Sonntag, 19. August 2012

R: Angel Eyes "Im Bann der Dunkelheit" - Lisa Desrochers

Engel sind auch nur Männer Nichts wünscht Frannie sich sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Stattdessen sind ihr die höllischen Mächte auf den Fersen, denn Frannie hat eine ganz besondere Gabe. Eine Gabe, die den uralten Kampf zwischen Licht und Dunkel ein für alle Mal entscheiden könnte. Dass es Frannie gelungen ist, ihre große Liebe, den Dämon Luc, in einen Menschen zu verwandeln, hat sie nur noch interessanter gemacht. Seitdem Luc seine magischen Kräfte verloren hat, kann er sie nicht mehr beschützen. Diese Aufgabe muss nun ihr Schutzengel Matt übernehmen, Frannies verstorbener Zwillingsbruder. Doch Engel sind auch nur Männer, und als die schöne Lili nebenan einzieht, gerät Matt ganz schön durcheinander. Damit bringt er seine Schwester in höchste Gefahr …

Meine Meinung:

Den ersten Teil habe ich gerne gelesen. Zwar war die Story nicht neu und die Charaktere auch etwas zu vorhersehbar aber der Schreibstil hatte mir gut gefallen und so ist es im zweiten Teil auch wieder. Der Schreibstil ist flüssig, schnell, und die Seiten fliegen dahin. Ich kam schnell voran und das Lesen gestaltete sich als kurzweiliger Zeitvertreib der bei heißen Temperaturen genau richtig war "denn wenn es so heiß ist kann ich mich nicht auf hochtrabende Texte konzentieren". Aber auch dieser Teil hätte etwas mehr Schmiss haben können. Die Geschichte kommt leider eine ganze Zeit lang nicht in Fahrt, es dauert bis sich mal eine wirklich gute Story aufbaut und das ist etwas zäh. Klar gibt es auch zu Beginn eine Story, diese ist aber sehr banal und erzählt eigentlich mehr oder weniger nur den Alltag der Protagonisten. Dann passiert etwas das mir sehr gut gefallen hat. Gabe verschwindet von der Bildfläche und damit auch dieses sehr anstrengende Liebesdreieck, das ich nicht wirklich brauche. Die Geschichte dreht sich wieder nur um Luc und Frannie. Sie lieben sich, sie streiten sich, sie sind ein Pärchen. Nur kam Luc mir ein bisschen zu glatt vor und hatte was von einem zu weich gekochten Ei. Er stellt sich selbst voll und ganz in den Hintergrund und Frannie bekommt all seine Zuwendung und seinen Zuspruch. Das hat mir nicht so ganz gefallen, denn dadurch wird er etwas langweilig. 

Frannie ist in diesem Band nicht ganz so sympathisch, sie ist nervig, launig und anstrengend und das stellt sie in den Hintergrund. Wieso die Autorin ihr diese Rolle zugedacht hat bleibt mir ein Rätsel, denn ich kann keinen Grund für ihren starken Stimmungswechsel erkennen. Dann gibt es noch Matt und dieser wirkt gerade zum Ende hin nicht mehr so nett wie ein Engel sein sollte. Auch die neue Nachbarin Lili wirft Rätsel auf und sorgt für Trubel in der Geschichte die ab der Mitt Fahrt aufnimmt und spannend wird. Aber allein die Charaktere können nichts rausreisen und so bleibt das Buch leider etwas mittelmäßig. 

Meine ganze Hoffnung ruht jetzt auf dem dritten Band dieser Reihe und ich erhoffe mit Antworten auf meine nicht gerade wenigen Fragen und ich erhoffe mir natürlich auch mehr Aktion, mehr Spannung und vorallem mehr interessantere Stellen. Denn dieses Buch lies sich genauso wie Band eins auch sehr schnell lesen und ich wurde unterhalten aber nicht so wie es mir erhofft hatte und das finde ich schade. 

Angel Eyes ist für mich einer der wenigen Engeljugendromane die ich gut lesen kann, sie beinhalten zwar auch Klischees und können nichts völlig neues aufweisen. Aber sie kommen mit Charakteren daher die sich verändern und den Leser entweder positiv beeindrucken oder ihn einfach nur den Kopf schütteln lassen. Diese Charaktere halten das Buch am Laufen, können aber auch alles zum Einsturz bringen und schaffen es dennoch zu überzeugen.


  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Polaris (1. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862520072
  • ISBN-13: 978-3862520077
  • Originaltitel: Original Sin
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,4 cm

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