Sonntag, 2. Dezember 2012

R: Hades von Alexandra Adronetto


Der finstere Jake Thorn ist zurück in Venus Cove, und er hat nur eins im Sinn: den Engel Bethany endlich für sich zu gewinnen. Geschickt lockt er sie in eine Falle und entführt sie in sein Reich – Hades, die Hölle. Dort schlägt er ihr einen schrecklichen Handel vor: Wenn Bethany als seine Geliebte bei ihm bleibt, will er Xavier verschonen – ansonsten muss er sterben. Wie soll Bethany ein solches Opfer bringen, wenn es bedeutet, für immer von Xavier getrennt sein zu müssen? Und wie lange kann ein Engel überhaupt in der Hölle überleben?





*** Zum Buch ***

rororo rotfuchs
Hardcover, 496 S.
01.11.2012
17,95 €
978-3-499-21601-5

*** Meine Meinung ***


Der Himmel ist Liebe, die Hölle ist Hass? Ob das alles so stimmt weiß ich nach diesem Buch nicht mehr so ganz. Auf jeden Fall wurde dieser Teil etwas spannender als der erste Teil. Es geht in die Hölle, es gibt eine Entführung und es wird mit den unterschiedlichsten Moralvorstellungen gespielt. Bevor man dieses Buch in die Hände nimmt muss man jedoch den ersten Teil gelesen haben. Dann weiß man auch ob man mit dem übermäßigen Kitsch zurechtkommt und ob man es verkraften kann, dass die Liebe aus jedem einzelnen Wort springt.

Hades ist obwohl es schon sehr kitschig wirkt, an manchen Stellen sogar etwas düster und rau. Hier und da vermischen sich Gut und Böse zu einen Brei der einerseits bitter und dann wieder süß schmeckt und das Gefühl von völliger Sättigung und Zufriedenheit vermittelt. Konnte mich Halo durch seine unglaubliche Süße mitreißen, ist es hier der leicht bittere Geschmack, der beigefügt wurde, der mich das Buch nicht mehr aus den Händen legen lies. Hades hatte im Moment all das was ich brauchte: eine Liebesgeschichte die runter geht wie Öl, fiese und gute Charaktere die mich nicht überforderten aber auch nicht unterforderten, ein Setting das so wundervoll beschrieben wurde, dass ich dachte ich würde mitten drin stehen und eine Grundidee die nicht plump aber einfach daher kam und mich so weder langweilte noch aufregte. Ein wundervoller Misch Masch. aus allem was ein einfaches Jugendbuch bieten sollte.

Neben altbekannten Charakteren kommen viele neue Charaktere dazu. Aber diese ganzen Charaktere wirken perfekt in dieser Geschichte. Alles passt genau zusammen wie ein gutes Puzzle. Neben Jake, kommen natürlich auch wieder Bethany und Xavier zum Zug. Alle Charaktere haben in diesem Teil ihr Päckchen zu tragen, müssen mit ungewohnten Situationen zurechtkommen oder ihre Moralvorstellungen überdenken. Bethany wirkt meiner Meinung nach nicht mehr so ganz keusch. Dass sie ein Engel ist, wird auch in diesem Teil schnell wieder in den Vordergrund gerückt, aber sie wirkt offener und nicht mehr ganz so klein und unschuldig süß. Dann haben wir Xavier, der auch zeigen muss dass mehr in ihm steckt. Wirkte er in Halo noch sehr ungläubig und jung, hat er in diesem Buch ein bisschen mehr Mitspracherecht und steht leicht seinen Mann. Dann haben wir Jake, der sehr von sich selbst eingenommen ist. Er ist der strahlende Charakter, der sofort auffällt und den man so schnell einfach nicht mehr loswird. Er ist teuflisch und trotzdem sympathisch. Ein perfekter Mix aus allem was ich gerne lese.

Alexandra Adronetto hat einen ganz wundervollen Schreibstil. Zu Halo schrieb ich "Für mich sehr positiv zu bewerten war der schöne und flockig leichte Schreibstil. Das Buch liest sich wie geschnitten Brot und das ist bei 560 Seiten sehr positiv. Ich brauchte nicht lange dafür und wurde ohne holpern und stolpern durch die Geschichte geführt. Auch die nicht zu ausladenden Dialoge haben mich gut unterhalten und konnten für mich gerade in den Highschool Szenen genau den richtigen Inhalt sowie das Gefühl der Situation herbeiführen." Das kann ich auch für Hades genauso unterschreiben. Wieder einmal wurde ich schnell durch dieses Buch geführt und das mit einem sehr poetischen und ausladenden Schreibstil. Mit ausladend meine ich, dass diese Autorin wundervolle Szenen schreiben kann, sie beschreibt einfach alles, jedes noch so kleine Detail und dadurch fühlte ich mich überall direkt wohl und fast schon wie zu Hause. Einfach perfekt.

Fazit: Wie auch bei "Halo", sollte man bei "Hades" keine hochtrabende Literatur erwarten. "Hades" ist ein wundervolles Buch das trotz seiner Einfachheit überzeugt und mit viel Kitsch und Pomp eine Geschichte erschafft, die einfach zu lesen ist. "Hades" ist keine hohe Kunst der Literatur, trotzdem überzeugt dieses Buch und ist genau das Richtige für all die, die mal was Einfaches lesen wollen ohne überfordert zu werden. 


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