Freitag, 15. März 2013

R: Dark Destiny von Jennifer Benkau



"Extraleichte Kost könnt ihr überall haben, hier bekommt ihr Jugendliteratur mit Niveau und Präzession" 

*** Klappentext ***
Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance. (Quelle)



*** Meine Meinung ***
Und schwupps ist es vorbei. Da es geht auch ohne eine ewige Reihe zu produzieren. Dark Canopy hat mich damals wirklich vom Hocker gehauen und ich hatte das Gefühl, als hätte ich es gerade erst gelesen und schon erschien Dark Destiny. Tja was soll ich sagen? Ich weiß es nicht, denn ich bin wirklich zwiegespalten. Einerseits ist es und bleibt es für mich eins der besten Bücher aber andererseits, bin ich nicht ganz zufrieden, irgendwas flüstert mir da zu dass dies noch nicht alles war, dass mir etwas fehlt. Und ganz ehrlich, dass lässt einen bitteren Beigeschmack zurück. Ich möchte ein Buch, Reihe beenden können ohne das Gefühl zu haben, dass irgendwo was vergessen wurde. Für mich gibt es immer nur zwei Möglichkeiten: Entweder endet ein Buch richtig mies, mit Tod und Trauer usw. oder es endet mit Fröhlichkeit und Herzschmerz und einem Happy End. Aber ein Buch das einfach nur endet.. einfach so ohne wirkliches Ende… hmmm das stellt mich persönlich nicht zufrieden. 

Würde ich jetzt auf die Geschichte eingehen so müsste ich spoilern, denn nicht vielen gelingt es ein Buch so zu präsentieren, dass nichts verraten wird und das will ich nicht. Ich möchte euch total jungfräulich in diese Geschichte laufen lassen. Ich möchte dass ihr die gleiche Faszination erlebt wie ich, dass ihr genauso mitfiebert und mitleidet. Das ihr hineingezogen werdet in eine Geschichte die mich begeistert hat und teilweise einfach nur fassungslos gemacht hat. Wurde ich bei Teil Eins in eine unbekannte Welt und Geschichte geschmissen, so kannte ich mich hier schon etwas aus. Dachte ich zumindest, denn das was mich erwartete, hätte ich so niemals vermutet oder gedacht. Nach dem ersten Teil fing ich an, wild zu spekulieren und legte mir verschiedene Geschichten zurecht, wie es weitergehen könnte. Aber keine davon passt nur annährend an die, die mir hier geboten wurde. Ich wurde völlig überrascht und wirklich glücklich gemacht. Dass dieses Glück nur vom Ende getrübt werden konnte, wusste ich zum Glück etliche Seiten und Kapitel lang nicht. Dann kam das Ende und wenn ihr jetzt denkt: „Hey du wolltest nichts verraten, machst es aber doch!“ Habt ihr euch geschnitten, denn ich verrate ja nichts, ich sage euch nur wie ich es empfunden habe und welche Gefühle mich nach dem Ende, das ich persönlich nicht für passend empfinde, erwartet haben. 

Die Charaktere des Buches… haben mich wieder einmal total abgeholt. Sie konnten mich begeistern und erfreuen. Ich mag die Vielfalt an Persönlichkeiten die Jennifer Benkau da aus der Feder raus lässt. Sie schafft es jedem ihrer Protas etwas ganz eigenes und unvergleichliches mit zu geben, ohne diese überheblich oder aufgesetzt wirken zu lassen. Sie spielt mit den unterschiedlichsten Charakterzügen und schafft so unverwechselbare Charaktere, die mich zum Lachen, weinen und lieben gebracht haben. Ich habe mich verliebt, in wen werde ich jetzt aber nicht sagen ;) Alle Charaktere passen perfekt zusammen, ergeben ein großes Ganzes und ergänzen sich auf ganz unterschiedliche und spezielle Art und Weisen. 
 
Der Schreibstil! Tja was habe ich eigentlich damals bei Dark Canopy dazu geschrieben?

„Zudem ist die Sprache des Buches wirklich gelungen. Auf der einen Seite sehr einfach und stilsicher, auf der anderen Seite sehr prägend und schroff. Ein guter Mix der genau das wiedergibt, was Sache ist. Hier zählt die Glaubwürdigkeit und die ist voll und ganz gegeben.“

Tja was soll ich dazu noch sagen, meine damalige Meinung deckt sich vollkommen mit der jetzigen Meinung und es sind wirklich keine Abweichungen vorhanden. Ich kann nur  sagen dass für meinen Geschmack alles noch etwas reifer und gesetzter wirkte. Es hatte noch mehr Hand und Fuß und kann sich jetzt noch besser von der Masse abheben. Ich bin jemand den man mit Worten und perfekten Satzstellungen wirklich ködern kann und das ist Jennifer Benkau auch gelungen. Sie hat mich geködert und festgehalten. Ihre Art zu schreiben ist beruhigend und aufwühlend zugleich und meine damalige Meinung „ einfach und stilsicher/ prägend und schroff“ trifft den Nagel auf den Kopf. 

Fazit: Dark Destiny hat im Grunde alles was ein perfektes Buch brauch. Meckern kann ich hier gar nicht und wenn, dann tue ich das wirklich auf extrem hohen Niveau was ich auch nicht wirklich müsste. Meine Kritikpunkte betreffen nämlich diesmal ausschließlich meinen eigenen Geschmack und der ist wie ihr wisst ja recht speziell. Im Grunde glaube ich, dass dieses Buch wirklich jedem gefallen wird, der gute Literatur schätzt, vor ein paar mehr Seiten nicht zurückschreckt und sich auch nicht davor scheut, für eine gute Geschichte mal etwas tiefgründigeres lesen zu müssen.  Extraleichte Kost könnt ihr überall haben, hier bekommt ihr Jugendliteratur mit Niveau und Präzession. 

*** Mehr Infos zum Buch ***
erscheint am 18. März 2013
464 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-8390-0145-5
Hardcover 
Verlag: script5

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