Dienstag, 26. März 2013

R: Zwischen dir und mir von Lino Munaretto

Die 15-jährige Lisa und der 17-jährige Alex haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Während das hübscheste Mädchen der Schule aus gutbürgerlichem Haus sich vor allem mit der Frage beschäftigt, ob ihr Freund Dennis der Richtige fürs erste Mal ist, hat sich Underdog Alex mit seinem verkorksten Leben abgefunden. Nie würde er auf die Idee kommen, dass sich ein Mädchen wie Lisa für ihn interessieren könnte. Als Lisa sich plötzlich von Dennis trennt und Alex daraufhin Partei für Lisa ergreift und dafür vom Ex zusammengeschlagen wird, lernen sich die beiden erst kennen – und verlieben sich ineinander. Doch damit fangen die Schwierigkeiten erst richtig an ...

*** Zum Buch ***
 Originaltitel: Zwischen dir und mir

Originalausgabe
Ab 13 Jahren
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN: 978-3-570-30831-8
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 13,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: cbt

*** Zum Autor ***
 Lino Munaretto wurde 1993 in Wolfenbüttel geboren. Nachdem Abitur zog er nach Göttingen, wo er seitdem Jura studiert. Bereits während der Schulzeit begeisterte er sich für das kreative Schreiben. Nach "Zwischen dir und mir" erscheint jetzt sein zweiter Roman bei cbt.

*** Meine Meinung ***

Zwischen, "Zwischen dir und mir" und mir, gibt es eine Art Hassliebe. Denn eigentlich möchte ich dieses Buch wirklich lieben. Ich möchte es knuddeln, herzen und jeden Abend unter mein Kopfkissen schieben so schön kitschig war diese Geschichte. Aber dann denke ich daran wie ich beim Lesen leichte Zahnschmerzen bekommen habe, von dieser zuckerwattesüßen Geschichte. Es ist wirklich wie mit Zuckerwatte. Man kauft sie, isst sie und ist viel zu viel bis man irgendwann Zahnschmerzen bekommt. Dieses Buch hat genau das bei mir bewirkt. Ich habe Zahnschmerzen bekommen weil es sooooo süß ist. Alles ist wirklich in eine zuckerweiche rosa Wolke gehüllt, obwohl ich bezweifle, dass der autor des Buches, das genau so gewollt hat. Denn hier und da verirren sich ein paar derbe Wörter in diese Geschichte und zeigen, dass dieses Buch eigentlich nicht so kitschig, schnulzig werden sollte. Trotzdem beruht der Kern der Geschichte auf sehr vielen Klischees und einer Art Romeo und Julia Story. 

Wir haben auf der einen Seite, das hübsche, guterzogene Mädchen aus gutem Hause mit einer perfekten Vita und perfekten Freunden. Sie wird von allen geliebt und vergöttert. Natürlich hat sie auch einen entsprechend gutaussehenden Freund, der natürlich auch aus gutem Hause kommt und viel zu perfekt erscheint. 
Dann haben wir da aber noch einen Jungen, er ist recht bescheiden aufgewachsen, sein Vater ein totaler Versager, seine Mutter ertränkt ihren Frust im Alkohol und sein älterer Bruder ist von zu Hause abgehauen und lässt sich zu krummen Dingern hinreißen. Dieser Junge ist nicht beliebt, ist nicht perfekt und trotzdem hat er etwas an sich, dass unsere Hauptprotagonistin zu ihm hin zieht und hier beginnt der Kitsch. 

Alles ist recht vorhersehbar. Man weiß von der ersten Seite an, wo man gelandet ist. Es ist en Jugendbuch und als solches sollte man es auch sehen. Ich habe also versucht alle meine Zweifel bei Seite zu schieben und mich voll und ganz auf die Protagonisten zu konzentrieren und dabei sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die einem auf den ersten Blick gar nicht so bewusst sind. Z.B., dass Lisa gar nicht perfekt sein möchte. Das ihre Freundinnen und ihr Freund dies auch nicht sind, dass eigentlich alle ein Spiel spielen, bis auf Alex. Er zeigt sich fast nackt in dieser Geschichte. Er ist der von Anfang an zu Versager verurteilt, der am Ende mehr Kraft und Mut beweist, als man es Anfangs gedacht hätte. Alles was diese Geschichte anfangs zeigt, ist eigentlich eine Art gres Theater um dann am Ende eine Bombe platzen zu lassen die dann wieder alles ins rechte Licht rückt. 

Am Ende des Buches hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn ich habe zu schnell abgeurteilt, zu schnell bewertet und das sollte man in diesem Fall nicht machen. Das die Story jugendlich ist und auch bleiben wird, werde ich nicht zurück nehmen. Auch die zuckersüße Stimmung und die vielen Klischees kann ich nicht streichen, aber ich kann euch sagen, dass ihr es mal versuchen solltet. Denn ich glaube, dass ein paar von euch echt überrascht wären. 

Zum Schreibstil möchte ich nur sagen, dass dies kein Elkeles Buch ist, auch wenn das Cover dies vermuten lässt. Dafür ist dieses Buch zwar kitschig aber nicht romantisch. Irgendwie merkt man, dass es von einem männlichen Autor geschrieben wurde, denn teilweise werden recht normale und derbe Wörter benutzt. Die Kerle trinken viel Alkohol und es wird sich recht viel auf den männlichen Charakter beschränkt. Zudem kommt eine recht männliche Aura, die diese ganze Geschichte umgibt. Falls ihr versteht was ich meine ;)

Fazit: Ganz kurz und knackig: Ein Buch wie eine Wundertüte ;)

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