Montag, 28. Januar 2013

R: Anna Carey Eve & Caleb, Band 1 » Wo Licht war «

*** Klappentext ***
Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst?
Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet – glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.

„Wo Licht war“ ist der erste Band der Eve & Caleb-Trilogie. 

*** Mehr über das Buch ***
Aus dem Amerikanischen von Claudia Max  / ab 14, 1. Auflage 2013
304 Seiten, 12.5 x 19.0 cm / ISBN 978-3-7855-7103-3  / Taschenbuch / Leseprobe / Infos 

*** Meine Meinung ***
Mag ich es, oder mag ich es nicht? Das frage ich mich, seit ich dieses Buch begonnen hatte zu lesen. Einerseits hat es mich gepackt und ich fand die Story auch recht interessant, andererseits war es aber manchmal etwas zu plump und die Story erinnerte mich an andere Bücher und Filme in denen es um diese Thematik ging. Ich bin wirklich sehr zwiegespalten und muss sagen, dass mir manche Erkenntnisse recht früh offenbart wurden und ich mir gewünscht hätte, dass alles etwas weniger schnell gegangen wäre. 

Aber kommen wir mal zu dem Grundgerüst des Buches: Eine Seuche rafft alle dahin die sich haben gegen diese Seuche impfen lassen. Nur wenige überleben, ein etwas irrer König ist an die Macht gekommen, Mädchen werden in ein vermeintliches Eliteinternat gesteckt und müssen dann mit Schrecken feststellen, dass sie nur dazu groß gezogen wurden um als Brutkasten für eine neue Generation zu enden. Dann haben wir unsere Hauptcharakterin Eve, die anfangs wirklich sehr naiv daher kommt und mit Hilfe einer anderen rebellischen Mitschülerin und einer Lehrerin fliehen kann. Natürlich geht bei dieser Flucht einiges schief, sie wird von dem Rebellen Caleb gerettet und alle drei befinden sich fort an auf einer Flucht vor den Truppen des Königs und dem was sie erwarten könnte, wenn man sie schnappt. 

So dass ist der grobe Abriss der Geschichte, die natürlich noch etwas tiefer geht und hier und da mal überrascht und mal einfach nur sehr vorhersehbar daher kommt. Ob ich die Grundidee mochte? Ja eigentlich schon, denn irgendwie hat sie mich zum Nachdenken angeregt und das sollte ein gutes Buch schon bewirken. Ich muss aber dennoch sagen, dass dieses Buch sehr jugendlich und etwas kindlich daher kommt. Was mich dann hin und wieder, wieder zurück geworfen hat und ich mir manchmal eingestehen musste, dass ich für diese Art von Lektüre vielleicht doch schon zu alt bin!?
Auch der etwas romantischere Part, der durch die zwei schon im Titel zusammengehörig gemachten Helden, wurde für mich nicht voll und ganz ausgeschöpft. Klar es ist eine Endzeit Story, alles geht den Bach runter und alle sind nur auf ihren Vorteil bedacht, aber manchmal hätte ich mir etwas mehr Bizzeln und Knistern gewünscht. Halt was fürs Herzchen. 

Die Charaktere, waren ganz nett und auch ganz umgänglich, obwohl mich Eve manchmal etwas nervte. Aber es ist schwer mich mit weiblichen Hauptcharakteren zu überzeugen, die finde ich meist nicht sonderlich prickelnd. Aber Caleb hatte es mir angetan. Er ist wirklich ein ganz toller junger Mann, der schon sehr viel erlebt hat, dies hat ihn auch geprägt aber er ist nicht verkorkst und das macht in sehr sympathisch. Er ist so ein bisschen wie der Junge von Nebenan, den man eigentlich nie wirklich auf dem Schirm hatte, bis der dann einen Schuss macht und man sich denkt: "Wow, wieso habe ich den nicht vorher bemerkt?". Er ist wirklich niedlich und süß und hat mir das Lesen echt erleichtert. 

Gehe ich aber wieder auf das Thema Schreibstil zurück, so muss ich sagen, dass ich hier wirklich überrascht wurde. Ich habe wirklich kein holpern bemerkt, alles war sehr flüssig und leicht zu lesen und ich hatte auch nie irgendwelche Stellen die keinen Sinn ergeben. Also was das angeht kann ich wirklich nicht meckern. 


Fazit: "Eve & Caleb" ist in meinen Augen ein richtiges Jugendbuch, manchmal etwas hart, dann wieder sehr naiv und kindlich und hat einen ganz eigenen und jugendlichen Charme. Ich muss sagen, dass mich zwar die Grundidee nicht wirklich geflasht hat, aber Charaktere und Sprache haben alles wieder raus gerissen und ich bin dennoch frohen Mutes was den zweiten Teil betrifft. Denn nach diesem Ende will ich unbedingt wissen wie es weiter geht.

Kommentare:

  1. Da sind wir uns ja ein bisschen ähnlich. Mir ging es auch so ... ein bisschen zerrissen, dennoch eigentlich sehr überzeugend :) .. ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzungen :)

    Schöne Rezi hast Du da geschrieben, man kann gut erkennen, was Du empfunden hast!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke,
      Ich sage halt immer meine Meinung und dieses Buch hat meine Meinung echt gespalten. Ich bin auch auf den zweiten Teil gespannt, da ich auch noch recht viele Fragen habe und die hätte ich auch gerne geklärt.
      Danke und Grüße

      Löschen
  2. Hey,
    Eine überzeugende Rezi. Auf meiner Wunschliste steht das Buch schon seit einer Weile, aber da es ja nicht das absolute Sofort-und-unbedingt-lesen-Buch zu sein scheint, werd ich es dann ein wenig zurückstellen.
    LG

    AntwortenLöschen

SPAM ist unfair....

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...