Montag, 6. Mai 2013

R: Über ein Mädchen von Joanne Horniman



 Anna ist schüchtern und einsam – bis sie Flynn trifft, zuerst mit Gitarre auf der Bühne, dann im Café, dann mit vollen Einkaufstaschen auf der Straße. Beide fühlen sich unwiderstehlich zueinander hingezogen. Zusammen zeichnen sie, essen Bananenkuchen, träumen, baden, lachen – und lieben sich. Doch auch zwischen Liebenden gibt es Geheimnisse …
Eine unsterbliche, romantische Liebesgeschichte über zwei junge Menschen, die noch ihren Platz in der Welt suchen – schön wie ein Gemälde.


Seiten: 224
Alter: Ab 14
ISBN: 978-3-551-58271-3  
übersetzt von Brigitte Jakobeit


Joanne Horniman hat als Lektorin, Lehrerin und Künstlerin gearbeitet und schreibt, seit sie sechs Jahre alt ist. Sie hat zahlreiche Bücher für Kinder und Jugendliche veröffentlicht und wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Mit ihrem Mann, einer Katze namens Tom und vielen Hühnern und Enten bewohnt sie ein Haus mit Werkstatt und großem Gemüsegarten in der Nähe von Lismore im Südwesten Australiens.


Ein Buch so leise und gleichzeitig, so laut. Ein Buch das mich fasziniert und abgeholt hat. Ein Buch das so anders verlief, dass es mich schon fast nicht mehr überrascht hat. Ein Buch dessen wahrer Kern pures Glück bedeutet. Ein Buch das mich zum Nachdenken und Abtauchen gebracht hat. Ein Buch wie gemacht für ruhige, entspannte Lesestunden.

Über ein Mädchen ist nicht nur in der Story ganz anders als alles andere was ich bisher gelesen habe, es ist auch so anderes geschrieben. Der Schreibstil ist zwar frisch und einfach, dennoch zeigt er auch seine nachdenklichen Seiten und wird teilweise auch recht tiefsinnig und grüblerisch. Alles ist so geschrieben, dass ich mich ständig als Beobachterin gefühlt habe. Immerzu hatte ich das Gefühl, ein Gast dieser Geschichte sein zu dürfen. 

Die Charaktere um die es in diesem Buch geht könnten unterschiedlicher und gleichzeitig nicht ähnlicher sein. Beide sind unglaublich sympathisch, zeigen sich mal von ihrer wilden, mal von ihrer sanften Seite. Beide zusammen ergeben ein großes Ganzes und beide tragen die Geschichte. Beide Charaktere wirken auf ihre ganz persönliche Art und Weise und schaffen es so, die Leser zu fesseln. Beide haben ihre Probleme und müssen erkennen, dass man diese meist nicht mit sich alleine ausmachen kann und Freunde und Familie dringend braucht. 

Dieses Buch beschreibt sehr viele Facetten des erwachsen werden und erwachsen seins. Es zeigt Höhen und Tiefen auf, schafft wundervolle Momente voller Freunde und Glück aber auch voller Zweifel und Konflikte. 

So manches mal dachte ich, ich sei in einem zu lang geratenen Gedicht gelandet denn dieses Buch ist Poesie für die Seele. Es lies mich einfach abtauchen und mich wohl fühlen, alles andere um mich herum vergessen und brachte mir Anna und Flynn so nahe, dass ich dachte sie gehören mit zu meinem Leben.



Joanne Horniman hat mich völlig kalt erwischt und es geschafft mich mit ihrer Geschichte zu fesseln, die nicht nur fröhlich sondern auch kritisch daher kommt. Die es schafft ein brisantes und in unserer Zeit immer noch nicht völlig anerkanntes Thema so auf zu breiten, dass es mich hat träumen lassen und mich in eine wundervolle Welt voller Gefühle, Emotionen und großer Liebe entführt hat.

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension!
    Wenn ich mich so durch die Blogs lese, dann fürchte ich, dass ich die Einzige bin, die das Buch gräßlich findet.
    LG
    Yvonne

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