Montag, 11. Juni 2012

Feuer und Glas „Der Packt“ – Brigitte Riebe

So magisch, romantisch und spannend wie in „Feuer und Glas” war die deutsche Erfolgsautorin Brigitte Riebe noch nie

Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält …


Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit ...

Meine Meinung:
 
Vor einiger Zeit fragte mich sehr Verlag ob ich das Buch lesen würde und ich schaute erst mal nach dem Klappentext. Venedig, eine gläserne Gondel, Wasser- und Feuerleute, irgendwie klang das alles sehr interessant und ich dachte mir „Warum nicht? Probieren geht über Studieren!“ Also wanderte dieses Buch in mein Regal und vorher in meine Leselotte. Da fühlte es sich auch ganze zwei Nächte wirklich wohl, bis ich es dann wohlig seufzend beendete und ins Regal stellte. 

Die Autorin Brigitte Riebe sagte mir bis zu diesem Buch nichts. Ich habe noch nie eins ihrer Bücher gelesen auch wusste ich nur, dass sie historische Romane schreibt. Dieses Buch soll ihr erster historischer Jugendroman sein mit einem kleinen fantastischen Einschlag. Diesen habe ich auch sehr schnell finden können und zwar in den Feuer- und Wasserleuten die bisweilen etwas an Magie erinnern.  Doch für mich am herausstechensten, waren die Beschreibungen von Venedig. Da ich schon einmal das Vergnügen hatte diese Stadt besuchen zu dürfen, hatte ich sofort alle Schauplätze genau vor Augen und auch die Gerüche der Stadt wurden wieder sehr präsent. Ich habe nicht lange gebraucht um mich in diesem Setting zu Recht zu finden und war schon nach dem Prolog mitten in der Geschichte drin. 

Das die Geschichte aus Millas Sicht geschrieben wurde und ab und zu ein paar andere Eindrücke zulässt, ist ein großer Pluspunkt für dieses Buch. Dadurch wird die Geschichte nicht zu einseitig und erhält ein rundes Bild. Milla ist sechzehn Jahre, wird in eine fremde Welt voller Intrigen geworfen und verhält sich für ihr Alter manchmal etwas naiv und manchmal etwas störrisch. Wie eine typische Jugendliche halt. Sie verliebt sich, sie leidet und freut sich. Und an all dem lässt sie uns Leser/innen teilhaben. Gerade dies hat Frau Riebe in meinen Augen sehr gut hinbekommen.  Die zarte Liebesgeschichte die in diesem Buch ihren Auftritt bekommt, wurde nicht zu stark ausgebaut auch wurde darauf verzichtet unnötige Highlights oder irgendwelche Stolperstellen einzubauen. Sie fliest dahin und gibt der Grundgeschichte einen tollen, sehr süßen Beigeschmack. 

Was für mich auch sehr gut gestaltet wurde, war das Ränkespiel der Feuer- und Wasserleute. Diese schaffen es ein so undeutliches Bild von Gut und Böse zu erzeugen, das ich manchmal nicht wusste wer jetzt gerade die Oberhand hat oder wer gerade wirklich nur Gutes  oder alle in den Untergang stürzen möchte. Dieses Hin und Her ist der Autorin wunderbar gelungen und führt nicht nur die Protagonisten teilweise in die Irre sondern auch die Leser. 

Zum Schluss möchte ich noch auf den Schreibstil der Autorin eingehen, der hier wirklich wunderbar getroffen wurde. Wunderbar zu historischen Hintergrund der Geschichte, wurde auch ein historischer Schreibstil verwendet der gerade für die jüngeren Leser/innen etwas modernisieret wurde. Neben sehr altertümlichen Sprechweisen und Wörtern finden wir auch das ein oder andere etwas modernere Wort, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut, sondern in meinen Augen spannender und interessanter macht. 

Kommentare:

  1. Seeeehr schöne Rezension... finde das Buch auch wunderschön und befand mich beim Lesen auch mitten in Venedig :-)

    Falls jemand Interesse hat, auf unserem Blog kann man sich für das Wanderbuch "Feuer und Glas" eintragen :-)

    glg

    Steffi
    his-and-her-books.blogspot.de

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  2. Brigitte Riebe kenne ich aus der Erwachsenen Bereich. Wir haben einige ihrer historischen Romane in unserer Biliothek und lange schon wollte ich ein Werk von ihr lesen. Geschafft habe ich es ns heute nicht. Aber vielleicht versuche ich es mal mit "Feuer und Glas". Es tönt wirklich vielversprechend.

    lG Favola

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