Dienstag, 17. Juli 2012

Vampire Detective "Die zauberhafte Mrs. Moon" - J.R. Rain

Diese Frau hat Biss! Und ein Problem mit gutem Wetter. Es ist schwierig, die Kinder von der Schule abzuholen, wenn man kein Sonnenlicht verträgt. Und die Arbeit als Privatdetektivin wird auch nicht leichter, solange man nur nachts unterwegs sein kann. Das sind nur zwei der vielen Probleme von Samantha Moon, einer ehemaligen FBI-Agentin und Vampirin wider Willen. In ihrem neuesten Fall muss sie zeigen, was sie kann – ihr Auftraggeber hat fünf Kopfschüsse überlebt. Oder war er schon vorher nicht von dieser Welt? 


Meine Meinung:
 
So schnell wird aus einem Knüller ein Brüller
Das Buch rund um die Privatdetektivin Samantha Moon und ungewollter Vampirin fing wirklich sehr vielversprechend an. Es ging mit einem leichten, seichten Humor in eine niedliche Geschichte die mt schönen Details gespickt zu sein schien. Szenen in denen Samantha mit 10cm dicker Sonnencreme auf dem Gesicht zum Auto sprintet um ihre Kinder von der Schule abzuholen, entlockten mir den einen oder anderen Schmunzler. Der Autor hatte mich am Wickel und ich musste weiterlesen. Das natürlich noch allerhand passieren würde hatte ich im Gefühl und ich wurde auch nicht enttäuscht. Schon in den ersten Kapiteln gab es so viel zu entdecken, dass ich einfach weiterlesen musste. Es gab eine witzige Familie, eine interessante Charakterentwicklung, einen tollen geheimnisvollen Fall mit einem sexy Klienten und, und, und. 

Aber dann passierten ein paar Dinge die mir die gute Leselaune etwas das Lesen vermiesten. 1. Vampire dürfen sich bei mir nicht in irgendwelche fliegenden Viecher verwandeln – tun sie dies in diesem Buch? JAAAAA sie tun es und ich hatte auf einmal nur noch kleine Batmans vor Augen als ich weiterlas „uaaaa“. 2. Gewollt komische Szenen die eher absurd wirken als komisch – „grrrrrr“ kann ich nicht leiden. Der anfangs unterschwellige Humor wollte zur Mitte eine Hauptrolle einnehmen und das ging gründlich in die Hose. Nee mein Fall war es nicht und ich hoffte auf einen großen Knall der mir dann doch noch alles versüßt und mich das Buch weiterlesen lies. Und den gab es Gott sei Dank auch noch. Es ging weiter und ich wurde wieder mit einer netten seichten Lektüre belohnt die man einfach mal so weg lesen kann.

Bücher wie dieses liebe ich in meinen Mittagspausen. Keine hochtrabenden Dialoge, und keine umständlichen Vernetzungen und Verwicklungen sondern ganz simple Intrigen die einfach nur ein bisschen Spannung erzeugen sollen, sowie eine leichte seichte Lovestory die wirklich nichts überlagert und eher angedeutet als ausgelebt wird. Das ist für mich Arbeits- oder Strandlektüre. Wenn dann noch ein bisschen Humor zugegen ist und ein bisschen Fantasy bin ich voll und ganz zufrieden. Dazu noch ein schneller und vor allem flüssiger Schreibstil, der das Lesen  sehr gemütlich  gestaltet und das Buch gut an einem Tag lesen lässt.  All dies bietet dieses Buch und bis auf die oben genannten kleinen Fauxpas war ich wirklich glücklich während des Lesens. 

Samantha an sich ist eine ganz angenehme Persönlichkeit. Sie ragt nicht heraus aber sie kann bestehen und das fand ich sympathisch. Sie versucht sich mit ihrer Situation abzufinden die nicht ganz einfach ist. Natürlich kann sie tagsüber nicht raus, also muss sie nachts arbeiten. Ihre Familie denkt sie sei krank, ihr Mann hat Angst sie könnte die Kinder aussaugen und sie selbst fühlt sich vor allem zu Blut und sexy Werwölfen hingezogen. Das man in dieser Situation nicht mehr voll und ganz Hausfrau sein kann ist selbstverständlich und hat meine vollste Unterstützung. Was ich anfangs noch erfrischend fand, war das man nicht wusste wie sie zum Vampir geworden ist. Es gab Vermutungen die dann am Ende auch aufgeklärt werden, leider hätte man dies noch etwas ausbauen können. 

Fazit: Ich weiß ich bin keine einfache Leserin und momentan extrem kritisch aber wer keinen Goethe erwartet oder ein High Fantasy Buch wird hierbei seine Freude haben. Ich habe etwas anderes erwartet, wurde überrascht und manchmal kommt etwas durchaus Positives dabei raus oder wie in meinem Fall, ein durchwachsenes Wetterchen mit Sonne und Regen gleichzeitig. Ich gebe dem Buch gute 3,5 Sterne und bin zufrieden. 

Mehr zum Buch - Hier

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