Samstag, 14. Juli 2012

R: Das Biest in ihm von Swantje Berndt


http://1.1.1.4/bmi/www.sieben-verlag.de/img/cover/138_200.jpgIm Rausch der Gefühle wird Vincent zu einem Wesen, das er weder kontrollieren noch bezwingen kann. Er zieht sich zurück, um allen Verlockungen des Lebens zu entsagen. Doch das Schicksal führt ihn zu einer Frau, die sowohl das Biest als auch den Mann in ihm bis aufs Äußerste reizt.

Nina lebt mit ihren Brüdern in einer Gemeinschaft von Gestaltwandlern, die dafür sorgen, dass sie unentdeckt bleiben und Recht und Ordnung aufrecht erhalten. Als sie Vincent findet, gibt ihr Anführer ihm eine letzte Chance auf ein normales Leben. Niemand ahnt, dass Nina selbst durch das Erbe ihres Vaters in den Leidenschaften ihrer Nachtseite gefangen ist.

Zwischen seinen Gefühlen zu Nina und den grausamen Bedürfnissen des Biestes hin und her gerissen, muss sich Vincent einem Kampf stellen, der sich nicht nur in seinem Innern, sondern mehr und mehr zwischen den Fronten zweier verfeindeter Gemeinschaften auszubreiten beginnt.


Meine Meinung:
Lange lange habe ich mich auf dieses Buch gefreut und umsomehr freute ich mich als ich es endlich in Händen hielt und lesen konnte. Die Inhaltsangabe versprach viel und so stürzte ich mich in das Vergnügen. Aber nach sieben Seiten wurde  diesem ein herber Schlag verpasst. Weiß man laut Inhaltsangabe nur das irgendwas in Vincent schlummert, das einem Biest gleich kommt, freut man sich darauf dieses Geheimnis noch eine Weile schlummern zu lassen und vielleicht in der Mitte des Buches durch Tipps und ein paar raffinierte Szenen endlich das Geheimnis zu lüften. Doch dieses Geheimnis wird schon ab der siebten Seite offenbart und so ging für mich ein großer Teil an Spannung verloren. So musste ich mit dem Rest der Geschichte klar kommen und versuchen einen neuen Spannungsbogen zu finden, was anfangs gar nicht so einfach war.

Die Autorin hat meiner Meinung nach zu viel Wert auf die verfeindeten Gemeinschaften gelegt. Es ist immer wieder ein einziges hin und her, was zwar anfangs noch amüsant ist und Spaß macht aber ab der Mitte einfach nur nach einem Ende schreit und mich nicht mehr fesseln konnte. Viel zu oft musste ich der Versuchung wiederstehen weiter zu blättern und Kapitel aus zu lassen. Aber soll ich euch verraten was mich davon anhielt? Das waren die sympathischen Charaktere und deren Entwicklungen. Vincent muss sich mit seinem Leben und dem Biest in ihm auseinander setzen. Ein Kampf zweier Persönlichkeiten der mir hier und da die Tränen in die Augen getrieben hat und mir Vincent so Stück für Stück näher brachte . Dazu kommen die wirklich sehr sympathische und starke Nina die in einer ganz eigenen Welt lebt in der die Männer sich verwandeln können und wer sein inneres Biest besiegen kann darf weiterleben und für alle anderen gibt es nur den Tod. Diese knallharte Welt macht Nina auch hart, was man ihr aber nur in wenigen Situationen anmerkt. Vielmehr versucht sie Vincent zu helfen und ihn vor ihrer Familie zu schützen. Mit viel Liebe und Vertrauen schafft sie es eine Basis auf zu bauen die es Vincent ermöglicht ein weitgehend normales Leben zu führen. Doch alles erfordert seinen Preis und so steht die Liebe von Vincent und Nina unter keinem guten Stern. Und hier fand ich dann auch wieder einen ersehnten Spannungsbogen. Diese Entwicklung stimmte mich dann wieder sehr zufrieden und ich konnte mit gutem Gewissen weiterlesen und genießen.
Habe ich in diesem Buch teilweise sehr langatmige Szenen durch zu stehen gehabt, wurde mir dies dann immer wieder mit einer tollen Szene und sehr viel Gefühl belohnt. Dieses Buch bietet nicht nur innerhalb der Story eine Achterbahn der Gefühle, sondern auch außerhalb. Nämlich für die/den Leser/in. Die Bücher des Sieben Verlags haben mich schon immer fasziniert und noch nie wurde ich enttäuscht. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht und habe trotz allem eine tolle Story geboten bekommen. Aber dieses Buch ist so anders als alle anderen und deshalb viel es für mich extrem aus der Reihe heraus.
Ein positiver Punkt des Buches ist für mich die Sprache. Das Buch hat eine insgesamt sehr angenehme Sprache, die seicht und ruhig ist. Es ist nicht wildes an ihr oder holpriges. Es geht seicht dahin und lies mich vorrankommen. Deshalb sind für mich an diesem Buch Sprache, Charaktere und Emotionen am Meisten hervor zu heben. Die teilweise etwas fade Storyführung und das mir ein Spannungsbogen weggenommen wurde werde ich hier jetzt nicht mehr werten. Denn das was mir nicht so gut gefallen hat, kann für andere Leser das Highlight sein und so möchte ich allen raten dieses Buch selbst zu testen. Es ist für mich wie eine verpackte Praline in einer großen Schachtel - man weiß nicht was man bekommt und muss sich einfach überraschen lassen ;)

Mehr zum Buch findet ihr HIER

1 Kommentar:

  1. Ich hatte ja gerade zum Ende hin Probleme mich mit dem Buch anzufreunden und dadurch die letzen 50 Seiten erst ne knappe Woche liegen lassen und erst dann zu Ende gelesen. Das Biest in Ihm war für mich eine kleine Achterbahnfahrt und leider nicht so toll wie erwartet, aber ich stimme dir zu: Das sollte jeder für sich entdecken. Denn ich meine, dass dieses Buch bestimmt einigen Anklang finden wird. :o

    AntwortenLöschen

SPAM ist unfair....

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...