Sonntag, 23. September 2012

R: Schokoladengeister von Jael McHenry

Originaltitel: The Kitchen Daughter / Aus dem Englischen von Christiane Burkhardt / Deutsche Erstausgabe / Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm/ ISBN: 978-3-453-35561-3
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 13,50* (* empf. VK-Preis) / Verlag: Diana 

Ginny Selvaggios Leidenschaft ist das Kochen. Bei dem Duft von schmelzender Schokolade fühlt sich die junge Frau geborgen. Das Leben außerhalb ihrer heimeligen Küche hingegen macht ihr oft Angst, denn sie leidet an einer leichten Form des Autismus. Als ihre Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, bricht Ginnys wohlbehütete Welt zusammen. Doch zugleich entdeckt sie, dass eine ganz besondere Begabung in ihr schlummert: Indem sie die Rezepte ihrer verstorbenen Liebsten nachkocht, kann sie deren Geister heraufbeschwören. Und dies bleibt nicht die einzige Magie: Im Schutz ihrer geliebten Küche lässt Ginny den jungen Witwer David in ihr Leben, mit dem sie bald eine zarte Freundschaft verbindet.


 Meine Meinung: 
Das Erste was mir auffiel, war das fast jedes Kapitel mit einem Rezept beginnt. Das diese Rezepte dann auch noch in der Geschichte wieder zu finden sind, war wundervoll, denn so hatte ich eine direkte Verbindung zur Geschichte und zu den Protagonisten. Hier gibt es alles, von Brotsuppe, bis Shortbread, über Punsch  bis zur heißen Schokolade und alles wird eingebaut, gekocht und verköstigt und wenn man dann noch durch diese ganzen wundervollen Rezepte einen liebgewonnen Menschen wieder bekommen kann, ist das natürlich was tolles. 

Ginny ist ein leichter und sehr wohliger Charakter. Sie ist in ihrer Art etwas ganz eigenes und sehr Besonderes und sie zeigt das auch Menschen mit leichten Behinderungen zu wahren Höchstleistungen und wundervollen Dingen im Stande sind. Sie geht schleichend einen Weg in ihr eigenes Leben und damit verbunden ist ein Appell an alle anderen, Menschen die anders sind oder sich anders zeigen nicht aus zu grenzen sondern sie in unsere Mitte mit auf zu nehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen und sich mit zu teilen. 

„Schokoladengeister“ ist wieder eines dieser leichten und sehr ruhigen Bücher in denen es mehr um die Zwischenmenschlichen Beziehungen geht und um das Leben an sich. Wir erleben durch einen wundervoll seichten und liebevollen Schreibstil Trauer, Leid aber auch Glück einer Familie kennen die nicht nur rosige Zeiten durchstehen muss und so kommt es neben den wundervollen Momenten auch zu den Momenten in denen es mal kracht oder in denen sich die Protagonisten die Frage stellen müssen, was für sie im Leben wichtig ist. 

Neben Ginny lernen wir auch noch ihre Schwester Amanda kennen. Für mich haben diese zwei Frauen nichts Gemeinsames an sich. Sie gehen in zwei verschiedene Richtungen und dennoch bilden sie eine Gemeinschaft, die dieses Buch bereichert und die heraus sticht und besticht.
Genauso sticht auch der wundervolle Schreibstil heraus in dem ich einfach merkte wie viel Leidenschaft hinter diesem Buch steckt. Die Autorin die nebenbei auch noch Food-Bloggerin ist spielt in jedem Satz mit der Leidenschaft zu Lebensmitteln und zum Kochen. Ich habe beim Lesen förmlich die Gerichte riechen und schmecken können, so viel Leidenschaft hat sie in ihre Kochbeschreibungen gesteckt. 


„Schokoladengeister“ ist ein Buch für und um das Leben. Hier werden positive und negative Gefühle nicht nur angesprochen sondern auch besprochen und das alles mit einer so starken Liebe zum Kochen gepaart, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Kommentare:

  1. Schöne Rezi :)
    Das Buch hört sich total interessant an, ich habe es sofort mal auf meine Wunschliste gesetzt ;)
    Liebe Grüße,
    Mara

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  2. Hört sich echt gut an. :)

    LG Jessica

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  3. Klingt wundervoll und wird sich mal gemerkt. Hin & wieder sind solche Bücher einfach schön!

    LG, Reni

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