässt sich nicht erzwingen. Da bei mir das Schreiben oft von meinen Gefühlen abhängt, gerate ich hin und wieder in eine Blockade. Zeit lassen ist meist das einzige, was hilft. Je mehr man es erzwingt, desto weniger geht.

9. Woher nehmen sie ihre Ideen?
Viel Inspiration kommt vom Lesen toller Bücher – es gibt ja so viele davon! Ich versuche immer über das zu schreiben, was ich kenne und mich interessiert. Woher meine Ideen kommen, weiß ich selbst nicht. Manchmal sind es einfach Bilder im Kopf, die ich nicht mehr loswerde oder eine Frage aus der sich eine Geschichte entwickelt, wie: „Könntest du jemand lieben und vertrauen, der kein Mensch ist und gefährlich sein könnte?“

10. Was können die Leser/innen in Zukunft erwarten? 

Ich hoffe noch mehr Bücher.
Haben sie schon Ideen für neue Projekte?
Über laufende Projekte spreche ich nicht gerne. Aber es gibt ein Manuskript, an dem ich arbeite.

11. Gibt es ein Buch oder einen Autor, der sie seit ihrer Kindheit begleitet?
Da fallen mir Märchen und Geschichten ein, die mir meine Mutter vorgelesen hat. In meiner Jugend hat mich vor allem „Der englische Patient“ von Michael Ondaatje ständig begleitet und ist seither eines meiner Lieblingsbücher geblieben.

12. Was wünschen sie sich für die Zukunft?
Weiter zu schrieben und hoffentlich weitere Bücher zu veröffentlichen. Ich möchte noch viele gute Gesichten lesen und schreiben. Mehr Mut beim Schreiben und mehr Gelassenheit. Viele Menschen mit meinen Geschichten erreichen und mit meinen Worten berühren zu können.

13. Wie stehen sie zu Buchbloggern und Buchgurus?
Ich liebe ihre Arbeit und ihre Leidenschaft. Sie leisten tolle Arbeit für Bücher und besonders für Autoren von kleinen Verlagen wie mich. Ich bin froh, dass es sie gibt und verfolge ihre Rezensionen u. Posts. Für mich sind sie die Literaturkritiker unserer Zeit.

14. Welchen Tipp würden sie einer Freundin/Freund geben, wenn diese ein Buch schreiben wöllten? Worauf muss man ihrer Meinung nach am Meisten achten?
Schreib für dich selbst! Lass dich nicht zu sehr beeinflussen und bleib dir und deiner Geschichte treu. Schreiben ist das Schwerste und das Schönste, also tue es! Wenn du den Drang hast zu schreiben, bist du Schriftsteller.


Vielen Dank an Ruth Adelmann, dass sie sich die Zeit genommen hat und Danke allen die mir mich mit Fragen bombadiert haben. 

Mehr zu den Büchern:
Eine Nacht ändert alles im Leben der Lokaljournalistin Joe. Sie fährt den jungen Bibliothekar Istvan an und versorgt ihn bei sich zu Hause. Auf seltsame Weise erscheint der attraktive Mann ihr vertraut; die beiden spüren von Anfang an eine eigenartige Anziehungskraft zueinander. Als Istvan auf mysteriöse Weise verschwindet, kommt Joe nach und nach hinter sein Geheimnis: Istvan ist ein Werwolf, der auf der Flucht vor seinesgleichen ist. Joes Gefühle für Istvan ziehen die junge Frau immer tiefer in die fremde Welt der Kreaturen der Nacht …
Ruth Adelmanns “Wolfsfieber” ist der erste Band einer romantisch-fantastischen Geschichte rund um den Werwolf Istvan und seine Liebe zu Journalistin Joe.

 
Teil Zwei:
Joe hat Istvan, ihren geliebten Werwolf wider Willen verlassen, woran sie fast zerbricht. Doch nicht lange kann sie sich von ihrer wahren Liebe fernhalten. Das Widersehen ist überschattet vom schweren Abschied und der immer noch ständig schwelenden Bedrohung durch den „bösen Wolf“ – Farkas, Istvans Vater. Während Joe und Istvan versuchen wieder zueinanderzufinden und Istvans dunkle Seite zu bekämpfen, taucht unerwartet Hilfe für das ungewöhnliche Liebespaar auf …
Zweiter Teil – und spannendes Finale – der Romantic Fantasy Reihe der jungen Autorin Ruth Adelmann.


Ruth Adelmann - Autorin Wolfsfieber 1 & 2
ruthadelmann.wordpress.com


Kommentare:

  1. Ein schönes Interview! Dass der Wille zum Schreiben nicht reicht, ist richtig. Dazu gehört viel Recherche und bewusste Auseinandersetzung mit den Genren, die einen interessieren. Hinzu kommen noch planerische Aspekte und sehr viel Selbstdisziplin, wenn man wirklich Autor werden möchte.

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  2. Danke für das tolle Interview!
    GLG

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  3. Jeder der Die "Underworld" Teile im Film gesehen hat, sucht nach Literatur die sich um Werwölfe dreht. Ich bin oft gefesselt von der Schreibweise Adelmanss. Kann man wirklich empfehlen!

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