Sonntag, 12. August 2012

R: Am wilden Fluss von Linda Howard


Die schöne Dee Swann hat früh gelernt, sich aufdringliche Verehrer vom Leib zu halten. Allein lebt sie am Angel Creek, der dem Tal das nötige Wasser beschert. Kaum einer im Ort, der nicht sie und ihr Grundstück begehrt! Und eine Ehe? Davon will sie nichts wissen. Ganz anders als ihre Freundin Olivia, die bald schon den Rancher Lucas Cochran heiraten wird. Doch dann stürzt Dee schwer. Zum ersten Mal ist sie wehrlos. Und zum ersten Mal muss sie einen Mann ganz nah an sich heranlassen. Denn ausgerechnet Lucas findet sie. Seine Hände auf ihrer Haut, als er Dee vorsichtig untersucht, wecken eine nie gekannte Leidenschaft. Lucas und sie - unmöglich. Lucas und sie - unaufhaltsam und mitreißend wie wildes Wasser...


Meine Meinung:
Linda Howard – schon mit „Eiskaltes Feuer“ konnte sie mich begeistern und hatte sich für lange Zeit in mein Leserherz eingebrannt. Als ich erfuhr das jetzt „Am wilden Fluss“ erscheint musste ich es einfach lesen und war wieder sehr angetan von ihrer Story um eine starke Frau, einen attraktiven Farmer und wirklich sehr sympathischen Nebencharakteren.
Schon in „Eiskaltes Feuer“ schreckte Linda Howard nicht davor zurück ihrem Buch eine starke und unabhängige Heldin zu verpassen. War es dort eine junge Ärztin im wilden Westen. Ist es hier eine Farmerin am Angel Creek in Nevada und wieder im wilden Westen.  Dee bewirtschaftet eine Farm  mit einem kleinen Garten und macht das auch mit sehr viel Ehrgeiz und Disziplin. Und so kann sich auch glücklich schätzen das der Fluss genau durch ihr Land fließt. Dadurch hat sie alles wundervoll grün und kann alles bewirtschaften während ihre Nachbarn nur so nach Wasser lechzen und auf dem trockenen sitzen. Dies zieht natürlich Neider und habgierige Männer geradezu magisch an und Dee muss sich gegen allerhand Männer und Intrigen wehren.  
Dee denkt nicht daran zu heiraten. Sie ist eine unabhängige Frau die keinen Mann braucht und sich sehr gut selbst versorgen kann. Sie kommt unglaublich taff und anfangs sehr streng daher. Dabei ist sie eine sehr sensible und romantische Frau die im tiefsten Herzen doch von einer Liebe träumt und das macht sie wiederum sehr menschlich und greifbar. Mir hat Dee anfangs erst nicht so sehr gefallen aber je mehr ich von ihr und ihrer Vergangenheit und ihrem Leben auf der Farm erfahren habe, wurde sie mir sympathischer. Und ab und zu konnte ich sie sogar ganz gut verstehen wieso sie so ist wie sie eben ist. Deshalb ist es auch ziemlich witzig das Dee eine Freundin hat die ganz anders ist wie sie. Ihre Freundin Olivia möchte so gerne heiraten und ist dem Farmer Lucas versprochen. Doch Olivia hat sich eigentlich in einen anderen Mann verguckt und so kommt es zu allerhand Durcheinander.
Lucas Cochran ist ein sehr rauer und willensstarker Mann, so wie alle Männer die Linda Howard beschreibt. Liest man die ersten Zeilen über diesen Mann fliest ein eiskalter Schauer über den Rücken und man kann förmlich seine tiefe Stimme in der eigenen Brust spüren. Er ist ungezähmt und will sich nichts sagen lassen. Schon gar nicht wen er heiraten soll und wenn er eigentlich heiraten will. Denn nachdem er Dee nach einem Unfall geholfen hat nach Hause zu kommen geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf und er setzt alles daran diese störrische Frau für sich zu gewinnen. Aber auch er hat nicht nur gute Absichten und so hatte ich einen kleinen Moment in dem er mich zutiefst enttäuscht hat.
Neben allerhand wirklich liebenswürdigen Charakteren gibt es natürlich auch die die einfach nur fies und rachedurstig sind. Sie spinnen Intrigen, Betrügen und lassen den Leser das ein oder andere Mall ganz fies drein schauen weil man ihnen am Liebsten selbst eins mit der Flinte überziehen würde. Aber auch diese erfüllen einen Zweck, denn sie machen die Geschichte erst richtig spannend. Brauchte die Geschichte am Anfang noch etwas Anlaufzeit damit sie richtig in Fahrt kam, war ab dem letzten Drittel kein Halten mehr in Sicht. Ich habe mich köstlich amüsiert und war wirklich froh das ich dieses Buch gelesen habe. An Humor und Spannung kommt „Am wilden Fluss“ leider nicht an „Eiskaltes Feuer“ heran, welches für mich einfach unschlagbar bleibt. Aber es war auch gut und konnte unterhalten sowie mich zum mitfiebern bewegen.
Fazit: „Am wilden Fluss“ ist ein Zwischendurchbuch, etwas das ich mir mittags schnappe und abends durch habe wenn es draußen regnet oder schneit. Es bringt ein bisschen Wärme ins Herz und lässt mit erotischen und vor allem starken Männern Herzen höher schlagen. Romantisch wird es in lauen Sommernächten und Abkühlung verschafft es uns mit spannenden und leicht aktionreichen Szenen in denen auch die Flinten gezückt werden und es gewaltig knallt.

Mehr zum Buch:
Über den Mira Verlag

1 Kommentar:

  1. Das klingt wirklich schön, es ist schon auf meiner Wunschliste, danke :)

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