Freitag, 16. November 2012

Großes Weihnachtsgewinnspiel mit Carina Bartsch - Kirschroter Sommer - Teil 3 "Eure letzte Chance"

Heute geht der dritte und letzte Teil des großen "Geplauders" online und ich wünsche euch wieder viel Spaß beim Lesen und beim Zitat suchen "vorsicht, diesmal ist es schwieriger"
Irgendwo im Nirgendwo, eine Buchbloggerin und eine junge Autorin, Fragen und Antworten und ein Gespräch das tief blicken lässt und interessante Sichtweisen auf Kritiker, Buchblogger und die Welt der Autoren aufzeigt. Dieses Gespräch werde ich so schnell nicht vergessen und was sich daraus entwickelt hat auch nicht. Lest selbst was Carina Bartsch, die Autorin von „Kirschroter Sommer“ (Hier geht es zu meiner Rezension) zu ihrem Debüt sagt, wie sie zu kritischen Menschen steht, was sie über uns Buchblogger denkt und entdeckt eine junge Autorin die sehr viel Herzblut in ihr Werkt gesteckt hat und dadurch zeigt wie unglaublich sympathisch sie das macht.
Viel Spaß bei unserem, diesmal sehr kleinen Geplauder: 
Ich - bin dick gedruckt 
Carina - ist kursiv gedruckt  

Teil drei des Geblauders:

"Jetzt habe ich so viel über dich, dein Buch, die Entwicklung der Charaktere erfahren.... Hand aufs Herz - wie schwer war es dein Buch zu veröffentlichen?"

So richtig ehrlich? Also ehrlich ehrlich?
Puh ... Na gut, dann gestehe ich hiermit: Es war sauschwer.
Grundsätzlich ist der Prozess, ein Buch zu veröffentlichen und einen Verlag
zu gründen, keiner, dem man nicht gewachsen wäre. Es bedarf sehr viel
Arbeitsaufwand, Durchhaltevermögen und man muss sich im Klaren sein, dass
man sich eine ganze Menge selbst beibringen muss. Mit genügend Überzeugung
und Bereitschaft ist das alles zu meistern. Das Problem ist aber, dass es
damit noch gar nicht getan ist. Ein Buch zu veröffentlichen, ist nur der
erste Schritt – was danach kommt, ist weitaus schwieriger. Man hat keinen
"Namen" und niemand weiß, dass dein Buch existiert. Man könnte das beste
Buch der Welt geschrieben haben, aber wenn niemand davon weiß, kann es auch
keiner kaufen. Auf sich aufmerksam zu machen, ist ein nicht zu
unterschätzender und schwerer Faktor.
Damit aber nicht genug: Für mich hing an der ganzen Sache eine Menge dran.
Autor ist das, was ich sein möchte, was ich wirklich, wirklich sein möchte.
Schreiben ist meine Leidenschaft und ich könnte mir keinen einzigen Beruf
vorstellen, der mir auch nur im Ansatz das gibt, was mir das
Schriftstellerdasein gibt. Damit einher kommen dann natürlich Fragen: Was,
wenn ich scheitere? Was, wenn niemand das Buch kauft? 

 "Nein du Idiot! Mann, ich war zwei Jahre in dich verknallt - Zwei. Verdammte. Jahre! Du hast mir mein verfluchtes Herz gebrochen, du Arschloch!"

Und was, wenn es doch gekauft wird, es aber
einstimmig für schlecht befunden wird? Natürlich habe ich das Manuskript im
Vorab von vielen Leuten lesen lassen, darunter bekannte und unbekannte, und
auch ein professionelles Lektorat mit sehr positivem Feedback hatte es
gegeben – aber eine Garantie hat man nie und Autoren leiden beim Schreiben
ja bekanntlich gerne ausgeprägt an Selbstzweifeln. Letztere sind bei mir ebenfalls latent
vorhanden und nahmen immer mehr zu, je näher die Veröffentlichung rückte.
Wenn tatsächlich eingetreten wäre, dass alle mein Buch scheiße gefunden
hätten, womöglich hätte ich mich nie wieder getraut, erneut ein Buch zu
veröffentlichen. Ein hohes Risiko. Wie man sieht, stand für mich einiges auf dem Spiel. Und heute, am 24. Oktober 2012, nicht mal ganz ein Jahr später, sitze ich hier und bin,
während ich diese Zeilen schreibe, aktuell auf Platz 5 der
Amazon-ebook-Bestsellerliste. Direkt hinter dem Weltbestseller Fifty Shades
of Grey. Inzwischen sind zigtausende Exemplare von Kirschroter Sommer
verkauft worden. Und nicht nur das, ich bekomme täglich haufenweise
Resonanzen, die teilweise Liebeserklärungen an mein Buch und hundertfache
Danksagungen enthalten.
Im Nachhinein betrachtet habe ich mir selbst zu viel Druck und Stress
gemacht. Aber ich denke, dass alles genau richtig gewesen war. Umso mehr
weiß ich den Erfolg jetzt zu schätzen.
Inzwischen bin ich sogar den Verlagen dankbar, die mein Manuskript damals
abgelehnt haben. Mein Schandtaten Verlag ist eine Erfahrung, die ich niemals
missen möchte und die mich menschlich sehr weitergebracht hat.

„ Platz 5 - das ist der Hammer. Herzlichen Glückwunsch!!!! Was geht dir durch den Kopf wenn du daran denkst? Kann man sowas als selbstverlegende Autorin die vor einem Jahr noch so gut wie keiner kannte, überhaupt fassen?? Wir startet man mit so einem Gefühl oder allein dem Gedanken daran in den Tag??"

Beim alleinigen Platz 5 ist es nicht mal geblieben. Türkisgrüner Winter, die
Forsetzung zu Kirschroter Sommer, schoss von Null auf Platz 13 in die
Amazon-eBook-Bestsellerliste und stand ein paar Stunden später sogar auf
Platz 2. Inzwischen stehen meine beiden Bände direkt hintereinander auf
Platz 5 und 6.
Wie ich das fassen kann? Ganz ehrlich: Ich glaube, ich habe das noch nicht
gefasst. Auf einmal mit dem, was ich liebe, so erfolgreich zu sein, ist
nichts, was ich mal eben verarbeiten könnte. Irgendwo sehe ich es, nehme es
wahr und freue mich sehr darüber, aber ich glaube, so richtig angekommen ist
es noch nicht. Das wird vermutlich noch eine ganze Weile dauern. Aber was
ich definitiv sagen kann: Es macht mich sehr glücklich. Glücklich
und dankbar.

" Hat das Wissen um den Erfolg von Band eins, dich in irgendeiner Weise beim Schreiben von Band zwei beeinflusst?"

Nein, weil Band 2 schon fertig war, bevor von Erfolg bei Kirschroter Sommer
überhaupt die Rede sein konnte. Bei der Überarbeitung habe ich allerdings
konstruktive Kritiken, die ich zu Band 1 bekommen habe, einfließen lassen.
Als Autor hat man nie ausgelernt und es ist immer wichtig, dass man
versucht, sich zu verbessern.

" Du hast deinen eigenen Verlag gegründet, das ist so mutig und bestimmt auch mit extrem viel Aufwand verbunden! Woher hast du die Kraft und den Mut dazu genommen?"

Das ist eine verdammt gute Frage. Ich war einige Male kurz davor, alles
hinzuwerfen. Vor allem zum Schluss, die letzten Monate vor der
Veröffentlichung, hätte ich manchmal gerne alles rückgängig gemacht. Aber
irgendwo habe ich wohl immer gewusst, warum ich all das tue. Schriftsteller
zu werden war mein Traum. Und man kann nicht rumsitzen und darauf warten,
dass er sich von selbst erfüllt. Eine sehr, sehr gute Freundin hat mir zudem
damals mit einer Engelsgeduld immer wieder zugesprochen und mich damit
ungemein unterstützt. Ohne sie wäre ich manchmal aufgeschmissen gewesen.

" Stichwort E-Book!! Was verbindest du mit dem Wort, was denkst du darüber??"

Wer hat sie erfunden und wie kann ich ihm danken?
Überall gibt es die Diskussionen "eBooks vs. gedruckte Bücher". Die
Meinungen gehen sehr auseinander. Die einen mögen eBooks, die anderen
verweigern sie strikt und wieder andere sind für beides offen. Ich gehöre
als Leser der letzten Gruppe an. eBooks haben durchaus praktische Vorzüge,
aber Bücher, die ich mag, werde ich mir immer auch gedruckt zulegen. Die
muss ich einfach im Regal stehen und zum Anfassen haben. Als Schriftsteller
lernt man die Erfindung von eBooks aber noch mal auf eine ganz andere Weise
zu schätzen: Sie geben Autoren wie mir eine Chance. Eine Chance, die ich auf
dem Buchmarkt sonst niemals gehabt hätte. Ich hätte nie erfahren dürfen,
dass es tausende Menschen gibt, die meine Geschichten lieben, hätte nie
erlebt, was ich heute erleben darf. Ohne die Erfindung von eBooks und
Veröffentlichungs-Plattformen wie Amazons Kindle-Direct-Publishing würde ich
noch heute im stillen Kämmerlein schreiben und vermutlich 5 Bücher im Monat
verkaufen.

" Auf Books a Week und bei Jessis Bücherkiste wird in den kommenden Wochen eine Aktion starten mit dem Namen "Junges Blut", bei der junge Autoren, selbstverlegende Autoren, weniger bekannte Indie Autoren vorgestellt werden sollen und die Chance bekommen in der Bloggerwelt auf ihre Werke aufmerksam zu machen. Wie findest du die Idee und was würdest du dir für diese Aktion wünschen? Was denkst du, ist gerade für junge, aufstrebende Autoren am wichtigsten?"

Ich finde die Idee genial, Jessica. Sie ist wirklich grandios und ich hoffe,
dass sich davon noch viele andere Blogger inspirieren lassen. Bücher sollten
nicht nach dem Verlagslabel bewertet werden, sondern nach dem Inhalt. Ich
finde es toll, dass viele Leser Indie-Autoren offen gegenübertreten; ich
habe damals mit viel mehr Vorurteilen gerechnet. Zum Glück wurde ich da
wirklich eines ganz anderen belehrt. Solche Aktionen wie deine sind Gold
wert
und ich wünsche mir, dass dadurch talentierte Autoren entdeckt werden und
endlich verdiente Aufmerksamkeit bekommen.

" Was wünschst du dir für die Zukunft und was erhoffst du dir in Zukunft für die Bücherwelt und die Autorenwelt da draußen und vielleicht auch für die Blogger ;) ????"

Im Moment sieht es so aus, dass das Jahr 2013 sehr aufregend für mich werden
könnte. Es sind viele Dinge in Bewegung gekommen, ich habe keine Ahnung, was
alles passieren oder nicht passieren wird. Ich versuche auch gar nicht
darüber nachzudenken und werde einfach alles auf mich zukommen lassen und es
so nehmen, wie es eben sein wird. Ich wünsche mir, dass ich - was auch immer
passiert - es gut meistern werde.

Für die Autorenwelt wünsche ich mir, dass mehr aus Liebe und Leidenschaft
geschrieben wird und weniger für Geld. Und dass Autoren, die Erfolg verdient
haben, ihn auch bekommen werden. Außerdem wünsche ich mir weniger Neid und
Missgunst
unter den Autoren. Da gibt es leider sehr viele Fälle und eigentlich sollte
man doch zusammenhalten und nicht gegeneinander agieren.

Für die Buchblogger wünsche ich mir, dass sie genauso weitermachen, ihre
Leidenschaft fürs Lesen und Rezensieren nie verlieren und sich vielleicht
mal öfter auf die Schulter klopfen. Ganz ehrlich, Buchblogger sind eine
riesen Unterstützung für Verlage und Autoren - je kleiner der Verlag oder
der Autor, desto größer der Effekt.
Mein egoistischer Wunsch an die Buchblogger wäre, dass ich weiterhin ein
gern gesehener Gast bin und hin und wieder mit euch schnacken darf. Ich
liebe den Austausch Leser/Autor, davon kann ich viel lernen und nicht
zuletzt verbindet uns eine große Leidenschaft: Die Liebe zum geschriebenen
Wort.


So habt ihr das Gespräch aufmerksam gelesen? Dann schaut es euch doch noch einmal ganz genau an, denn irgendwo in diesem Gespräch habe ich einem etwas zu groß geratenen Absatz einen Spoiler versteckt (Tipp: Den Text zu makieren könnte helfen). Einen Zitat aus „Kirschroter Sommer“. Insgesamt wird es am Ende der Plauderrunde drei Zitate geben. Wer also alle drei Zitate sammelt, bekommt drei Lospunkte, zwei Zitate = zwei Lospunkte und ein Zitat = nur ein Lospunkt. Verstanden? Um größere Chancen zu haben müsst ihr euch einfach nur alle drei Interviews (alle zwei Wochen ein neues) genau durchlesen. 

Gewinnen könnt ihr "zwei handsignierte Bücher von Carina Bartsch und drei E-books im Wunschformat" und noch ein bisschen mehr, aber das verrate ich heute noch nicht (also gibt es mehr als einen Gewinner). Ausgelost wird Anfang Dezember, damit euer Gewinn pünktlich zu Weihnachten bei euch unter dem Baum liegt. Das ist doch mal was oder?? Also sucht alle fleißig mit und wenn ihr das Zitat gefunden habt, schreibt mir eine Mail an: booksaweek@gmx.de mit dem Betreff: Gewinnspiel Kirschroter Sommer und eurem Nicknamen sowie eurem richtigen Namen. (Bitte verwendet immer die gleiche E-Mail Adresse, sonst finde ich euch am Ende nicht mehr wieder)
 
Das war der letzte Teil dieses Gewinnspiels, am Freitag den 30.11. werde ich die Gwinner auslosen. Ich wünsche euch allen ganz viel Glück und drücke jedem von euch die Daumen ;) 

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