Donnerstag, 3. Oktober 2013

(Letters for Books / Rezension) Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater




Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird.

Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?
  

Meine Meinung

Liebes "Wen der Rabe ruft", 
Erst einmal muss ich dir sagen, dass mich dein Name sehr verwirrt hat und ich ständig "Wenn der Rabe ruft" gelesen habe. Das lies dann aber nach und ich musste mir die bekannte Frage stellen: "Wieso will ich dieses Buch lesen?" Die Antwort kann ich schnell geben, denn die Autorin, deine Schöpferin ist der größte und wichtigste Grund. Maggie Stiefvaters Bücher haben mich von Anfang an begeistern können. Sie sind atmosphärisch, melancholisch und so emotionsgeladen wie nur selten ein anderes Buch. Sie schafft es, was andere Autoren nicht schaffen. Sie schreibt und legt ihr ganzes Herz in die Worte und Sätze die sie erschafft. Maggie Stiefvaters Bücher sind eine Reise in neue Welten und eine Reise in Seele und Herz. 

Doch liebes "Wen der Rabe ruft" muss ich an dir herum meckern, denn du hast mich leicht in die Irre geführt. Dachte ich bei deiner Inhaltsangabe direkt an Mysterie und verschiedenen Welten wurde ich zwar nicht enttäuscht, aber die Umsetzung hat mich etwas stolpern lassen. Denn die Welten die hier beschrieben sind, führten für mich einfach nicht in einen Einklang, in eine melodische harmonische Symphonie sondern waberten so nebeneinander her und vertrugen sich so, nur schlecht mit meinem Lesefluss. 
Die Grundidee des Ganzen jedoch, hat mich fasziniert und wenn man weiß, dass diese Geschichte ja noch weiter geht, kann man über den ein oder anderen Stolperstein großzügig hinweg sehen. Die Grundidee hat nämlich ihren Reiz und konnte mich doch überraschen, da ich sowas nur sehr selten gelesen, bzw. gesehen habe. 

Kommen wir nun zu deinen Charakteren. Die Namen sind ja mal wieder Oberklasse. Hier bin ich jedes Mal fasziniert und muss gestehen, dass mir die Namen der Hauptcharaktere noch Monate nach dem Lesen einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Doch sind Namen nicht alles und so muss ich noch ein bisschen über die Charakterzüge berichten, die sich mir hier beim Lesen zeigten. Denn gerade Blue ist in meinen Augen ein recht perfekt - unperfekter Charakter. Perfekt, weil Blue einfach so ist wie sie ist. Sie hat ihre Fehler und ihre Schattenseiten, sie hat aber auch ihre guten Seiten die sie so sympathisch und besonders machen. Zudem ist sie nicht, wie alle anderen Charaktere auch Aalglatt und zeigt ihre Ecken und Kanten. 
Was ich jedoch von Gansey halten soll, weiß ich immer noch nicht so recht. Ich mochte ihn zwar und wünschte ihm auch alles nur erdenklich gute, aber er blieb mir etwas unduchsichtig und mysteriös. 

Auch wenn ich es normalerweise nicht mag über den Schreibstil zu sprechen, muss ich dir liebes "Wen der Rabe ruft" ein großes Kompliment machen. Die Wörter und Sätze die du in deinem Inneren aufbewahrst sind bildreich und so liebevoll gewählt, dass sie es schafften, mir ein Kopfkino der Superlative zu verschaffen. Maggie Stiefvaters Schreibstil wird man so auf diesem Buchmarkt nicht mehr finden. denn er ist in seiner Genauigkeit und ausschweifenden Art einfach Einzigartig. 

Fazit:
Du, liebes "Wen der Rabe ruft" bist ein perfektes Herbstbuch. Du bringst die nötige Portion Myterie und Melancholie mit, die in dieser Jahreszeit so allgegenwärtig ist. Du hat eine wundervolle Geschichte, die mich hat staunen lassen, die mich glücklich gemacht hat. die um Weiten spannenender war wie die Mercy Falls Reihe und deren weitere Bände ich mit Ungeduld erwarte.


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