Montag, 19. November 2012

R: Die Stadt des roten Todes - Das Mädchen mit der Maske von Bethany Griffin

*** Klappentext ***

Eine junge Frau zwischen Licht und Schatten, zwischen Leben und Tod
Die Stadt ist von der Umwelt abgeschnitten, ganze Straßenzüge liegen in Ruinen. Der Regent feiert wilde Feste, während die Bevölkerung von einer schrecklichen Seuche dahingerafft wird. Nur eine kleine Oberschicht kann sich durch kostbare Masken vor der Krankheit schützen. So auch die junge Araby. Doch unter der Last einer großen Schuld sucht sie Vergessen in den Nachtclubs der Reichen. Dort begegnet ihr der faszinierende, verführerische William. Und Elliott, tollkühn, ein Revolutionär. Beide werben um Araby. Und sie muss sich entscheiden, ob sie sich dem Leben stellen und kämpfen will. Um ihre Liebe. Um Vergebung für ihre Schuld. Und um die Zukunft.

*** Zum Buch ***

Originaltitel: Masque of the Red Death
Originalverlag: Greenwillow/HC
Aus dem Amerikanischen von Andrea Brandl

Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-47819-4
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

Verlag: Goldmann
*** Meine Meinung ***
Dieses Buch, hat mich wirklich Nerven gekostet! Warum? Weil ich gefesselt war von der Story, den Protagonisten und dieser ansteckenden allgegenwärtigen Melancholie. Ich liebe melancholische Bücher, oder die, die es mit jeder Zeile mehr und mehr werden. Warum das so ist weiß ich nicht genau aber sie treffen bei mir einen Nerv und dann lassen sie mich einfach nicht mehr los. So geschehen auch bei dieser Lektüre.

Schon nach wenigen Seiten, wusste ich dass ich hier etwas vor mir hatte das zwar nicht ganz neu aber interessant und spannend werden würde. Ich wurde hineingeworfen die die Welt von Araby, die in einer Stadt lebt in der die Menschen von einer Seuche dahingerafft werden. Nur eine kostbare Maske aus Porzellan kann die Menschen vor der Seuche retten aber nur die Wenigsten können sich diese Leisten. Araby und diese Maske verbindet von Anfang an etwas sehr persönliches, dazu kommt ein tiefsitzender Schmerz der Araby dazu bringt sich regelmäßig mit Drogen ab zu schießen, nur um endlich vergessen zu können. Araby ist diejenige, die für mich diese Melancholie mitgebracht hat. Sie macht dieses Buch einerseits sehr schwermütig und traurig, schafft es aber auch Leichtigkeit aufkeimen zu lassen und so hin und wieder zu überraschen. Araby ist eine sehr vielschichtige Hauptcharakterin die mir sehr gut gefallen hat. Sie ist keins dieser hilflosen Prinzesschen, auch wenn sie anfangs so wirkt. Je mehr man von ihr erfährt, je durchschaubarer und angenehmer wird sie.

William und Elliott sind zwei Männer die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Eine kommt aus der Unterschicht und versorgt neben der Arbeit seine zwei Geschwister, der Andere kommt aus dem Königshaus und ist ein Denker und Snob. Beide so unterschiedlich sie auch sind, vereint eine Sache - die Liebe/Zuneigung zu Araby. Beide bemühen sich sehr um sie, jeder auf seine Weise und wurden dadurch auch für mich immer interessanter. Einerseits mag ich Dreiecksgeschichten nicht, andererseits finde ich sie jedoch ganz interessant, da sie der Geschichte den gewissen Kick geben und hier und da ein bisschen aufrütteln. So auch hier. Wurde es etwas zu trocken oder zu melancholisch, geschah in dieser Beziehungsgeschichte wieder etwas, dass alles auflockerte und mich wieder packte.

Seuche, ein Mittel das helfen kann, Ober- und Unterschicht.... Nichts Neues aber dennoch spannend und fesselnd. Was würden wir tun? Was würden wir anders machen? Würden wir uns auch wieder von nur einem König anführen lassen? All diese Fragen ratterten in meinem Kopf umher als ich dieses Buch las. Die Geschichte packte mich, machte mich süchtig und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Allein dies ist ein Grund dafür, dass ich dieses Buch weiter empfehle. Die Mischung aus einer packenden Story, vielschichtigen Charakteren und einem sehr angenehmen und vor allem sicheren Schreibstil, machen dieses Buch für mich perfekt. Am Schreibstil hat mir besonders die Art der Rückblicke gefallen, sie fließen in die momentan stattfindende Story mit ein und dadurch, dass das gesamte Buch aus der Sicht von Araby geschrieben ist, bekommt es diese persönliche und sehr reale Sichtweise.

Fazit: "Die Stadt des roten Todes", allein dieser Titel verspricht schon viel und ich hatte Angst, dass die Geschichte nicht halten kann was versprochen wird. Aber sie kann es.

Kommentare:

  1. wow, das klingt wirklich super und ganz nach meinem Geschmack. Lese hier bei Dir zum ersten Mal davon. Muss ich mal nach Ausschau halten, danke!

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    1. Bitte Bitte, Ich fand es klasse und es konnte mich gut unterhalten, würde mich freuen wenn es auch bei dir so viel anklang findet ;)
      LG Jessi

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  2. Auf das Buch warte ich schon eine halbe Ewigkeit :) Schön das es dir so gut gefallen hat.

    LG
    Anja

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    1. Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Lesen wenn du es dann hast.
      LG Jessi

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  3. Das Buch würde mich auch noch interessieren und deine Rezi klingt wirklichen vielversprechend. Ist das Buch dystopisch?

    LG Lielan ♥

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    1. Danke,
      Mit dem Begriff "dystopisch" würde ich hier gerne aufpassen, daher habe ich ihn nicht direkt erwähnt. Ich weiß nicht wirklich wie ich es einordenen soll. Beim Lesen jedenfalls abe ich das Wort Dystopie ganz weit nach hinten geschoben und einfach nur genossen und gelesen.
      LG Jessi

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