Samstag, 28. Juli 2012

Wie mein Blogg mich zerfraß und wieder aufbaute

 Keine Bilder, nur die nackte Wahrheit!!

Die Welt vor und hinter dem Blogg – Ich mach mich nackisch!!!!
Nein ich zeige euch jetzt keine Aktaufnahmen von mir, ich will euch nur mal was erzählen und vielleicht findet der ein oder andere sich ja selbst wieder ;)

Vor 6 Jahren eröffnete ich meinen ersten Blogg. Ich war begeistert von der Idee ein Tagebuch im Internet zu führen und jedem zeigen zu können was ich so drauf habe und natürlich machte es auch Spaß mal in die Leben anderer zu schauen. Ich eröffnete einen Modeblogg. Es lief wie am Schnürchen, ich hatte schnell extrem viele Leserinnen und meine Mode war etwas extravagant aber tragbar, genauso wie meine Frisuren und mein Make Up. Ich hatte richtig Spaß daran aber dann geschah etwas das mich ganze 100 Schritte zurück laufen lies. Ich hatte keine Zeit mehr, der Blogg verschlang mein Privatleben und mein eigenes Ich. Ich passte mich meinen Leserinnen an, ihren Gewohnheiten und ihren Bedürfnissen. Meine eignen blieben dabei immer mehr auf der Strecke und als ich meine Leserinnen davon in Kenntnis setzte, das ich eine Auszeit brauche straften diese mich wirklich sehr schlimmen und teilweise auch sehr vulgären E-Mails und Kommentaren. Diese Zeit war schrecklich, kein Tag verging ohne irgendwelche Hassbotschaften oder verärgerte Leserkommentare. Wenn ich einem Kommentar abgab in dem ich nochmal alles schilderte wurde es noch schlimmer. Dies zog sich ganze vier Wochen lang hin und Ich beschloss ermutigt durch meinen Freund und entmutigt durch meine Leserinnen auf zu hören. Ich schloss den Blogg, löschte alle damit verbundenen Konten und E-mail Adressen und verschwand aus dem WWW und wollte nie mehr etwas damit zu tun haben.

(Dies ist kein Angriff auf die Welt der Modeblogger, es sind nur meine Erfahrungen und mein Bericht darüber wie ich damit umgegangen bin - ich habe nichts gegen Modeblogger "im Gegenteil, ich verfolge sogar einige Bloggs" aber dies ist ein kleiner, sehr persönlicher Bericht über meine Erfahrungen in der Bloggerwelt)

Aber ich hatte immer noch meine Rezensionen, die auch schon vorher auf dem Modeblogg veröffentlicht habe. Ich wusste nicht was ich weiterhin machen soll und so beschloss ich nach einer langen Zeit einen neuen Blogg zu eröffnen. Ich hatte schon einige Buchbloggerinnen kennen lernen dürfen und durch ihre Hilfe und Unterstützung entstand „Books a Week“. Ich wollte alles so einfach wie möglich aufziehen, dass was ich vorher hatte wollte ich vergessen und komplett neu starten, mit neuen Fehlern und neuen Freuden. Alles auf Anfang hieß meine Devise. Und sie ging auf. Ich konnte bloggen ohne Stress, ohne Druck, ohne das Gefühl ständig präsent zu sein und das Bloggen machte mir auf einmal auch wieder Spaß. Ich hatte wieder Freude am Schreiben, kam zu meinen alten Wurzeln zurück und entdeckte mich jeden Tag ein Stückchen neu. 

Das Bloggen hat mir eine Welt gezeigt in der wir entweder verlieren oder gewinnen können. Ich habe verloren und momentan bin ich wieder am Gewinnen. Meine Leser die ich jetzt habe strafen mich nicht wenn ich mal keine Zeit habe, im Gegenteil, sie bauen mich auf, geben mir die nötige Kraft und unterstützen mich. Leser und Blogger müssen eine Symbiose eingehen – das habe ich in der Welt der Buchblogger gelernt und leider in der Welt der Modeblogger nicht erfahren. 

Aber das war die Welt vor dem Blogg, jetzt kommt die Welt hinter dem Blogg und die sieht ganz anders aus. Wenn ich nicht blogge bin ich eine Erzieherin die mit ihren 20 Kitakindern durch dick und dünn geht. Ich liebe es mit den Kleinen zu basteln und ihnen vor zu lesen. Ich gehe in meiner Arbeit auf und kann abschalten. Mein Beruf ist meine Ruhe Oase und ich glaube das können die wenigsten von ihrer Arbeit behaupten. Aber wenn ich nicht arbeite liebe ich nicht nur das Lesen sondern auch das Schreiben. Ich habe früher hauptsächlich für mich geschrieben, jetzt schreibe ich für alle die es lesen wollen. Ich schreibe um meine Seele zu befreien und feile an sehr vielen verschiedenen Projekten. Momentan widme ich mich einem erotischen Roman mit Pin up Einflüssen – Wieso Pin up? Tja das ist eine lange Geschichte die hier nicht hingehört aber so viel – ich liebe den Stil und ich bin ein riesen Fan der 50er und 60er Jahre. Wenn man mich auf der Straße sieht würde man nie vermuten das ich Buchbloggerin bin geschweige als Erzieherin arbeite. Doch halte ich die Bloggerseite in meinem privaten Leben streng geheim. Es gibt nicht viele die davon wissen und es sollen auch gar nicht viele davon wissen. Ich möchte etwas haben das nur mir gehört, in dem nicht viele herumstreichen, mitmischen und sich einmischen. Ich möchte eine Welt haben die ich bestimmte und das gelingt mir mittlerweile sehr gut. Klar könnte ich jedem davon erzählen, aber was bringt mir das? Rein gar nichts und so freue ich mich wenn ich einen Bereich habe der wirklich nur mir gehört. 

Ich habe mal einer Freundin gesagt dass der Blogg im Moment mein Leben ist, aber mein Leben ist auch ein Blogg. Ich schaffe es jeden Tag ein Update in meinem Leben zu machen, neue Eindrücke zu sammeln und diese in mein Leben zu verankern. Ich bin mein eigenes Tagebuch, ich bestimme was ich hineinschreibe und was ich wieder lösche und so sollten wir es auch mit unseren virtuellen Tagebüchern halten. Wir sind die Autoren unseres Lebens – dem Leben vor und hinter dem Blogg.

"Unhappy Ending" - eure Geschenketipps

So die erste Runde von „Geschenketipps von Bücherjunkies für jedermann“ hat ja wirklich wunderbar funktioniert und ich habe von euch wirklich tolle Tipps erhalten. Einiges kam per Kommentar, einiges aber auch per E-Mail und was mich sehr erstaunt hat, war das viele Bücher doppelt und sogar dreifach oder vierfach genannt wurden. Mensch die sind euch wirklich stark in Erinnerung geblieben. Aber wollen wir uns gar nicht mit langem Gelaber aufhalten. Ihr wollt bestimmt sehen was alles genannt wurde oder? 

Also dann fangen wir doch mal an: Das Thema war Unhappy Ending und damit war so ziemlich alles gemeint, was wirklich ein fieses und gemeines Ende hat. Einen Cliffhanger, einen Tod oder einfach nur ein total trauriges Ende. Bücher die wir auch manchmal brauchen und von denen es vor allem in einem Genre ziemlich viele gibt wie ich feststellen musste. 

Alle gezeigten Bücher werden unten im Post noch einmal verlinkt:
 
So links könnt ihr die Bücher sehen (ich weiß es ist zu klein geworden :( ) die einerseits ich gefunden und auch mit euren sehr vielen Stimmen ausgesucht wurden. Teilweise erste Teile einer Trilogie oder Einzelbände: „Die Wand“ und „Das Leuchten der Stille“ waren mir bis dato noch nicht bekannt, aber ich habe sie jetzt gelesen und muss sagen, dass vor allem „Die Wand“ ein echter Geheimtipp ist und mich sehr beeindrucken konnte. „Das Leuchten…..“ war mir ein bisschen zu schmalzig aber das muss bei Sparks anscheinend so sein ;) Dann kommen wir doch mal zu meinen persönlichen Highlights mit schrecklichem Ende: Da wären „Der Märchenerzähler“ dessen Ende man eigentlich vorhersehen kann, es einen aber dann doch umhaut und atemlos zurücklässt. Genauso erging es mir bei dem Buch „Forbidden „ und „Die Bücherdiebin“. Absolute extrem Highlights für die sehr viele gestimmt haben und auch mich sehr mitreißen konnten und deren Ende ich so nicht erwartet hatte waren „Daughter of Smoke and Bone“, „Ashes – Brennendes Herz Bd.1“ sowie das Highlight 2012 „Dark Canopy“. Jeder dieser Autorinnen würde ich für dieses Filmreife Ende gerne einen Buch Oscar verleihen. Aber auch alle anderen Bücher die ich jetzt nicht genannt habe, sind sehr lesenswert und ein Tipp für jeden, der er gerne etwas traurig haben möchte.


 
Dann schauen wir uns mal diese Bücher an: Auf dem ersten Blick mag man vielleicht denken „Wo ist da ein trauriges Ende?“ ….traurig enden diese Bücher nicht gerade aber sehr melancholisch und gerade bei der Panem Reihe habe ich mich mit dem Ende von Teil eins und zwei nicht anfreunden können und war am Ende etwas betrübt. Genauso erging es mir bei allen Büchern die hier stehen: Das Ende ist nicht unhappy weil einer stirbt oder eine Katastrophe passiert, sondern weil sie uns Leser mit einem leeren Gefühl zurück lassen. Sie haben Cliffhanger oder Enden so verzwickt, dass man nicht weiß wie es weitergehen soll. Viele viele Stimmen wurden vor allem für „Ruht das Licht“, „Die Auswahl“ und „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ abgeben und immer wieder stand dabei: „Ich war fertig, wie kann man ein Buch so enden lassen „schieeeef“?“




So dann kommen wir doch mal zu den Filmen: Also 1. ALLE Nicholas Sparks Verfilmungen……!!!!!!!! Mit denen habt ihr mich überhäuft. Die müssen alle so was von traurig sein und teilweise ein echt mieses Ende haben….hach ja. Aber ich habe auch noch ein paar andere Filme finden können und diese konnten mich und euch bis jetzt am Meisten beeindrucken und ich bin hin und weg weil so viele das Gleiche gerne schauen wie ich „oO“ Bei diesen Filmen ist Taschentuchalarm angesagt auch wenn sie auf dem ersten Blick gar nicht so aussehen. „Braveheart“ kommt hart daher und trotzdem muss ich auch nach dem 10. Mal schauen am Ende heulen wie ein Schlosshund. Genauso ergeht es mir jedes Mal bei „Anna Karenina“ und „West Side Story“. Die Filme „Remember me“ und „Abbitte“ entpuppten sich für mich als ein reiner Glücksgriff und ein Film der zwar kein offensichtlich trauriges Ende hat, habe ich erst vor kurzem gesehen und ist „Brothers“. Hier leider nicht vertreten, aber ich wollte ihn euch nochmal ans Herz legen.


So das waren eure und meine Tipps, vielleicht ist was Neues dabei, vielleicht wurde bekanntes wieder ins Gedächtnis zurück gerufen, oder ich habe eure Fantasie anregen können.  

Mir ist aufgefallen, dass viele Bücher mit einem Cliffhanger oder einem traurigen Ende eher aus dem Jugendbuchbereich kommen. Woher kommt das? Könnt ihr mir das beantworten?
Und: WIESO  TUN  WIR  UNS  DIESE  „UNHAPPY  ENDINGS “  EIGENTLICH   IMMER  WIEDER  AN ?????

Alle Bücherlinks auf einem Blick: 

Donnerstag, 26. Juli 2012

R: "Ich fürchte mich nicht" - Tahereh Mafi

"Das Buch "Ich fürchte mich nicht" war für mich ein Mix aus Faszination und Entsetzen."

Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...



Meine Meinung:
Das Buch "Ich fürchte mich nicht" war für mich ein Mix aus Faszination und Entsetzen. Ich weiß nicht recht wie ich diese Rezension anfangen soll und so gliedere ich sie einfach mal in drei große Stücke. Erst einmal betrachten wir uns doch den Schreibstil, die Sprache des Buches. Diese konnte mich direkt fesseln, sehr Metaphernreich und ausdruckstark, teilweise sogar verstörend echt und sehr selbstkritisch, sehr poetisch und dann wieder sehr rotzig und kantig. Ein Mix aus strenger Hingabe zur Sprache und dem Gebrauch von schlimmsten Satzstellungen und regelrechter Satzbauverachtung. Ein Mix der mich direkt in seinen Bann zog und mich nicht mehr los lies. Dieser Mix schaffe es mich an dieses Buch und seine Autorin zu glauben und weiter zu lesen und über so manchen Stolperstein hinweg zu sehen. 

Denn betrachten wir die hier sehr stark fokussierte Liebesgeschichte wollte ich so manches Mal einfach nur reiß aus nehmen und den Zug nach Unromantic City wählen. Denn was anfangs noch sehr steril herüber kam wurde dann doch schnell zu einer Schmalzlocke Delux. Unsere Hauptprotagonistin sehnte sich in jedem zweiten Satz nach einer Berührung (ja sie darf nicht berührt werden und wurde noch nie berührt, aber ER muss und soll sie berühren doch - OHHH er darf sie nicht berühren "hmmmmm") verachtet ihn für seinen Verrat, dann rennt sie ihm wieder hinter her und irgendwie wurde es mir dann doch ein bisschen zu viel und zu romantisch. Ich bevorzuge die unterschwellige Romantik in dem der noch so kleinste Körperkontakt zu einer wahren Ekstase der Gefühle ausartet und das hat mir hier gefehlt. Hier wurde geprotzt und nicht gekleckert und naja es ist nicht mein Fall aber ich könnte auf Anhieb 20 Mädels nennen die es lieben würden ;)

Dann der dystopische Effekt. Soll dieses Buch eine Dystopie sein? Ja oder? Denn Anfangs tat ich mich mit dieser Bezeichnung noch etwas schwer. Ich weiß nicht aber ich konnte es lange, lange Zeit nicht in diese Kategorie einordnen. Es war mehr ein normales Buch für mich mit sehr fantasiereichen Aspekten und einer sehr interessant klingend und durchgeführten Story mit einem rosaroten Faden. Ein Buch in dem zwar gegen etwas gekämpft wird und die Welt anscheinend sehr zerrüttet ist, aber es war für mich keine Dystopie. Es dauerte lange bis ich diese Bezeichnung fast akzeptieren konnte und noch jetzt sträube ich mich dieses Buch so zu betiteln. Ich glaube, dass ich darüber noch eine Weile nachdenken werde und dass dies mich noch einige graue Haare kosten wird. 

Wer jetzt denkt "Mensch, die sagt ja gar nichts Gutes....." der irrt sich. Ich habe schon viele gute Dinge über dieses Buch gesagt. Aber ich habe noch nicht das hier gesagt: Dieses Buch ist wirklich lesenswert. Seit "Die Bestimmung" und "Dark Canopy" habe ich nicht mehr so viel über ein Buch nachgedacht und das hat sehr viel Positives zu bedeuten. Dieses Buch wusste mich gut zu unterhalten und hat von mir das Prädikat "Extrem Lesenswert" wahrlich verdient. Wundervolle Lesestunden am Badesee und tolle Lesestunden auf der heimischen Couch inklusive toller Dialoge und interessanter Schreibweise haben dieses Buch für mich zum Genuss gemacht.
Also viel Spaß und wer es schon gelesen hat...... HER MIT EUREN MEINUNGEN !!!!!!!!


Mehr zum Buch:
Originaltitel: Shatter me
Originalverlag: HarperCollins
Aus dem Amerikanischen von Mara Henke
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31301-3
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)

Verlag: Goldmann

Weitere Ausgabearten:
» Hörbuch Download » eBook

Samstag, 21. Juli 2012

Die Mischung machts ....

Ein bisschen Fantasy, ein bisschen Erotik, ein bisschen Thriller, oh eine Brise Krimi, ein Krümelchen, Romantik, einen guten Schuss Paranormal Fantasy, eine große Portion Jugendbuch und das alles gut rühren, schütteln  und durchkneten und wir bekommen – meinen Buchgeschmack.
Jeder liest etwas anderes, jeder hat seinen ganz eigenen Geschmack und jeder hat ein anderes Leseverhalten aber was mir noch nie begenet ist, ist ein Mensch der nur auf ein Genre fixiert ist und das sein Leben lang. 

Wir alle lesen eine Richtung besonders gerne.  Der eine mag mehr Thriller, der andere steht eher auf die romantischen Bücher und der nächste möchte am Liebsten nur Jugendbücher lesen. Und trotzdem wechseln wir alle irgendwann mal das Genre. Betrügen unser Lieblingsgenre mit etwas Neuem, entdecken so neue unbekannte Welten oder tauchen in etwas ein, dass uns vor langer Zeit viel Freude bereitete und ganz in Vergessenheit geriet. So war es auch bei mir. Ich wurde von einer leidenschaftlichen Jugendbuchleserin zu einer noch leidenschaftlicheren Romantic-Erotic-Paranormal-Fantasy Leserin. Alle Bücher die in diese Sparte vielen waren mein und so wuchs auch meine LYX Sammlung ins unermessliche. Ich verschlang Reihe um Reihe und liebte diese Bücher heiß und innig. Es ganb nur noch Leseabend, der Fernseher wurde links liegen gelassen und ich war in meinem Element. Ich steckte auch meine Mutter damit an und so freuten wir uns über jedes neue Buch das wir finden konnten.

Aber dann passierte es: Die Jugendbücher schlugen wieder zu. Ich kann nicht mehr genau sagen mit welchem Buch es los ging aber ich glaube es war „Die Auswahl“, von da an krempelte sich meine komplette Lesegewohnheit um. Mehr und mehr nahmen die Jugendbücher einen Großteil meines Buchregales ein und meines Buchliebhaberherzens. Sie kamen langsam und haben zwar noch nicht gesiegt müssen sich aber den Platz mit all meinen anderen Lieblingen teilen. Die Jugendbücher weckten etwas in mir, was die anderen Bücher nicht wecken konnten. Klar ist ein sexy Seal nicht zu verachten, auch ein hocherotischer Leopardenwandler würde nicht vor meiner Tür versauern müssen, aber sie konnten nicht alles befriedigen. Ich glaube es war einfach das Gefühl von Jugendlichkeit, der ersten Liebe, den Gefühlen des erwachsen werdens und dann natürlich die teilweise auch sehr spannenden Welten die in Jugendbüchern geschildert werden. Ich habe manchmal das Gefühl das man den jungen Menschen in Jugendbüchern eine größere Bandbreite an Gefühlen und Fantasie zusprechen kann, die Autoren können sich mehr austoben und ihre Charaktere dürfen Fehler machen, die erwachsene Charaktere nicht machen können . 

Für mich steht die Mischung der Genres groß im Vordergund. Ich habe für mich festgestellt, dass ich es nicht mehr kann nur Bücher aus einem Genre zu lesen, sondern die große Vielfalt brauche und auch suche. Seitdem bin ich zufriedener, mein Buchhorizont hat sich unglaublich erweitert und ich schliddere jetzt schon auf eine neue Welle zu die mir natürlich auch wieder neue Lektüre verschaffen wird. Aber ich bin froh darüber, kann mich austoben und habe das Gefühl offener geworden zu sein und experimentierfreudiger. Ich greife auch mal zu Büchern die mich früher wahrscheinlich niemals angesprochen hätten und nun bin ich begeistert von ihnen.

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr nur Bücher aus einem Genre oder wechselt ihr auch gerne mal? Wir seit ihr zu bestimmten Genres gekommen? Gab es Menschen die euch zu bestimmten Büchern/Genres hingeführt haben?
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