Donnerstag, 27. September 2012

R: Als die Welt zum Stillstand kam von Gabi Neumayer

" Aber ich kann euch diese Meinung nicht abnehmen und euch nur sagen das ich positiv überrascht wurde, anfangs etwas ganz anderes erwartet habe und jetzt gegen Ende gemischte Gefühle habe. Ich bin zufrieden, wurde recht gut unterhalten, habe aber leider schon besseres aus diesem Genre gelesen."


Die Welt im Jahr 2036: Absolute Mobilität ist Realität geworden. Frühstücken auf den Fidschis, arbeiten in Berlin, abends ein Konzert in Tel Aviv, kein Problem. Mithilfe eines weltweiten Tornetzes beamen Menschen in Sekunden von einem Ort zum anderen, ebenso Informationen und Ressourcen. Da geschieht plötzlich das Unfassbare: Das Netz bricht zusammen – und damit die gesamte Welt.

Die Freunde Celie, Alex und Bernie könnten ein rasantes Leben genießen und sich sehen, wann und wo immer sie wollten. Doch der tragische Tod von Celies Mutter, Erfinderin des Tornetzes, hat einen Schatten auf ihre Freundschaft geworfen. In ihrer Trauer will Celie alles hinter sich lassen. Bis plötzlich die Katastrophe eintritt – das Netz versagt. Wie alle anderen auch sitzen die drei Freunde fest: Alex in Berlin, Celie in Irland, Bernie in der mecklenburgischen Wildnis. Jeden Tag fällt die Welt um sie herum ein Stück mehr auseinander: Städte ohne Strom und Wasser werden zu Todesfallen, Krankheit, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Die zivilisierte Welt kollabiert. Celie, Alex und Bernie müssen jeder für sich ums Überleben kämpfen. Und sie müssen einander finden. Denn vielleicht hat der Tod von Celies Mutter etwas mit dem Zusammenbruch des Netzes zu tun ...

Ein spannender und beunruhigender Roman von Gabi Neumayer über die Auswirkungen des Zusammenbruchs der modernen Welt, wie wir sie noch nicht kennen.

Meine Meinung:


Wird uns die Technik retten oder zerstören? Was wenn nichts mehr richtig funktioniert, alles zusammenbricht und wir lernen müssen ohne jegliche Technik aus zu kommen? Genau dieses Szenario  beschreibt die Autorin und lässt dieses aus drei Perspektiven erzählen. Drei junge Menschen geraten auf in unterschiedlichen Orten an ihre Grenzen und müssen lernen mit der neuen Situation um zu gehen. 

"Als die Welt zum Stillstand kam" ist eine Dystopie die aufzeigt wie sehr wir von der Technik abhängig sind. Trotz das dieses Buch im Jahr 2036 spielt und dort alles noch stärker von Technik geprägt wird, konnte ich mich gut in bestimmte Situationen einfühlen und habe hier und da öfter inne gehalten und überlegt wie viel Technik meinen Alltag beherrscht. Denn dies ist gar nicht so wenig. Was wenn wir wirklich von heute auf morgen keinerlei technische Hilfsmittel zur Verfügung hätten? Was würden wir tun? Wir würden anfangen Batterien zu horten, irgendwelche Geräte die mit Solar funktionieren zu finden, wir müssten Lebensmittel horten und Wasservorräte bunkern und irgendwann würde das Chaos ausbrechen – wie im Buch von Gabi Neumayer. 

Den Schreibstil des Buches kann ich als jugendlich, fast erwachsen beschreiben. Er ist nicht ganz einfach hat aber hier und da, durchaus seinen jugendlichen Charme aber leider baut er gegen Ende des Buches etwas ab, was es zäher werden lässt und somit die Geschichte hemmt und deren Fluss. 

Denn die Geschichte beginnt recht rasant und interessant, es gibt einige sehr aufschlussreiche Situationen und Perspektiven und ich konnte mich in manchen Personen und Emotionen wiederfinden aber dennoch habe ich hier und da einen bitteren Beigeschmack gehabt. Vor allem am Ende des Buches. Denn dieses war mir wirklich zu zäh und hatte seine Lockerheit verloren. 

Fazit: Viel will ich zu diesem Buch gar nicht schreiben, da dies wieder eins der Bücher ist, bei denen man sich selbst eine Meinung bilden sollte. Ich fand es gut, manche mögen es vielleicht gar nicht und andere werden begeistert sein. Aber ich kann euch diese Meinung nicht abnehmen und euch nur sagen das ich positiv überrascht wurde, anfangs etwas ganz anderes erwartet habe und jetzt gegen Ende gemischte Gefühle habe. Ich bin zufrieden, wurde recht gut unterhalten, habe aber leider schon besseres aus diesem Genre gelesen.



ISBN 978-3-407-74350-3 / 1. Auflage 2012. ca. 448 Seiten. / Ab 12 Jahre

1 Kommentar:

  1. Also an sich - würde ich nicht gerade ein Dystopienpause einlegen -, würde mich dieses Buch durchaus interssieren/ansprechen. Doch andererseits, wenn es wieder mal das übliche Prinzip ist und es besseres davon gibt, bin ich mir nicht sicher, ob ich es unbedingt austesten muss. Ich denke mal, ich werde diese Entscheidung vertagen und irgendwann einfach mal schauen, wie mir ist. :)

    LG, Reni

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