Dienstag, 30. Juli 2013

Von ReReads SubLeichen und totgeschlagenen Seiten

Vor einer Woche schaute ich mal wieder bewusst in meine Bücherregale und ich erschrak. Sie waren zum fürchten, einfach nur grauenvoll, total unordentlich, unsortiert proppen voll. Ich musste etwas tun und zwar schnell. 

Das sind noch die harmlosen Regale. Den Rest wollte ich euch nicht zumuten :(

Also kam erst mal alles RAUS!!!!

Das Zimmer war ein einziger großer Raum voll mit Büchern (insgesamt, ich habe endlich mal gezählt: 1248 Bücher!!!!) auf dem Boden, dem Bett, auf dem Fernsehr, Schminktisch, sogar in der Küche, im Wohnzimmer, drei sogar im Bad ;) ..... überall. Dann fing ich an zu sortieren und ihr glaubt nicht was ich alles gefunden habe. 

Ich habe Bücher gefunden die ich vor bestimmt mehr als 7 Jahren und älter gekauft habe und niemals gelesen habe. Ich habe Bücher gefunden die auseinander vielen, weil ich sie eindeutig zu oft gelesen habe und dann habe ich Bücher gefunden deren Seiten im wahrsten Sinne des Wortes totgeschlagen, eingeweicht und oder einem Kulimonster zum Opfer gefallen sind. (Das andere Extrem findet sich aber auch in meinen Regalen - Bücher die sich in Folie befinden, damit je kein Staubkorn sie jemals berühren kann)

WAS für ein MENSCH tut so ETWAS????

Dachte ich mir und wollte mich am Liebsten verkriechen. Aber nichts da, es hilft ja alles nichts also musste ich jetzt sortieren. Alles was wie gesagt total kaputt, alt oder zefleddert war und mir wirklich nichts bedeutet flog in eine große Kiste. Drin enthalten um euch einen kleinen Einblick zu geben:


Viele werden jetzt vielleicht das ein oder andere Buch direkt erkennen und sich fragen "Waaaaaaaas !!!!! Das schmeißt die weg?????" Ich muss sagen, dass das sich trennen von einem Buch echt schwer ist, aber wenn ich bedenke das die meisten Bücher niemals gelesen wurden oder niemals mehr gelesen werden.. Dann tue ich sie doch lieber weg. Außerdem brauche ich den Tisch auf dem die Kiste steht :P Neee Spaß!!!

Ich habe auch lange überlegt was ich mit dem Zeug machen soll und habe ein bisschen rumtelefoniert (ja als Erzieherin von Welt kennt man so ziemlich alles was Rang und Namen hat und hat ziemlich viele Beziehungen :P ) und habe ein Mutter - Kind Haus gefunden, dass sich über diese Bücher sehr gefreut hat. Gleichzeitig habe ich auch mal alle Kinderbücher von mir und meiner Mama aussortiert und auch die aus dem Kindergarten, denn selbst da findet man Bücher usw. die kein Mensch mehr braucht und habe alles freudestrahlend verschenkt. Die Mütter freuen sich jetzt über Christian Grey und die Teenies über Edward und Jakob und die Kleinen über die Raupe Nimmersatt. Alle sind glücklich und zufrieden und meine Regale können endlich wieder durchatmen ;)



 

Montag, 29. Juli 2013

Rezensionsfrust statt Rezensionslust

Dieses Thema wollte ich schon vor Monaten einmal anschneiden, doch damals hatte ich Angst vor der Reaktion der Leser, Verlage und Mitblogger. Dann wurde das Thema für mich aber immer brisanter, ich rezensierte gar nicht mehr, distanzierte mich immer mehr vom Bloggen, las wieder vermehrt was andere Blogger schrieben und auf einmal war es da. Das unbändige Gefühl meinen Frust über die Rezensionsunlust auf zu schreiben und meine Gründe dafür zu nennen wieso ich momentan nicht rezensiere und ob ich dies überhaupt noch machen werde!?

Fangen wir doch mal ganz vorne an und zwar beim Buch und beim Lesen!
Ein Buch wird gelesen weil man Lust darauf hat und weil man entweder entspannen möchte, verzweifelt hinter einer guten Geschichte herjagt oder man seiner Fantasie freien Lauf lassen möchte. Ich habe das auch mal gemacht, aber wie in meinem letzten Post beschrieben habe ich dies eben seit fast einem Jahr nicht mehr gemacht. Denn ich habe angefangen mich durch die Bücher zu hetzen um noch irgendwie möglich diese Mengen an Literatur zu bewältigen die jeden Tag bei mir eintrudelten. Vieles habe ich selbst gekauft, vieles kam aber unaufgefordert und überforderte mich nach einiger Zeit so sehr das ich eine Notbremse ziehen musste. Lesen war für mich zu einer Pflicht geworden die mir keinen Spaß mehr machte, mich nicht mehr entspannen lies und die mich dazu brachte Seiten zu überspringen, Bücher nach 30 Seiten ab zu brechen nur weil mich nicht mehr der gewünschte Kick erreichte. Ich wurde schluderig beim Lesen und dann auch bald schluderig beim Schreiben. 

Das Schreiben verlief bei mir mal mit einer solchen Inbrunst, dass ich es manchmal kaum fassen konnte. Ich liebe das Rezensieren von Büchern, verfiel in einen regelrechten Wahn wenn ich schrieb und verlor mich in Buchstaben und Wörtern. Das Schreiben brachte mich von der realen Welt in eine tiefenentspannte Literaturwelt die mich alles um mich herum vergessen lies. Doch dann wurde ich unkreativ, schluderig und so wie ich mich durch meine Bücher hastete, so hastete ich auch durch meine Rezensionen. Ich hatte Standard Formulierungen für jedes Genre, schaffte es mit wenigen Handgriffen drei Rezensionen die im Grunde genau gleich waren so zu verändern das sie auf den ersten Blick nicht gleich wirkten. Ich versuchte Ausflüchte fürs nichtschreiben zu finden. Und musste mich immer mehr und mehr dazu zwingen etwas über ein Buch zu schreiben.

Dann kamen die wundervollen "Muss ich noch rezensieren" Listen und alles war verloren. Die Listen wuchsen, der Frust auch und schon verlor ich mich im Bücherstrudel. Als einzige Konsequenz die ich ziehen konnte kam nur das "Nichtrezensieren" in Frage und das tue ich seit drei Monaten auch nicht mehr. Und ich muss sagen, dass es mich richtig befreit hat. Ich habe alle Listen zerstört, habe allen Verlagshäusern ade` gesagt und wenn trotzdem noch was unaufgefordert ankommt geht es sofort wieder zurück. Ich lasse meinen Sub wo er ist, berühre die Tasten meines PC's nur noch um euch u.a. diesen Post zu schreiben und lasse alles was mit einer Rezension zu tun hat ruhen. 

Ob mir nicht irgendwas fehlt? Wurde ich vor ein paar Tagen gefragt. Und ich muss zugeben das das Gefühl direkt nach dem Lesen etwas nieder zu schreiben zwar noch da ist, aber es ist nicht mehr dringend und ich kann es auch ganz gut abschalten. Stattdessen konzentriere ich mich jetzt mehr auf das Buch, genieße das Buch und lese es auch endlich mal wieder zu Ende oder komplett durch. Sollte mich das dringende Bedürfnis überkommen, mal wieder etwas über ein Buch zu schreiben so werde ich dies vielleicht auch wieder tun, nur wird das dann von mir aus kommen und nicht weil irgendwelche Menschen oder Verlage das von mir erwarten. Ich muss entscheiden was ich tue und wann ich es tue und das zu lernen hat mich sehr viel Kraft gekostet. 

In den letzten Tagen habe ich wieder Lust darauf zu schreiben und das ist auch gut so. Aber ich möchte anders über ein Buch schreiben, möchte versuchen die strengen Regeln einer Rezension zu durchbrechen und es auch gar nicht mehr so zu nennen. Ich möchte ein Buch nicht mehr bewerten oder kritisieren, ich möchte es nur noch vorstellen und das tun was ich für richtig halte. Ob ich damit anecke oder eine neue Richtung gehe die manchen nicht gefällt, ist mir im Moment ziemlich schnuppe und das wird es wahrscheinlich auch immer bleiben. Ich möchte ausbrechen aus dem alten Trott. Das heißt auch das ich meinen Blog nicht mehr streng auf Bücher auslegen möchte. Ich möchte meinen Lifestyle mit einbringen und vorstellen, möchte euch zeigen wer wirklich hinter diesem virtuellen "Tagebuch" steckt und mir endlich den Traum eines Projektes erfüllen welches ich "50 Projekte in 365 Tagen" nenne. Seit meiner Reha und vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten keimt dieser Wunsch in mir und wird jeden Tag größer und ich glaube, dass ich dazu bereit bin, ihn mit euch zu teilen. 

Aus meiner Rezensionslust wurde nach und nach ein großer Rezensionsfrust und dadurch zu einem Schritt für mich endlich einen Neuanfang zu wagen. 
Ich hoffe ihr bleibt weiterhin alle mit dabei und helft mir dabei diesen Schritt auch wirklich zu wagen. Denn ich habe das große Gefühl, dass ich das auch wirklich schaffen kann wenn ich wirklich will und ich WILL!!!!

Eure Jessi

Samstag, 27. Juli 2013

Begleiter einer schweren Zeit

Hallo meine Lieben. 

Genau vor drei Monaten habe ich aufgehört Rezensionen zu schreiben! "Hääää???" werden jetzt einige denken, "Da kamen doch immer noch neue Rezis!". Tja die waren nicht wirklich neu sondern nur vorgeschrieben und aus den Tiefen hervorgeholt. Ob ich in den nächsten Wochen wieder eine Rezension schreiben werde weiß ich nicht, denn das ist ein anderes Thema, dass ich demnächst noch mit euch besprechen möchte. 


Denn das Thema heute sind die Bücher die ich in den letzten drei Monaten gelesen habe und meine Erfahrungen der letzten Zeit. Der Stapel ist nicht groß und wenn ich bedenke das ich in manchen Monaten schon das doppelte gelesen habe wird mir ganz schlecht. Denn dann fällt mir wieder ein wie ich mich doch selbst gestresst und meiner "Freizeit" beraubt habe. In diesen letzten drei Monaten habe ich mir wieder Zeit gelassen beim Lesen. Ich habe gelernt ein Buch wirklich zu genießen und dies auch mal über eine längere Stecke, wie zB. eine Woche zu lesen. Und ich habe es so genossen. Das langsame Lesen hat mein Bewusstsein für ein Buch und die Geschichte weiter geöffnet, ich habe wieder gelernt mit den Charakteren mit zu fiebern und die Geschichte auf zu saugen. Ich habe mich wieder in Geschichten verloren und gelernt jede Minute die ich zum Lesen habe zu genießen. Denn Lesen bedeutet für mich wieder Freiheit und nicht Arbeit und das ist das Wichtigste was ich lernen musste. 

In den letzten Monaten habe ich vorallem auf echte Menschen in Büchern gestützt. Keine übernatürlichen Wesen (außer bei Unsterblich) und Magie. Ich habe es genossen Menschen wieder zu finden die zwar hier und da sehr perfekt erscheinen, aber durchaus auch im realen Leben auftauchen können. Habe bei den unterschiedlichen Liebesgeschichten mitgefiebert und mitgelitten. Habe mich endlich wieder dazu bereit gefühlt einen erotischen Roman einfach zu lesen und nicht ihn bis ins kleinste Detail zu analysieren. Und es war so befreiend und erfüllend. Ich habe es die Bücher von vorne bis hinten durch zu lesen, ohne etwas zu überspringen oder ab zu brechen, denn ich hatte Zeit und endlich wieder innere Ruhe und Geduld dazu. 

Denn es gibt nichts schlimmeres als durch ein Buch zu hasten und es nicht wirklich zu genießen. Aber das habe ich in den letzten Jahren leider gemacht. Ich habe mich von außen wie von innen stessen lassen. Ich bin in einen Trott gefallen der mir Zeit und Inspiration geraubt hat. Ich habe mir meine Geduld und meine Fantasie, sowie meine innere Ruhe stehlen lassen und das hat mich gefustet und mich oft dazu gebracht ein Buch schon nach wenigen Seiten ab zu brechen nur weil es nicht direkt hammer spannend war. Jetzt brauche ich das nicht mehr. Ich bin zu meiner alten Form zurück gekehrt. Habe gelernt ein Buch auch mal für zwei, drei Tage nicht zu beachten und es dann erst wieder in die Hand zu nehmen. Ich fühle mich auch endlich nicht mehr schlecht dabei, sondern richtig gut. Ich kann verstehen wenn andere jetzt den Kopf schütteln, aber ich habe mit Hilfe von lieben Menschen gelernt mein damaliges Verhalten zu analysieren und es zu korrigieren. Und ich kann sagen:

Endlich bin ich wieder der Mensch, der ich vor einem Jahr war!

Klar helfen da nicht nur drei Monate Internetpause und eine Reha, ich muss weiterhin an mir arbeiten, auch im privaten Umfeld und auf der Arbeit muss ich lernen alles gemächlicher angehen zu lassen. Aber der erste Schritt ist getan und vielleicht denkt auch mal der ein oder andere lesende Blogger über sein Bloggingverhalten oder sein Leseverhalten nach und nimmt sich endlich wieder mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge im Leben. 

Bis dann, eure Jessi


Samstag, 20. Juli 2013

Startschwierigkeiten.... Wie lässt man seinen Blog neu aufleben???

Hallo meine Lieben, 

Lange ist es her... Mein Blog lag auf Eis. Mein Facebook Account ist gelöscht und meine Reha beendet. Nun möchte ich wieder bloggen, denn ich habe gemerkt, dass mir dies doch wirklich sehr gefehlt hat. Und vorallem habt ihr mir da draußen sehr gefehlt. Es kommt mir vor wie Monate und Jahre und nicht wie nur zwei Monate als ich das letzte mal was wirklich interessantes geschrieben oder gepostet habe. 

Jetzt möchte ich so zu sagen von neu starten und mich langsam wieder einfühlen. Ich habe vieles in meinem Leben verändert. Habe meine Ziele etwas niedriger, dafür aber gradliniger gesteckt. 
Ich möchte bloggen, aber nicht mehr so wie früher. 
  1. Ich schreibe keine Rezensionen im Schnellspurt mehr.
  2. Ich nehme keine Rezensionsexemplare mehr an. 
  3. Ich baue radikal meinen Sub ab. 
  4. Ich lese und bewerte nur noch das worauf ich wirklich Lust habe und nicht das was mir vorgeschrieben wird. 
  5. Ich werde eine Easy-Going-Bloggerin (der Name wurde mir während der Reha gegeben, er soll mich daran erinnern das ich alles langsam und ohne Stress angehen soll)
Jetzt gibt es nur ein Problem: Ich weiß nicht worüber ich in meinem aller ersten Post nach meiner Pause schreiben soll!? Ich möchte nicht mit einer schnöden Rezension starten und deshalb brauche ich ein bisschen eure Hilfe. 

Helft mir bei meinem Neustart! Über was oder wen soll ich in meinem ersten Post schreiben? Was würdet ihr gerne mal wissen oder erfahren, was würde euch interessieren???? Ich zähle auf eure Ideen!!!

Bis bald eure Jessi
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