Sonntag, 26. August 2012

Das Erbe der Schatten "Emily" - Anna Lena Valera

Gegen den Willen ihrer Eltern macht sich Emily auf den Weg nach Oxford, um dort Geschichte zu studieren. Kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf David, der sie trotz seiner Unnahbarkeit sofort in seinen Bahn zieht. Schnell muss sie jedoch lernen, dass David auch eine dunkle Seite hat und vieles vor ihr verbirgt. Der Kampf gegen die Schatten der Vergangenheit nimmt seinen Lauf ...


Meine Meinung:

Also erst einmal muss ich loswerden dass dieses Buch allein dadurch schon toll ist, dass keine Vampire, Werwölfe, Feen, Kobolde oder andere kleine oder große Wesen und fernen Welten darin vorkommen. Das ist etwas das mich schon mal sehr gutmütig gestimmt hat und mich dann doch entspannter gemacht hat und ich die Zeilen einfach nur genossen habe.

Dieses Buch liest sich wirklich schnell, ohne zu stocken und auch ohne unnötigen Schnippes. Es ist was das betrifft genau nach meinem Geschmack. Ich kam gut voran, konnte der Geschichte sehr schnell folgen, musste nicht viel Grübeln und habe mich einfach treiben lassen und mein Sonntag war gerettet. 

Zu Beginn lernen wir Emily kennen. Sie möchte nach Oxford und dort zu studieren. Alles ist neu und total interessant aber Emily kommt leider etwas nüchtern daher. Aber sie hat ja auch einiges an neuen Eindrücken zu verdauen und muss viele neue Situationen bewältigen. Sie lernt ihren Professor kennen, bekommt meinen Spitzenjob in der Bibliothek, darf an einer Arbeit eines älteren Studenten mitwirken, bekommt das letzte Studentenzimmer auch wenn die Mitbewohnerin nicht gerade nett ist und dann sind da auch noch zwei äußerst interessante Männer. Wer von uns wüsste da noch wo ihm der Kopf steht, vor allem dann wenn sich diese Männer auch noch sehr gut kennen und sich ständig bekämpfen wollen ----puhhhh da kocht das Blut.  

Und dann passiert es: Emily entdeckt eine Fähigkeit – sie kann weiße Blitze aus ihren Hände schießen und David einer der Männer eröffnet ihr, dass sie noch mehr Fähigkeiten entwickeln wird und das es eine Organisation gibt die bald hinter ihr her sein wird. Tja und da wurde ich stutzig denn, anfangs habe ich Emily ihre etwas fade Umgehensweise mit den neuen Situationen noch verziehen aber diese Fähigkeit ist einfach zu heftig um sie einfach so hin zu nehmen aber das macht Emily, so nach dem Motto „Huch weiße Blitze, naja egal, vielleicht sie sie ja keiner, weiter im Geschehen.“ Das ist mein Kritikpunkt denn auch den damit verbundenen Fragen die Emily wird nicht nachgegangen. Erst als ihre Mutter auftaucht erfährt man etwas mehr aber es reichte mir in diesem Moment leider nicht. 

Dann haben wir die Protagonisten. Von Emily erfährt man zwar viel aber nicht zu viel. David bleibt ein Geheimnis oder wie sagt man so schön „ein Buch mit sieben Siegeln“ ;) Er ist der Hottie des Buches, der Mann der Emilys Herzchen zum Hüpfen bringt und was mir gut gefallen hat: Hier gibt es kein liebestolles Gesäusel über 40 Seiten. Die zwei Küssen sich, verbringen eine Nacht miteinander und das alles ohne schmachten und Herzinfarktgefahr. Alles schon erwachsener und realer.  Dann haben wir da noch Ben, den ich nicht einschätzen konnte. Gehört er zu den Bösen, ist er doch der Nette?? Auch der Professor und Emily Mitbewohnerin Ruby haben ihre Geheimnisse und dies macht sie interessant und verfolgungswürdig. 

Nach einem interessanten Plot, einer tollen Geschichte und einem rasanten Ende mit einem kleinen Epilog der einen zweiten Teil fast schon unumgänglich macht, freue ich mich schon darauf bald mehr von Emily zu erfahren und zu lesen zu können wie es ihr mit David, allen anderen und ihren Fähigkeiten weitergeht. Denn die Idee des Buches ist wirklich interessant und auch ein bisschen was Besonderes, da es sich von der Masse der Vampire und Co abhebt und auch nicht mit irgendwelchen Hexen oder Wichteln daher kommt nur um zum Thema Fantasy oder Romantasy gezählt zu werden. Auch eine einfachere Idee kann sehr viel bewirken und wenn dann auch noch eine deutsche Autorin dahinter steckt macht mich das noch glücklicher. Denn nicht alle guten Bücher müssen aus Amerika und England kommen. 

Fazit: Eine Geschichte die mich neugierig gemacht hat, deren Inhalt mich gaaaaaaanz entfernt an ein anderes Buch erinnert hat (vielleicht könnt ihr euch denken welches, oder findet es mal selbst heraus) aber das ist ja unvermeidbar  bei diesem Genre und das mir einfach nur tolle Lesestunden beschert hat, die ich bald wiederholen möchte. Tolles Buch – also alle lesen ;)

Mehr zum Buch und zur Autorin: Hier lang

Kommentare:

  1. Das hört sich ja wirklich nach einem tollen Leseerlebnis an. Das Buch könnte auch etwas für mich sein, ich behalte es auf jeden Fall mal im Auge, danke für deine tolle Rezi!

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  2. Schöne Rezi! Ich habe das Buch noch ungelesen auf meinem Kindle. Die Sandi hatte schon mal reingestöbert und fand es bisher gar nicht schlecht. Ich hoffe, ich komme bald dazu auch mal einen Blick zu riskieren. Klingt ja gar nicht übel was du schreibst, trotz des phantastischen Kritkpunktes.

    Liebe Grüße
    Reni

    P. S. deine anderen Rezi´s, vor allem die zu "Frühlingsnacht" hole ich die Woche mal nach - der liebe Zeitmangel. Freu mich aber schon drauf. :)

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