Freitag, 31. August 2012

Rezension: Nocona "Eine Liebe stärker als Raum und Zeit" von Britta Strauss

Die junge Fotografin Sara reist durch den mittleren Westen der USA, auf der Suche nach dem einen, besonderen Foto. Als ihr in einem Museum der Comanche Makah über den Weg läuft, ist sie hingerissen. Das perfekte Gesicht für das perfekte Foto.
Doch wie erklärt sich die Vertrautheit zwischen ihnen? Was haben die intensiven Träume zu bedeuten, die sie seit ihrem ersten Zusammentreffen immer häufiger heimsuchen? Träume, die sie in die Vergangenheit reisen lassen, in eine Welt, die längst untergegangen ist. Immer mehr Fragen tauchen auf, die mit dem Verstand nicht zu beantworten sind.
Als Pflichten Sara zurück nach New York zwingen, wird sie von Visionen überwältigt. Sie spürt, dass nur Makah ihr helfen kann. Verzweifelt versucht sie, ihn wiederzufinden, doch als es ihr endlich gelingt, bricht Unheil über die beiden Liebenden herein. Schatten aus ferner Vergangenheit drohen ihr Leben zu zerstören, auf Sara wird ein Mordanschlag verübt.

Während Vision und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen und eine tragische Liebe aus längst vergangenen Zeiten ihren Weg in die Gegenwart findet, kämpft Makah um das Leben der Frau, der sein Herz gehört. 

Meine Meinung:
Britta Strauß gehört für mich nach „Nathaniels Seele“ zu den ganz großen Autorinnen die es momentan auf dem Markt gibt. „Meeresrauschen“ hatte mir dann wieder einmal bewiesen dass ich mich auf mein Gespür verlassen konnte und niemals mit einem Strauss Buch falsch liegen könnte. Jetzt ist „Nocona“ draußen und wieder habe ich mich pudelwohl in ihrer Geschichte sowie in ihrem Sprachstil gefühlt.
„Nocona“ war für mich wieder einmal ein Buchhighlight. Die langsamen Anfänge und die seichte Steigerung der Story war ich schon aus den Vorgängern gewöhnt und so war dies für mich nichts neues, sondern es war wie „nach Hause zu kommen“. Britta Strauss schafft es immer und immer wieder mich mit nur wenigen Sätzen und Seiten total in ihren Bann zu ziehen und die Geschichte mit mir, Raum und Zeit zu verschmelzen. Mit „Nocona“ ist ihr wieder einmal ein Streich gelungen der ohne große Aktion auskommt und allein durch seine poetische und vor allem mystische Atmosphäre überzeugt. 

In diesem Buch wird Britta Strauss noch mystischer und vor allem träumerischer. Sie schafft es perfekt Träume und Realität so miteinander zu verbinden, dass selbst Ich als Lesende manchmal nicht zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden konnte. Sie schafft es aber auch romantische Momente zu erzeugen, in denen es allein um die Liebe und die Zusammengehörigkeit der Liebenden geht. Diese Liebe wird der Mittelpunkt der Geschichte, der Punkt um den sich alles dreht und mit dem alles in Verbindung steht. Die Liebe von Makah und Sara ist der Schlüssel zu so vielen Geheimnissen, Träumen und Wahrheiten. 

Hat mich die Geschichte von „Nathaniel“ allein schon durch ihre indianischen Wurzeln tief beeindruckt geht Britta Strauss hier noch tiefer in diese Wurzeln hinein und lässt die Geschichte noch mehr mit der indianischen Welt verschmelzen. Wir finden uns oft im Museum der Comanchen wieder und entdecken so einiges das tief berührt und vor allem tiefe Sehnsüchte hervorruft. Da ist es nicht schwer zu verstehen woher Saras Faszinationen stammen und wieso sie mehr erfahren will und muss. 

Fazit: 
Dies ist wahrlich keine lange Rezension aber die wollte ich auch gar nicht schaffen. Ich möchte euch nur aufmerksam machen auf ein literarisches Werk das es verdient hat von vielen gelesen und geliebt zu werden. Ich bin selbst immer noch erstaunt darüber wie leicht es Britta Strauss schafft mich in ihren Bann zu ziehen und wie mich ihre Geschichten berühren. Ich bin fasziniert, ich bin froh und ich bin einfach nur tief berührt. 

Mehr zum Buch findet ihr hier



Rezension: Je süßer das Leben von Darien Gee

Nach einem Schicksalsschlag hat die Welt alle Freude und Farbe für Julia Evarts verloren. Aber eines Nachmittags findet sie vor ihrer Tür einen Laib Freundschaftsbrot und eine Tüte Teig, den sie mit anderen Menschen teilen soll. Als sie in der Teestube Hannah und Madeline begegnet und den Teig weitergibt, ahnt sie nicht, dass dies der erste Schritt ist, der sie zurück ins Leben bringt und in ihrer kleinen Stadt eine Lawine an Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft auslöst …

Meine Meinung:

In diesem Buch geht es um drei Frauen, sehr unterschiedliche aber dennoch in einem Verbunden – sie leben allesamt sehr isoliert und haben auch alle ihren ganz eigenen Grund dafür. Aber dieses Buch erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die diese Frauen aus ihrer Isolation reißt und sie zu einem Team macht, einer Freundinnenclique die gemeinsam durch dick und dünn geht. 

Es geht um einen Teig der zu einem Brot verarbeitet werden kann und zu einer Art Freundschaftskette wird. Dieser Teig wird wieder und wieder geteilt und jeder in der Stadt kann einen kleinen Teil des Teiges für sich ergattern. Dadurch schafft es die Autorin nicht nur die Sicht der drei beschrieben Frauen zu schildern, sondern auch noch aus anderen Perspektiven zu erzählen und so mehrere kleine Geschichten und Anekdoten zu schaffen. Dies alles kommt am Ende zu einem großen Ganzen zusammen und das Ende des Buches war für mich ein Höhepunkt, denn es ist einfach nur sehr anrührend und sehr poetisch.
Für mich ist dieses Buch etwas Besonderes, weil die Charaktere sehr besonders sind. Sie sind allesamt sehr unterschiedlich und trotzdem werden sie miteinander verbunden. Verbunden durch einen Klumpen Teig, eine Anleitung und das Leben. „Ja süßer das Leben“ ist kein Aktionbuch. Es ist ein süßes, poetisches Buch mit wundervollen Geschichten die nicht in einem Rutsch gelesen werden können und dürfen. Dieses Buch hat mich über mehrere Wochen begleitet und hat mir die Charaktere so nah gebracht wie kein anderes Buch zuvor. Ich habe es bewusst langsam gelesen um wirklich alles genau erfassen zu können und die Geschichte auch wirklich zu spüren. 

Der Schreibstil des Buches passt einfach nur. Langsam, poetisch, ruhig und vor allem sehr gefühlvoll. Bücher dieser Sorte gibt es leider nur sehr selten und werden von mir daher sehr genossen. Eigentlich habe ich das Buch zu einer falschen Jahreszeit gelesen, denn auch wenn es um das Erwachen und vor allem Aufblühen geht finde ich die Geschichte doch eher für den Winter geeignet. Mit einer kuscheligen Decke und einem tollen Gebäck und dann mit Schnee und knisterndem Kaminfeuer würde diese Geschichte noch eine ganz andere Wirkung erzielen. 

Fazit: Ein Buch das nicht mit Aktion daher kommt oder durch irgendwelche Effekthascherei versucht zu punkten, sondern ganz einfach eine wundervolle, sehr berührende Geschichte erzählt die ein kleines bisschen fantastisch ist aber nie zu kitschig wirkt.


Originaltitel: Friendship Bread /Originalverlag: Ballantine, New York 2011/ Aus dem Amerikanischen von Andrea Stumpf / Erstmals im Taschenbuch /Taschenbuch, Broschur, 496 Seiten,/ 11,8 x 18,7 cm / ISBN: 978-3-442-37799-2 / € 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 13,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Blanvalet

Donnerstag, 30. August 2012

Alles muss raus..........


Hallo meine Lieben, 

Ich möchte wieder ein bisschen was loswerden und wenn ihr eins der Bücher haben wollt meldet euch einfach unter: booksaweek@gmx.de

Ihr könnt ja mal in meiner Wunschliste nachschauen aber auch Amazongutscheine sind immer gerne gesehen. 

Alle Bücher kommen aus einem rauchfreien Haushalt und sind wie neu. Wenn jedoch etwas an einem Buch dran sein sollte werde ich euch informieren aber sie sind wirklich alle nur einmal bis keinmal gelesen ;)

Sixteen Moons
Die Stadt aus Gold und Silber (Leseexemplar)
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
In den Armen des Dämons
Masken
Nachricht von dir
Timeless
Als die Welt zum Stillstand kam
Der letzte Drachenlord
Angel Eyes Band 2
Je süßer das Leben (hat nen Reziex Stempel)
Düsteres Verlangen
Ein ungezähmtes Mädchen
Magic Girls Band 1
Die sagenhaften Göttergirls

Ich werde unanständige Dinge tun und mich danach in Vampirreservaten umschauen

Nachdem mich „Kuss des Tigers“ und „Pfad des Tigers“ so begeistern konnten, zum Zweiten kommt noch eine Besprechung, habe ich mir jetzt vorgenommen „Shades of Grey“ noch eine zweite Chance zu geben. Nachdem mich dieses Buch von sämtlichen Leinwänden bei meinem Buchdealer des Vertrauens anlächelte und jeder meinte mir ein „huch das ist bestimmt heiß Buch“ andrehen zu müssen, ist mir die Lust gründlich vergangen und ich habe es ruhen lassen. Jetzt werde ich einen zweiten Versuch starten, da mich Teil zwei schon anlacht und ich Reihen wenn ich sie anfange auch beenden möchte. 

Das zweite Buch das ich lesen werde ist ein Buch von einer jungen Autorin die ich eigentlich über was anderes kennen gelernt habe und dann erst bemerkte das dieses Buch auch von ihr ist. Also wurde „Cold Belt“ bestellt und jetzt wird fleißig darin geschmökert. Ich denke mal das mir die Geschichte gefallen wird, auch wenn Vampire darin vorkommen und ich die eigentlich schon nicht mehr sehen kann. Aber irgendwie schleichen sie sich doch immer wieder in meine Regale und dann werde sie auch gelesen. 

Ansonsten habe ich eigentlich noch ein paar RE’s hier aber die flashen mich gerade sowas von gar nicht und deswegen greifen wir doch mal zu Büchern die auch wirklich gelesen werden wollen ;)

Mehr Infos zu "Shades of Grey" findet ihr HIER
Mehr Infos zu "Cold Belt" findet ihr HIER

Mittwoch, 29. August 2012

Rezension: "Kuss des Tigers" oder auch "Die bunt gemischte Tigertüte"


Nie im Leben hätte die achtzehnjährige Kelsey Hayes gedacht, dass sie einmal nach Indien reisen würde. Und schon gar nicht mit einem Tiger als Reisegefährten! Doch ihr Ferienjob im Zirkus Maurizio verändert ihr Leben ein für alle Mal, denn dort begegnet sie Ren, dem majestätischen weißen Tiger. Sofort spürt Kelsey, dass zwischen ihr und dem Tiger eine ganz besondere Verbindung besteht.
Als sie gebeten wird, Ren nach Indien zu bringen, um ihn dort auszuwildern, zögert sie keine Sekunde, ihren Schützling zu begleiten. In dem fremden Land angekommen, erfährt sie, dass Ren ein tragisches Geheimnis verbirgt: Er ist ein verwunschener indischer Prinz, der einst von einem mächtigen Magier dazu verdammt wurde, sein Leben als Tiger zu verbringen. Im Laufe der Zeit hat er die Hoffnung aufgegeben, jemals Erlösung zu finden – bis er in Kelsey das Mädchen kennenlernt, das hinter die Fassade der wilden Bestie zu blicken vermag. Doch finstere Mächte wollen Rens Befreiung verhindern. Wird die Liebe Kelseys zu ihrem Tigerprinzen ausreichen, um Ren zu helfen?

Kennt ihr diese Haribo Colorado Mischungen? Diese Tüten in denen alles Mögliche drin ist und das was man am liebsten mag ist entweder nie drin oder nur ein Teil?? So ist dieses Buch für mich gewesen. Es war wie eine riesen große Haribo Colorado Tüte. Alles was ich gerne mag gab es zu wenig und alles was ich nicht so gerne mag gab es im Überschuss. Aber fangen wir doch mal mit den Sachen an die ich echt gerne mag und am Buch mochte.

 Ich liebe diese kleinen Geleedinger mit den Perlen drum herum – die sind so klebrig süß und man findet sie echt selten in der Tüte aber wenn man sie findet ist es ein Hochgenuss für mich. Im Buch „Kuss des Tigers“ war der märchenhafte Teil dieses süße klebrige Ding für mich das ich so liebe. Dieser Teil stach nur so hervor und ich konnte gar genug bekommen von diesen vielen indischen Mythen und Geschichten. Allein die Geschichte um Ren und seinen Bruder Kishan war so bezaubernd und mitreißend für mich das ich nicht mehr davon loskam.  Aber dann gibt es noch diese kleinen Vampire mit dem Lakritz in der Mitte und am Besten in Rot die gibt es auch selten und genauso selten aber immer wieder wundervoll waren die bezaubernden Momente der Geschichte. Es gibt diese Momente in denen das Herz tief in die Magengrube sinkt, die Augen sich mit Tränen füllen und sich mir ein Seufzen entfleucht. Immer wenn dies passiert, ist für mich ein Buch erst richtig gut. Es muss mich so emotional mitreißen das bei mir die Dämme brechen und das ist hier auch geschehen und das nicht nur einmal. 

Aber dann gibt es in der bunten Tüte auch noch Gummibärchen – ich mag zwar Gummibärchen aber es sind immer nur dieselben Farben drin und meistens gaaanz viel gelb und weiß „brrrr“ da muss ich mich schütteln und genauso musste ich mich schütteln als die 100erste Szene kam in der Kells wieder einmal Selbstzweifel hegt und Ren andichtet das er sie eh niemals lieben könnte weil sie nichts wert ist. Genauso „brrr“ sind für mich diese Momente in denen der Schmalz in Strömen fließt. Ja ich gebe es zu, dem ersten Kuss habe ich auch entgegengefiebert und er war auch wundervoll und alles aber danach wurde mir alles ein bisschen zu viel mit dem Schmusi Schmusi und als Kells das etwas unterbrochen hat, war ich ihr irgendwie schon dankbar. 

Aber was genau hat mich trotzdem dazu bewogen dieses wirklich dicke Buch in nur 4 Stunden weg zu hauen? Ich denke das es die Mischung war, die Mischung einer bunten Colorado Tüte. Es gab Dinge die mir nicht gefallen haben und es gab Dinge die mich fasziniert haben. Wenn ich an den Anfang des Buches denke schwelge ich einfach nur weil die Entwicklung der Beziehung von Kells zu Ren dem Tiger einfach magisch war. Ich habe die Magie gespürt und ich würde auch mich jetzt auch niemals hier hinstellen und sagen „Pahh was ein Unsinn ein Tiger ist nicht so zutraulich wie eine Hauskatze und ein Tiger würde nie mit einem Mädchen im Dschungel gassi gehen. Das ist ja soooo unrealistisch.“ Klar ist es unrealistisch, es ist ja auch eine fantasievolle Geschichte. Im paranormal Romance Genre ist es normal von Gestaltwandlern zu sprechen und da sagt keiner „Das ist ja soooo unrealistisch!“ Dieses Buch hat für mich durch die Magie des Tigers und seiner Beziehung zu diesem besonderen Mädchen gelebt. Es ist etwas völlig fiktives mit so vielen total toll unrealistischen Dingen die aber einfach nur wundervoll sind.Im Prinzip ist es ein modernes Märchen mit neumodischen Ementen und das darf auch mal total unrealistisch daher kommen.
Wenn ich aber dann an den mittleren Teil denke wird es mir etwas unbehaglich auf meinem Sofa, denn er war nicht perfekt. Es hat sich etwas gezogen lebte nur noch durch Schmusi Schmusi und durch einen Ren der zwischen Krieger und Weichei hin und her hüpft. Wenn ich aber an das Ende zurück denke, bekomme ich wieder Schnappatmungen und bin voll auf zufrieden.

Fazit:  Genau deswegen habe ich mich auf die Verbindung zu einer Haribo Colorado Mischung bezogen. Am Anfang gönnen wir uns die richtig Guten Teile, müssen uns zur Mitte hin etwas zurück nehmen und auch mal das nicht so tolle Zeug naschen bevor wir uns am Ende wieder über die Leckereien hermachen die wir zu Beginn schon mal bei Seite geschafft haben.
Dieses Buch ist wahrlich nicht perfekt, ich habe auch bewusst nicht zu viel über die Protagonisten gesagt, denn ich denke dass ihr es euch selbst nochmal anschauen sollt. Ich habe auch am Anfang gedacht „Naja ob das was wird?“ und es wurde und wie es wurde. Ich habe gelacht, geweint, gebangt, gehofft und gelitten. Es war wirklich ein Erlebnis und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil den ich hoffentlich genauso schnell verschlingen kann.   

Mehr Zum Buch:
Originaltitel: Tiger´s Curse
Originalverlag: Splinter
Aus dem Amerikanischen von Beate Brammertz
Deutsche Erstausgabe
Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-26773-2
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)

Verlag: Heyne
 
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