Sonntag, 14. Oktober 2012

R: Wenn auch nur für einen Tag von Annette Moser

ab 14, 1. Auflage 2012
416 Seiten, 12.5 x 18.5 cm
ISBN 978-3-7855-7561-1
Taschenbuch
7,95 € (D)
8,20 € (A)

*** Inhalt ***
Lukas steht vor dem Nichts. Unter Zeugenschutz muss er alles verleugnen: seine Herkunft, seine Familie, sogar seinen richtigen Namen. Erst als er Jana kennen lernt, kann er sein neues Leben langsam akzeptieren.
Jana trauert um ihren Bruder Florian. Um den Schmerz zu lindern, verdrängt sie seinen Tod und verstrickt sich dadurch immer mehr in ein Gewirr aus Lügen.
Keiner von beiden ahnt, dass ihre Schicksale ausgerechnet durch Florians Tod verknüpft sind. Die Lügen drohen ihre Liebe zu zerstören. Dennoch wünschen sich Lukas und Jana nichts sehnlicher, als einmal ungetrübt glücklich sein zu dürfen – wenn auch nur für einen Tag. 

*** Meine Meinung ***

„Wenn auch nur für einen Tag“ schreit förmlich nach Jugendbuch. Einfache Sprache, eingängige Geschichte, lockere Charaktere die etwas leicht tragisches an sich haben, Jugendliche die Intrigen planen, Menschen die wissen wollen wo sie im Leben stehen, die erste große Liebe, die ersten großen Enttäuschungen, Verlustängste, Lügen, Freundschaften, Feindschaften…… Hach ich könnte noch unzählige Dinge aufzählen die in diesem Buch vorkommen. Einiges passt perfekt, manches wirkt etwas zu viel und trotzdem ergibt es ein Gesamtbild das mich durchaus überzeugen konnte. 


Wir werden in das neue Leben von Lukas geworfen, es ist nicht sein richtiger Name und auch sein Onkel Fred ist nicht sein wirklicher Onkel aber er muss es werden. Lukas muss zu Lukas werden. Er muss ein neues Leben beginnen und dieses beginnt in Hamburg. Dort wird er studieren, neue Menschen kennen lernen und was er nicht gedacht hätte, seine große Liebe finden. 

Dann zur gleichen Zeit lernen wir Jana kennen. Sie hat ihren Bruder verloren, wohnt mit ihrer schrillen Cousine Clara zusammen und fängt langsam wieder an am Leben teil zu nehmen. Sie lernt Lukas kennen, denkt er wäre ein Snob aber dann, erfährt sie Dinge über diesen ihr so sonderbar wie auch faszinierenden Jungen die sie zum Umdenken bewegen und sie lässt sich auf eine Liebe eine die ihr alles bringen könnte was sie sich erträumt oder ihr ganzes Leben zerstört. 

Neben der Geschichte von Lukas und der von Jana erfahren wir vieles über eine nicht ganz so tolle Clique die nur auf ihre eigenen Vorteile aus ist, über das Leben von Onkel Fred und seiner Familie und vor allem mehr von Clara die Jana eine riesen große Stütze ist. Da so viele kleine und große Geschichten miteinander verwoben werden, wird es nicht langweilig und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Dazu kommt der Perspektivwechsel in den einzelnen Kapiteln. Mal aus der Sicht von Lukas, dann aus der Sicht von Jana und aus der Sicht von Matteo den wir mit der Zeit mehr und mehr kennen lernen und der am Ende nicht mehr viel mit Lukas gemein hat. Diese Perspektivwechsel werden mittlerweile zu meinen Lieblingen in der Bücherwelt, denn mit keiner anderen Erzählvariante kann man so viele und unterschiedliche Gefühle und Emotionen miteinander verbinden oder so viele verschiedene Eindrücke in eine Geschichte einfließen lassen. 

Kommen wir noch einmal zum Aufbau der Geschichte und zu den beiden Hauptpersonen die zu diesem Aufbau einiges beitragen. Denn am Anfang dachte ich nicht, dass aus Lukas und Jana etwas werden könnte. Jana verschließt sich erst einmal vor Lukas, lässt ihn nur sehr langsam an sich ran und auch Lukas versaut es sich bei Jana nicht nur einmal. Denn Lukas ist kein einfacher Charakter, er ist wütend und verschließt sich in gewisser Weise auch, was ja auch seine Gründe hat. Jedoch macht er es sich dadurch nicht wirklich leicht und lässt seine Wut über sich selbst und seine Situation leider an den falschen Menschen raus. Er hat in meinen Augen nur sehr großes Glück weil das Schicksal in diesem Fall auch noch seine Hände mit im Spiel hat. Denn dann gibt es eine Wende, einen Punkt wo sich beide eingestehen, dass sie sich doch mehr mögen als gedacht und da musste ich erst einmal schlucken. Diese Wende kam für mich zwar nicht plötzlich, hat mich aber nicht wirklich überzeugt und kam mir zu Teenie – rosarote Welt – Kinokitsch rüber. Hier hätte ich etwas ganz anderes erwartet und wurde leider enttäuscht. Das was danach kam wurde jedoch wieder sehr gut aufgebaut und wirkte dadurch auch um einiges glaubwürdiger. Das Ende des Buches war für mich noch mal ein kleines Kitsch – Highlight. Hier wurde noch einmal aus allen Vollen geschöpft und die Freudentränen konnten überlaufen. 

*** Fazit ***
Kann ich bei diesem Buch zu viel verraten? Nö eigentlich nicht denn, denkt man am Ende „So das war es, kommt noch einmal eine kleine Überraschung und noch eine und noch eine…… Also ist dieses Buch am Ende doch etwas mehr wie ein einfaches Jugendbuch. Ich würde es in die mittlere Schiene packen und sagen das es ein Jugendbuch ist, das langsam erwachsen werden will, so wie auch seine Protagonisten. Alles in allem kann ich nicht meckern, ich wurde super gut unterhalten, hatte spannende Lesestunden, eine schöne Lovestory und Charaktere die nicht aalglatt sondern kantig und normal daher kamen. Ich wurde überzeugt, ihr auch?

Alle Rechte an Bild und Inhaltsangabe hält der Loewe Verlag

Kommentare:

  1. Leider wurde ich nicht überzeugt..
    Allerdings nur, weil ich das Buch noch nicht habe!
    Aber ich denke ich werde es mir irgendwann kaufen oder ertauschen ;)

    Schöne Rezi!
    LG ♥

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  2. Klingt nach einem guten Buch, ich werde es mal im Auge halten. Ohne Deine Rezi wäre ich aber wohl nicht darauf aufmerksam geworden, danke!

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  3. Huhu,

    also ich wurde nicht 100% überzeugt. Ich habe es fast in einem Rutsch ausgelesen - auf der Heimfahrt von der Buchmesse + ein Stück zu Hause. Irgendwie musste ich vom Story-/Buchaufbau her leicht an die Fuentes-Trilogie denken. Und da konnte "Wenn auch nur für einen Tag" für mich nicht mithalten. Ich fand es nett zu lesen und es gab auch nette Stellen, aber am Ende bin ich doch etwas Zwiegspalten. Mir fehlte irgendwie das Feuer und viele Infos/Eigenschaften die Jana + Lukas betreffen wurden in manchen Kapiteln wiederholt, wo ich oftmals dachte: wozu war das jetzt wichtig? Das wusste ich doch schon. Und ja, gerade zum Ende hin wurde es richtig übertrieben. Also ich kann dir in vielen Punkten schon zustimmen und ich habe das Buch nicht ungerne gelesen, aber der richtige Kick, das WOW blieb bei mir total aus. Mittlere Schiene passt also auch bei mir und ich weiß noch gar nicht, ob ich über das Buch was schreiben werde.

    Liebe Grüße
    Reni

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  4. @ Jana: Dann musst du es dir ja bald zulegen, damit zu weiß ob es dich überzeugt oder nicht. Viel Spaß beim Lesen ;)

    @ Fabella: Ich fand es auch wirklich gut, klar hier und da ist es schon jugendlich aber wer die Fuentes Brüder gelesen hat und gelegentlich Kitsch nicht ganz abgeneigt ist, wird es mögen. Viel Spaß beim Lesen wenn du es dir zulegen solltest.

    @ Reni: Ach du mit deinen ellenlangen Kommentaren :P Och du willst nichts dazu sagen? Dafür sagst du hier jetzt recht viel, nimm das was du hier geschrieben hast und mach ein Kurzfazit ;)
    Ja es hat seine Schwächen aber ich muss sagen das ich es dennoch schön fand und es gerne gelesen habe. Für mich war das so ein "Hirn aus" Buch. Eins bei dem ich nicht so viel nachdenken muss und das mir einfach ein paar schöne Stunden beschert und ich mich mal ausklinken kann. Sowas brauche ich übrigens für Samstag, da gehts nach Köln "zwei Stunden Bahnfahrt" Da brauche ich auch was ....

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Ja, also ich schreibe gerne lange Kommentare + bekomme sie auch gerne. Dafür habe ich schließlich einen Blog und besuche andere Blogs - zum Austausch. Sonst hätte ich eine Website ohne Komentarfunktion. :P Also von mir wird es zu dem Buch wohl nix geben. Derzeit trete ich kürzer und mag nicht über alles Gelesene etwas schreiben. Und dann hoffe ich mal, du hast die richtige Bahnlektüre für dich gefunden.

      LG, Reni

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