Samstag, 1. September 2012

Kurzfazit: Shades of Grey - "Geheimes Verlangen" von E L James

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …


 
Frivole Spiele, dunkle Geheimnisse, erotische Fantasien und trotzdem bleibt dieses Buch ein Buch unter Millionen anderen. 
 
 
„Dieses Buch bringt unsere dreckigsten Fantasien auf Papier!“, „Dieses Buch erfüllt die geheimen Sehnsüchte von tausenden Hausfrauen!“, „Schmutzig, erotisch und einfach Romantisch!“. ….. und noch mehr Schlagzeilen gibt es zu diesem Buch. Ja es wird mächtig gehypet und tausende Frauen und Männer kaufen dieses Buch um ein Teil der Welt um Christan Grey zu werden und auf die frivole Stimmung hoffen die so viele Medien heraufbeschwören. Das witzige daran ist, hört man die Autorin über ihr Buch sprechen, wollte sie einfach nur eine schöne Liebesgeschichte mit etwas Drama und Erotik schreiben und war selbst nicht darauf gefasst was dieses Buch auslösen wird.

Meine drei Gründe, wieso ich dieses Buch zwar mochte, es jedoch für mich nicht der Meilenstein am Erotikhimmel ist:
  1. Wir haben hier einen tollen Mann, eine teilweise unerfahrene Frau und ein Millionenimperium. Das alles bringt Liebe, Leid und den „Reich und Schön“ Faktor. Allein das hat mich dazu verleitet weiter zu lesen. Ich wollte wissen wie sich die Charaktere entwickeln, wie Christian und Ana sich entwickeln, welche Schritte sie gehen und wie sich ihre Beziehung so mancher Herausforderung stellt. Für mich ist es im Grunde genommen ein schöner romantischer Roman, der mit vielen Emotionen gespickt ist. Christian war mir sofort sehr sympathisch und auch Ana hatte mich schon nach wenigen Zeilen voll am Wickel. Beide Personen ergänzen sich, vertreiben sich aber auch immer wieder und das machte für mich den besonderen Reiz der Geschichte aus. 
  2.  Denke ich jedoch an den erotischen Teil der ja irgendwie in allen Zeitungen steht und von allen hervorgehoben wird, muss ich gestehen das ich, enttäuscht ist das falsche Wort, eher etwas zurückhaltend reagiert habe. Ich kenne viele erotische Romane und mich kann wirklich nichts mehr schocken aber man kann mich begeistern. Einerseits hat die Autorin mich begeistern können aber nicht mit ihren Sexszenen sondern eher mit den unterschwelligen erotischen Szenen. Kleinen Berührungen, flüchtigen Küssen und zärtlichen Gesten. Diese wirkten auf mich nicht gekünzelt und haben mir eine Vertrautheit entgegengebracht. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, dass die Autorin sich mit ihrem eigenen Roman nicht wohl fühlt. Alles ist schön beschrieben aber mir fehlten die persönlichen Noten, die die mir zeigen das hier jemand schreibt der Sehnsüchte hat und sich pudelwohl damit fühlt. Es gibt viele erotische Romane die spezielle Themen aufgreifen, manche sind seicht „so wie dieser“ und manche sind sehr hart. Aber jedes Mal habe ich trotzdem das Gefühl das sich die Autorinnen mit dem wohl fühlen was sie schreiben. Ist etwas jedoch gekünzelt merke ich das direkt – leider ein Los das ich tragen muss wenn man schon soooo viele erotische Romane gelesen hat ;) 
  3. Ich möchte noch etwas sagen das mich doch sehr gutmütig gestimmt hat  und das waren die wie oben schon einmal erwähnten Emotionen. Ich mag Bücher die mir hier und da ein wohliges Seufzen entlocken, die mir Tränen in die Augen steigen lassen oder bei denen ich einfach nur mal herzhaft lachen muss. Das alles hatte ich hier und ich glaube das dass auch etwas ist mit dem sich die Autorin wohl fühlt. Emotionen glaubwürdig zu gestalten ist schwer, Momente herauf zu beschwören in denen die Leser selbst am Abgrund stehen oder sich einfach mitfreuen müssen ist noch schwerer und das hat die Autorin geschafft. Sie hat mich emotional mitgenommen und das ist für mich viel mehr wert wie jede erotische Szene des Buches. 

Fazit: „Shades of Grey“ ist NOCH nicht mein Lieblingsbuch/reihe. Ich werde weiterlesen, angefixt durch tolle Charaktere und eine interessante Geschichte. Eine Verfilmung dieser Reihe stelle ich mir etwas heikel vor und da ich jetzt ein ganz genaues Bild von Christan habe kann dies nur eine Enttäuschung für mich werden. Ich denke dass man diese Bücher nicht verfilmen muss – aber das ist ja meine ganz persönliche Meinung.  Aber eine Sache möchte ich noch sagen: „Shades of Grey“ ist nicht der erste erotische Roman der die Literaturwelt bevölkert. Für mich ist er kein Meilenstein am Erotikhimmel und es gibt das dieses Genre angeht viel bessere Bücher und die wurden lange, lange, lange Zeit vor diesem Buch geschrieben. Sehe ich dieses Buch jedoch als einen romantischen Roman mit leicht erotischen Einlagen und viel Emotionen – passt es und hat mich überzeugt. 

Mehr zum Buch könnt ihr bei Goldmann erfahren. 

Kommentare:

  1. Ich sehe das genauso wie du ;-)
    Gekauft habe ich es wegen diesem Hype und war dann doch ein bißchen skeptisch. Es stimmt, die Presse hat immer wieder vom Eroktikfaktor geschwärmt, aber ich fand, dass das noch ging.
    Die Autorin hat die Emotionen richtig schön rübergebracht :-)

    Liebste Grüße Alina :-)

    AntwortenLöschen
  2. Ist das der erste Teil? Naja auf jeden Fall habe ich beschlossen, es erstmal nicht zu lesen, wegen des Hypes. Irgendwie finde ich das so ungerecht den vielen anderen guten erotischen Romanen gegenüber, die ich schon sehr sehr lange gerne lese.
    Und plötzlich soll dieses Genre etwas völlig neues sein? Pff... ;)

    Aber ok, so kommen eben auch potentielle Nicht.eser mal in den Genuß eines erotischen Romanes und wer weiß...lesen dann sogar noch mehr :)

    Lg
    Niniji

    AntwortenLöschen

SPAM ist unfair....

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...