Sonntag, 24. November 2013

(Rezension) The Bone Season "Die Träumerin" von Samantha Shannon


Inhaltsangabe

Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Warden trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen…

Meine Meinung

Dystopie? Fantasy? Was ist es wohl? Tja das spalten sich die Meinungen und ich werde nicht versuchen dieses Buch in eine Schublade zu stecken, denn auch ich kann es nicht wirklich zuordnen. Es gibt zwar Parallelen zu der realen Geschichte von London, dennoch wirkt alles andere so utopisch, dass es einfach keine Dystopie sein kann. Es gibt "Seher", sowie Paige eine ist. Sie wirkt nach Außen ganz normal, ist aber eine Traumwandlerin, die ihren Geist vom Körper lösen kann und so in die Traumlandschaften von Anderen eindringen kann.

Diese Seher werden von den normalen Menschen verfolgt und gefoltert und nur wenn sie vom Untergrund geschützt werden haben sie vielleicht Glück nicht gefunden zu werden. Der Untergrund mit seinen Gaunern und seinen kleinen Intrigen hatte eine ungemeine Anziehungskraft auf mich. Dann gibt es da natürlich nicht nur Paige als Seherin, sondern auch noch viele andere die wundervolle und sehr gut durchdachte Gaben haben. Die Geschichte die hier aufgebaut wird, ist absolut anziehend und einfach nur wundervoll. Ich war ab der ersten Seite an, verliebt in diese überaus wandelbare und großartige Geschichte, voller Ideen und Überraschungen. 

Das wohl Wichtigste, dass ich hier an dieser Stelle erwähnen muss und sollte, ist das es unglaublich viele Begriffe gibt die nicht so geläufig sind. Doch eine Entwarnung kann ich auch geben: Es gibt Schautafeln und einen Glossar, der alles nochmal genau auflistet und erklärt. Darüber hinaus haben wir es mit einer Welt zu tun die sehr vielschichtig ist und bei der es sich durchaus lohnt kleinere Notizen zu machen, damit man in der siebenteiligen Reihe nicht den Faden verliert. Ja ihr habt richtig gelesen, "The Bone Season" wird eine Reihe mit sieben Teilen werden. Ich weiß zwar noch nicht wie die Autorin das noch weiter ausbauen möchte, hat sie doch schon in diesem Teil mächtig viel Pulver verschossen. Aber ich warte jetzt schon gespannt auf den zweiten Teil und hoffe das dieser wieder so genial wird. 

Dann möchte ich noch die Charaktere erwähnen, die neben der Geschichte und allem anderen natürlich nicht zu kurz kommen sollen. Paige ist eine starke Persönlichkeit mit so vielen Facetten, dass sie mich völlig umgehauen hat. Alles was Paige erlebt habe ich mit ihr zusammen erleben dürfen. Ich habe mit ihr zusammen kämpfen können, mit ihr zusammen gelitten und geträumt. Sie ist die perfekte Anführerin und Hauptcharakterin für dieses Buch. Aber nicht nur Paige bringt einiges an Potenzial mit. Auch alle anderen Charaktere und ganz weit vorne der Wächter Arcturus haben mich fasziniert. Denn sie haben alle Leben und Kraft in sich. Sind nicht einfach nur Statisten ohne jegliches Mitspracherecht. Sie sind alle mit einer Stimme versehen, die sie auch benützen dürfen und so selbst die Geschichte mitschreiben können. 

Ein weiterer wichtiger Punkt in "The Bone Season" ist die Vielschichtigkeit und das Frage - Antwort Spiel das die Autorin hier mit uns treibt. Sie schafft es in einem Moment eine wichtige Frage endlich zu beantworten, dann aber direkt wieder fünf neue zu öffnen und uns so wieder auf eine Reise zur nächsten Antwort zu schicken. Sie hält konsequent die Spannung, schafft es aber den Bogen hier und da noch weiter zu spannen um dann im entscheidenden Moment los zu lassen und den Lesern so wieder etwas Entspannung zu geben. Daher hatte ich während dem Lesen keine einzige langweilige Minute und musste das Buch nie bei Seite legen. Vielmehr, konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen und musste jede freie Minute nutzen um wieder in diese wunderbare Welt eintauchen zu können. 

Die Grundstimmung der Geschichte ist zwar etwas düster. Allein der Teil, der in der Strafkolonie Sheol 1 hat mich einfach nur bedrückt und mir teilweise die Luft zum Atmen genommen. Denn hier erfährt Paige am eigenen Leib was mit den gefangengenommenen Sehern passiert und erlebt die Knochenernte die mich einfach nur fassungslos gemacht hat. Denn durch die wundervolle Verbindung zu Paige, haben wir Leser nicht nur das Gefühl mitten drin zu sein, sondern fühlen und spüren alles was auch Paige wahrnimmt. Dadurch habe ich noch viel mehr diese bedrückende Stimmung des Buches aufnehmen können, was durchaus positiv war, da ich ein Fan solcher Bücher bin. Ab und zu brauche ich es düster und beklemmend und kann mit Friede-Freude-Eierkuchen nur sehr wenig anfangen. 

Ich kann gar nicht sagen wie viele Sterne ich diesem Buch am Liebsten geben würde aber 5 von 5 sind es schon mal auf jeden Fall und ich packe noch **************************************************** Sterne dazu, da ich einfach nur überwältigt und völlig begeistert bin. Ich liebe dieses Buch und wünsche allen, die es noch lesen wollen ganz, ganz, ganz viel Spaß dabei. Es lohnt sich wirklich. 



(Rezension) Into The Deep "Herzgeflüster" von Samantha Young


Inhaltsangabe
Er gab ihr das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Er sagte, dass er sie liebt. Charley und Jake waren ein Traumpaar. Damals. Bis ein tragisches Unglück geschah und Jake sie wortlos aus seinem Leben strich. Charleys Herz war gebrochen, sie konnte ihm nicht verzeihen. Dreieinhalb Jahre lang. Bis er ausgerechnet bei ihrem Auslandsjahr in Schottland wieder vor ihr steht. Geheimnisvoll und sexy. Und mit einer neuen Freundin an seiner Seite. Das ist wirklich das Letzte, was Charley jetzt gebrauchen kann. Sie zeigt ihm die kalte Schulter. Doch Jake lässt nicht locker, er sucht ihre Nähe und ihre Vergebung. Tief in ihrem Herzen glimmt noch die Sehnsucht nach ihm. Aber der erste Verrat ist immer der Schlimmste, und sie weiß nicht, ob sie diesem Mann jemals wieder vertrauen kann …

Meine Meinung

Zu aller erst: Warum "Herzgeflüster"??? Das hört sich so extrem kitschig an und hätte man im Buchtitel wirklich nicht gebraucht. "Into the Deep" hört sich so kraftvoll und aussagekräftig an, da braucht es nicht noch einen weichgespülten Untertitel. 

"Into the Deep" fängt wirklich gewaltig und spannend an. Wir bekommen hier eine gehörige Portion an Emotionen entgegen geschleudert und die Protagonisten haben mich direkt in ihren Bann gezogen. Es geht ganz schön heftig bei den beiden zu und sie leiden ununterbrochen. Klammern sich an das, was einmal war und versuchen aber gleichzeitig sich von einander zu lösen und stoßen den anderen immer wieder von sich weg. 

Was anfangs noch sehr emotional und kraftvoll daher kommt, ist dann aber der Hälfte einfach nur noch kräfteraubend für den Leser. Denn dieses ständige hin und her machte mich ganz dusselig und hin und wieder musste ich das Buch bei Seite lesen um mal durchatmen zu können. Ich mag es ja wenn es dramatisch und gefühlvoll zugleich ist, aber wenn es zu viel wird, steige ich auch gerne mal aus. Gott sei Dank bekommt die Autorin zum Ende hin nochmal die Kurve und schaffte es auch, mich mit ihren Kapiteln, die in die Vergangenheit zurück blicken sowie den Kapiteln von Jake völlig zu fesseln. Diese Art des Schreibens mag ich sehr an Samantha Young. Denn auch wenn nicht alles perfekt erscheint oder man das Gefühl hat, das sie sich etwas verzettelt reißt sie es durch ein paar gute Ideen wieder voll raus und alles andere ist vergessen. 

Die Charaktere des Buches, waren mir direkt sehr präsent und auch sympathisch. Ich hatte sofort einen Draht zu Charley und konnte mich sehr gut in sie hinein versetzten. Charley und Jake sind gleichermaßen verletzt und auch wenn ich manchmal nicht alle ihrer Gedankengänge nachvollziehen konnte, habe sie auch irgendwie wieder verstehen können. Sie zeigen ihre innersten Gedanken und Gefühle nicht sofort. Alles was sie ausmacht oder anderen präsenter macht, geben sie nur nach und nach preis und das ist in meinen Augen auch ganz ok so. 

Das Hauptaugenmerk des Buches, ist die Romantik, die Liebe, die Beziehung der Protagonisten und hier muss ich sagen, dass es mir nicht kitschig genug sein kann. Was andere als Kitsch bezeichnen, sehe ich als absolut romantisch und gefühlvoll und kann mich dadurch voll und ganz fallen lassen. Ich mag es wenn Protagonisten auch in diesem Punkt Gefühle zeigen dürfen und das tun die Charaktere in diesem Buch oft genug. Tränchen in den Augen, während dem Lesen, sagen da doch alles oder?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schreibstil der Autorin, der mich auch schon bei "Dublin Street" und "London Road" gefesselt hat. Er ist realistisch, nicht zu abgehoben und einfach zu lesen. Ich holpere nicht von einem Satz zum Nächsten oder finde irgendwelche Satzbauten die mich irritieren. Ich habe vielmehr das Gefühl mit einer guten Freundin zu sprechen. Außerdem weiß die Autorin auch, wie sie romantische und auch erotische Szenen so beschreibt, dass sie angenehm und gefühlvoll bleiben.


Für mich sind es in diesem Fall immer noch 4 von 5 Sterne die ich vergebe. Denn auch wenn ich meine Kritikpunkte habe, so habe ich diese Geschichte dennoch genossen und habe mich wieder einmal in eine schöne Story fallen lassen können. Leidende Charaktere und manchmal etwas zu viel des Guten, muss man aber dennoch ertragen und vielleicht auch mal darüber hinweg sehen können.
 



Samstag, 23. November 2013

(Rezension) Die drei Leben der Tomomi Ishikawa von Benjamin Constable

Inhaltsangabe
Tomomi Ishikawa ist tot. Sie hat sich umgebracht, so steht es in dem Abschiedsbrief an ihren Freund Ben Constable.
Doch Tomomi weigert sich hartnäckig, in Frieden zu ruhen. Stattdessen hinterlässt sie Ben eine Menge rätselhafte Botschaften, die ihn, ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd, durch Paris, New York und Tomomis Vergangenheit führen.
Ben würde gerne glauben, dass es sich bloß um ein Spiel handelt, dass die Geschichten, die Tomomi ihm hinterlassen hat, nur Ausgeburt ihrer Fantasie sind, doch dann offenbaren sie ihm ein grausames Geheimnis.
War Tomomi Ishikawa in Wahrheit eine Serienmörderin? Und ist sie tatsächlich tot?
Bald weiß Ben nicht mehr, was Fiktion und was Realität ist.
  
Meine Meinung


Das Erste was einem bei diesem Buch auffällt, ist dass Protagonist und Autor den selben Namen tragen. Das ist etwas sehr ungewöhnliches, vorallem wenn es keine Biographie ist und das Buch dem ersten Anschein nach, etwas ungewöhnlicher daher kommt. Das die Geschichte ungewöhnlich ist und durchaus zu überraschen weiß, merkte ich schon nach dem Lesen des Klappentextes und nach den ersten Rezensionen die meinen Weg kreuzten. Die Geschichte sprach mich auf eine ganz besondere Art und Weise an und ich wollte unbedingt wissen, was sich hinter Tomomi Ishikawa verbirgt und auf was Ben alles stoßen wird. 

"Butterfly" Tomomi Ishikawa schreibt Ben einen Brief. In diesem erklärt sie, dass sie sich das Leben nehmen will und das sie aber noch eine Überraschung für Ben hat und schickt in somit auf eine Reise in die Vergangenheit und in das Hier und Jetzt. Denn genauso geschickt, wie Butterfly Ben auf die Reise schickt, ist auch die Art und Weise des Erzählstils des Buches. Der für mich fast schon wichtiger war wie die gesamte Geschichte an sich. 

Der Erzählstil ist ungewöhnlich, poetisch, bildgewaltig, melancholisch und glückseelig gleichzeitig. Die Geschichte wird aus Ben's Sicht erzählt und schafft somit eine Atmosphäre die einzigartig erscheint. Der Schreibstil bringt uns Ben sehr nahe und man hat das Gefühl, als würde man mit einem guten Freund Kaffee trinken gehen und er würde uns dabei seine Geschichte erzählen. Es hat aber auch manchmal das Gefühl vermittelt, als würde ich eine Geschichte, ein Buch in einem Buch lesen - wenn ihr versteht was ich meine. Ich las etwas, fühlte mich pudelwohl damit, konnte aber nie wirklich zuordnen wie viel davon noch reale Geschichte und was fiktive Geschichte ist. Es ist ein komisches und zugleich sehr wohltuendes Gefühl, dass man einfach erlebt haben muss und das man nur sehr schwer beschreiben kann. 

Befassen wir uns wieder mit der eigentlichen Story so sehen wir hier einen Mann, 38 Jahre, der auf eine Art Kriminaljagt geschickt wird. Er liest die Botschaften von Butterfly und beschließt, zusammen mit seiner "imaginären" Katze jeder Spur nach zu gehen und schafft es so immer mehr über Butterfly zu erfahren. Manches ist schockierend, manches auch witzig und lässt einen schmunzeln und manch anderes wirkt eher unbedeutend und nicht wirklich nützlich. Manches hat mich verwirrt oder mich auf eine falsche Fährte gelockt, so wie auch Ben. Wieder anderes hat mich direkt schlussfolgern lassen und ich hatte sofort eine Idee wie alles enden könnte. Wiederrum gab es aber auch Momente, in denen ich das Gefühl hatte, niemals ein Ende finden zu können oder das die Geschichte für immer und ewig ungelöst und unvollendet bleiben wird. Tomomi's Botschaften schaffen eine Illusion, in die ich mich hineinbegeben habe und die mich bis zu sehr überraschenden Ende immer wieder überrascht haben. 

Über das Ende verrate ich hier jedoch nichts, denn das ist mit der wichtigste Teil des Buches. Aber es ist auch der Teil, der mich am Meisten irritiert und dann auch wieder glücklich gemacht hat. Denn die Reise auf die wir uns zusammen mit Ben begeben ist keine einfache Reise und wirkt nur im ersten Moment ganz einfach und plausibel. Hat man aber begriffen, dass nicht immer alles so ist wie es anfangs scheint, liest man die Geschichte mit einem ganz anderen Gefühl. 

Dieses Buch ist nicht einfach. Es ist keins dieser "ich les es schnell mal weg" Bücher. Es liest sich allein durch die Erzählweise recht schwierig. Man muss sich einfach darauf einlassen können, muss die Geschichte erleben wollen und muss vorallem darauf achten nicht alles direkt zu glauben. Vieles sollte man hinterfragen, manches einfach abhaken, manches nochmal abspeichern und bei wieder anderen Dingen nochmal hinterfragen. Die Story und Ben und Tomomi ist eine einzigartige Story, die ich so noch nie gelesen habe und bei der ich sehr froh darüber bin, dass es sie gibt. 

5 von 5 Sterne mit Krönchen





 

(Rezension) Little lies "Vollkommen vertraut" von Abbi Glines



Inhaltsangabe
Sawyer ist der Einzige, den Lana je wollte. Doch sein Herz gehörte schon immer ihrer Cousine Ashton – bis sie es brach. Jetzt ist er alleine und am Boden zerstört – und mehr als überrascht, als er Lana wiedersieht, die ihre Sommerferien in Grove verbringt. Sie ist längst nicht mehr das schüchterne Mädchen von früher, sondern verdammt attraktiv und ganz offensichtlich sehr daran interessiert, ihm dabei zu helfen, über Ashton hinwegzukommen. Doch was als unverfänglicher Flirt beginnt, entwickelt sich schnell zu einem heißen Spiel der Verführung, und schon bald ist das Verlangen überraschend echt.


Meine Meinung

Wieder ein toller Streich von Abbi Glines aber an „Little Secrets“ kommt es leider nicht heran.
Sawyer trauert immer noch seiner „einzig wahren Liebe“ Ashton hinterher, die sich aber in seinen Bruder Beau verliebte. Jetzt ist er alleine, am Boden zerstört und kann auch nach Wochen und Monaten noch nicht begreifen was wirklich passiert ist. Hier wurde ich schon hellhörig und habe mich ziemlich gewundert, denn der Sawyer den wir aus Band eins kennen ist irgendwie verschwunden. Er hat Platz gemacht für einen härteren Sawyer der säuft oder sich am Liebsten dauernd prügeln würde. Außerdem lebt und liebt er seinen inneren Hass und das fand ich einerseits ganz gut, andererseits habe ich mich dabei auch nicht wohl gefühlt.

Dann geht es weiter als Lana wieder auftaucht. Auch sie hat sich verändert, so zu sagen vom Mauerblümchen zum sexy Vamp. Diese Veränderung fand ich ganz ok, da sie nur äußerlich stattgefunden hat und Lana innerlich immer noch die Selbe ist. Lana liebt Sawyer, das tat sie schon immer und als er wieder in ihr Leben tritt ergreift sie die Chance. Das Sawyer jedoch zu Beginn nur mit Lana spielt, ist ihr zwar bewusst aber sie will es verdrängen, was ihr schon schnell zum Verhängnis wird.

Die Geschichte im Sawyer und Lana wäre eine wundervolle Geschichte, wenn Sawyer nicht ständig hinter Ashton herlaufen würde und wenn die Grundidee nicht so verwirrend wäre. Denn das ständige Hin und Her macht das Lesen nicht so ganz einfach und was mich auch etwas enttäuscht hat war das unterkühlte erotische Feeling des Buches. Ja es wird prickelnd, ja die Szenen sind romantisch und haben auch ihren Reiz, außerdem habe ich ein bisschen Herzflattern bekommen aber so wirklich hebt es mich nicht vom Hocker. Ich wurde nicht völlig geflasht und habe so ein bisschen dieses Gefühl von Band eins vermisst. Das Gefühl vollkommener Liebe und Hingabe, dass hier zwei Menschen aufeinandertreffen die sich absolut lieben und sich vertrauen, aber gleichzeitig so verzweifelt sind und denen es ständig knistert sobald sie zusammen kommen. Hier ist es verhaltener, etwas unschuldiger und Teenie mäßiger.

Im Grunde ist es eine gute Geschichte, die Romantik mitbringt und auch ihre schönen Stellen hat. Trotzdem gab es Punkte die mich einfach nur genervt haben und die mich nicht voll und ganz überzeugen konnten. Nervig war Sawyer, absolut süß war Lana und Ashton und Beau sind in diesem Teil einfach wieder klasse und haben ihren ganz eigenen Charme. Dann das Ende des Buches, das zwar hochromantisch aber auch etwas zu kitschig geraten ist. Hier wurde mit zehn Händen in die Zuckerwattekiste gepackt und alles noch zusätzlich  mit rosa Tüll verziert.

Ich schwanke zwischen den Stühlen hin und her, denn ich weiß nicht ob ich mich für den „Wow“ oder den „Och Nö“ Stuhl setzen soll und ziehe deshalb den „Naja“ Stuhl vor. Denn das Buch ist so naja! Ich habe mich einerseits echt gut gefühlt und andererseits habe ich mich etwas fremdgeschämt. Ich lese die Bücher von Abbi Glines sehr gerne, ich liebe ihre Geschichten alle. Egal ob auf Deutsch oder auf Englisch, sie sind immer romantisch und einfach nur herzerwärmend. Das hat dieses Buch zwar auch gemacht, mein Herz erwärmt, aber ich habe mich auch nicht voll und ganz wohl mit der Story gefühlt.

3 von 5 Sterne für „Little Lies“. Ein schöner zweiter Teil, der aber nicht auf ganzer Linie überzeugen konnte.Was jedoch wieder voll überzeugt hat, war die Idee jedem Charakter eine eigene Stimme zu verleihen und sie abwechselnd sprechen zu lassen. Das zieht Abbi Glines konsequent durch und das finde ich sehr gut.

Sonntag, 17. November 2013

Soll ich oder soll ich nicht....

Endlich mal meine Reihen weiterlesen????

Denn davon habe ich definitiv genug und einige Reihen befinden sich noch nicht in voller Größe in meinem Regal. Deshalb würde ich gerne von euch wissen, welche Reihe ich unbedingt weiterkaufen, bzw. weiterlesen muss? 


Von diesen "Reihen" habe ich in meinem Regal jeweils den ersten Teil stehen und auch schon gelesen, dennoch stecke ich in einem Zwiespalt fest, denn ich weiß nicht ob ich weiterlesen soll oder nicht? Die ersten Teile haben mir alle gut gefallen, hier und da hatte ich zwar meine kleinen Bedenken oder habe auch ein paar Negativpunkte gehabt, aber deshalb habe ich die Reihen nie ganz abgeschrieben. Ich habe weiterhin immer ein Auge auf die zweiten Bände gehabt, habe mir Rezensionen und verschiedene Meinungen durchgelesen, denn ich wollte sie nicht aus den Augen verlieren. 

Dennoch brauche ich weitere Argumente, warum ich welches Buch unbedint lesen oder mir kaufen muss? 
Welche "Reihe" muss oder sollte ich weiterlesen? 
Wo entgeht mir etwas? 
Was habt ihr beim Lesen gedacht und kennt ihr das Gefühl auch, eine Reihe zwar weiterlesen zu wollen, aber nicht die passende Motivation dazu zu haben?


Libressio #5 - Dieses Buch ist mein persönlicher Schatz

http://www.leselurch.de/2013/11/libressio-mein-buchgestandnis-5.html
Hallo ihr Lieben, 

Heute habe ich mir gedacht, mach ich auch mal wieder mit beim Libressio von "Leselurchs Bücherhöhle". Wer von euch auch mitmachen möchte oder mal schauen möchte was das überhaupt ist, klickt einfach auf das Banner, dann kommt ihr zu Lurchis Seite. 

Dieses Buch ist mein persönlicher Schatz

Meine Buchschätze habe ich bestimmt schon hundert mal hier gezeigt. Es sind zum einen (ja ich bekenne mich dazu ganz offiziell) die Twilight Bücher! Dann ist es meine gebundene Ausgabe von "Der Herr der Ringe" und auch meine erste Ausgabe von "Gargoyle" die ich damals als Taschenbuch gekauft hatte und seitdem auch als HC besitze. Aber ich lese nur das Taschenbuch und daher sieht es auch dementsprechend verschrammelt aus. 
ABER mein größter persönlicher Buchschatz sind die Bücher von Walter Moers. 

Allesamt Erstausgaben und wenn man bedenkt, dass es Rumo als HC gar nicht mehr zu kaufen gibt, ist es schon ein hübsches Schätzchen das ich besitze. Ich habe diese Bücher gekauft, Rumo z.b. 2003, da war ich noch eine ganz arme Schülerin mit sehr wenig Taschengeld und ich gab damals 25€ für ein Buch aus mit dem Wissen, gerade 3/4 meines Taschengeldes für einen Monat in bedruckte Seiten investiert zu haben. Und trotzdem war es für mich in dem Moment das Beste und Tollste was ich je gekauft hatte. Denn ich liebte die Bücher von Walter Moers sehr und auch heute noch kann er mich mit seinen Geschichten und Bildern begeistern. Nach Rumo folgte dann "Die Stadt der Träumenden Bücher" welches ich, in einem Tag verschlungen hatte und damals auch rund 25€ gekostet hat. Danach kam "Der Schrecksenmeister" welches ich mir kaufte, als ich eine sehr wichtige Prüfung überstanden hatte und mich dann durch meine Lehre begleitete. "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" hat etwas mit meinem Blog zu tun und prägt noch heute diverse Ideen meiner eigenen Geschichten und Novellen. Ich kann mir also ein Leben ohne Walter Moers Geschichten gar nicht mehr vorstellen, denn egal was ich tue, schreibe oder lese... irgendwo spielen seine Geschichten immer eine Rolle. Und selbst auf der Arbeit mit den Kids hat er mit dem Buch "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" einen Platz gefunden. Und das ist auch das Buch, dass ich unbedingt noch als HC brauche und welches ich händeringend suche. Vielleicht habe ich mal Glück und nicht ich finde das Buch, sondern das Buch findet mich !
Also habe ich nicht nur einen Buchschatz, sondern sogar vier. Aber für mich sind sie alle wie ein einziges Buch und daher wollte ich sie hier zeigen. Denn für eins entscheiden, könnte ich mich niemals.


Samstag, 16. November 2013

Viele neue Bücher wandern in meine Regale

Hallo meine Lieben, 


Ohne viele Worte ... Diese Bücher sind nicht gekauft, zumindest nicht jetzt, denn ich habe ja ein Buchkaufverbot bis Weihnachten und daran halte ich mich auch so gut es geht. Ich habe aber schon im Sommer damit angefangen vorzubestellen und jetzt trudelt alles nach und nach bei mir ein. 

Das ist ne ganze Menge, ein paar Bücher habe ich auch schon gelesen und wandern somit nicht auf meinen Super-Sub ;)
Außerdem finde ich die Mischung diesmal sehr interessant und irgendwie auch ein bisschen untypisch für mich "Oo"


John Green – The Collection: The Fault in Our Stars / Looking for Alaska / Paper Towns / An Abundance of Katherines and Will Grayson [Englisch] [Taschenbuch]

Alle auf englisch und alle meins!!!! Ich freue mich schon drauf und denke, dass mir die bücher wirklich gut gefallen werden. 


Dash & Lilys Winterwunder

Das Liebespaket ;) Little Lies und Weil ich Layken liebe habe ich schon gelesen, meine neuste Lektüre ist gerade Into the Deep und ich bin wieder einmal hin und weg von dieser Intensität der Geschichte und der Bildgewalt, die die Autorin hier schafft. 


Liebeserwachen in Virgin River

Das erste Buch von Jojo Moyes habe ich aus diversen Gründen nicht gelesen und ich werde auch weiterhin einen großen Bogen darum machen, aber bei dieser Geschichte bin ich schwach geworden und ich freue mich schon darauf. 
Und bei Virgin River muss ich glaube nicht mehr viel sagen. Ich liebe diese Reihe einfach und kann nicht genug von diesen liebenswürdigen Protas bekommen.  


Verhängnisvolle Sehnsucht

Ein Rocker mit einer traurigen oder verhängnisvollen Vergangenheit und eine Menge Musik und Leidenschaft? Das ist voll mein Ding und ich weiß auch schon jetzt, welche Musik dazu gehört wird ;)
Michelle Raven, auch eine Autorin deren Bücher alle in meinem Regal stehen und gelesen wurden oder werden, denn ich liebe ihren Schreibstil und ihre Charaktere einfach. Besonders freue ich mich diesmal darauf, dass es Kurzgeschichten sind, da ich ja ein riesen Kurzgeschichtenfan bin.  


Speechless (Sprachlos)

Dark Kiss steht hier schon etwas länger rum und wurde auch schon gelesen, aber jetzt wo Gray Kiss mich heute erreichte musste ich es einfach nochmal mit ablichten. Die Geschichte ist witzig und hatte etwas ganz eigenes und Besonderes an sich, weshalb ich sie unbedingt weiterlesen muss. 
Speechless kam vom Verlag und ich war hin und weg, als ich sah wie dieses Buch gestaltet wurde, denn das Reinweiß und diese hervorgehobene Schrift haben etwas sehr spezielles und eigenes. Ich freue mich auf die Geschichte.  


Montags sind die Eichhörnchen traurig 

Da kam es bei mir an... ein riesen Paket und ich wusste nicht was drin war. Tja als ich es aufgemacht hatte musste ich erst einmal schlucken.. denn das hatte ich nicht erwartet. Der Verlag hat mich überrascht und die Bücher überraschen mit ihrer Geschichte sogar noch ein zweites Mal. Denn das ist mal etwas wirklich spezielles ;)


Die Wikingersklavin

Auf The Bone Season freue ich mich wie ein Plätzchen und ich habe auch schon ein bisschen reingeschnuppert und habe das Gefühl, dass ich hier was ganz neues und unvergleichbares zu lesen bekomme.
Die Wikingersklavin ist eigentlich nicht so mein Genre aber ich werde es versuchen und ab und zu darf es auch mal was Historisches sein ;) 


Shadows of Love - Dunkle Leidenschaft

Favole war ein Geschenk meiner Mutter, denn 16 - 18 € für ein Buch, das hauptsächlich aus Bildern besteht, ist schon ne Hausnummer (neu sogar 40€). Als meine Mutter es dann in einem kleinen Buchladen entdeckte musste sie es für mich mitnehmen, da ich die Künstlerin vergöttere und ihre Bilder schon seit Jahren leidenschaftlich sammele und im ganzen Haus hängen habe. 
Und Shadows of Love habe ich bei meinem Zeitschriftenhändler finden können und musste es mitnehmen. Denn wenn ich was in gedruckter Version bekommen kann, dann nutze ich das auch ;) Die Geschichte ist übrigens einfach nur "HAMMER"!!!!!  



Gewinner - Blogtour "Am dreizehnten Tag"

Hallo meine Lieben, 

Heute gibt es wie versprochen den oder die "Tages"Gewinner/in der Blogtour auf meinem Blog. Ausgelost wurde unter allen Kommentaren, die ich gestern unter diesem Post bekommen habe. Und ausgelost wurde wie immer mit Random.org und gewonnen hat:

Sonjas Bücherecke

Herzlichen Glückwunsch Sonja, du bekommst ein Exemplar des Buches "Das Samstagshuhn oder "Wie kommt die Magerite in den Brautstrauß?" 
Bitte sende mir doch deine Adresse an: booksaweek@gmx.de 







Den Wochengewinner könnt ihr heute Nachmittag bei 
erfahren.  



Freitag, 15. November 2013

Blogtour: Am dreizehnten Tag - Der Arbeitsplatz

Hallo und herzlich Willkommen




zur Blogtour des Buches "Am dreizehnten Tag"

Gestern hat KATIE ihren Post veröffentlicht und heute bin ich dran. Mein Thema war der Arbeitsplatz von Regina Mengel, denn der ist ja in gewisser Weise das Wichtigste wenn man ein Buch schreiben möchte. Man muss sich wohl fühlen, muss alles griffbereit haben und braucht eine Wohlfühlatmosphäre.
Doch was die Autorin zu ihrem Arbeitsplatz zu sagen hat, soll sie lieber selbst machen ;) Dann wird auch nicht vergessen.....


Ich habe tatsächlich ein Arbeitszimmer mit einem Schreibtisch, an dem ich den größten Teil des Tages verbringe. Dort schreibe ich auch am liebsten, allein schon, weil ich mir einen schrecklich teuren, aber superergonomischen Schreibtischstuhl geleistet habe, auf dem es sich wunderbar den Hintern plattsitzen lässt.


Wenn die Sonne scheint und es warm genug ist, schreibe ich gern im Garten – da allerdings der Akku meines Mini-Books nur begrenzte Zeit hält, kann ich dort nicht den ganzen Tag verbringen. Wir wohnen in einem denkmalgeschützten Vierkanthof und um den Garten zu erreichen, muss ich durch ein anderes Gebäude. So weit reicht mein Stromkabel nicht ;-). Manchmal versuche ich es im Innenhof, aber da komme ich zu gar nichts, weil ständig irgendwelche Nachbarn vorbeikommen und dann ist ein Schwätzchen fällig.

Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, arbeite ich gern im Café. Das ist auch immer eine Option, wenn ich vor lauter Nebenarbeiten/Internet nicht zum Schreiben komme – Internet aus, ab ins Café, dann wird’s auch mit dem Roman. Leider schreibe ich derzeit sowieso viel zu wenig, ich habe ein anderes Herzensthema – www.qindie.de, ein Portal für guten Lesestoff von unabhängigen Autoren – und dazu brauche ich in der Regel den Zugang zum Internet, weil ich dort zur Geschäftsleitung gehöre und wir den Großteil unserer Arbeit online erledigen. Deshalb sitze ich meistens eben doch im Arbeitszimmer.

Ich versuche hin und wieder aufzuräumen oder staubzuwischen, wobei die Betonung auf hin und wieder liegt ;-). Manchmal denke ich, ich verkomme im Chaos, aber so schlimm ist es dann doch nicht. Übrigens, ich teile meinen Schreibtisch mit meinem Mann – Teilung auf weiblich: 1/5 für ihn und 4/5 für mich. Aber er ist ja auch tagsüber gar nicht da, einer muss ja die Miete verdienen, dafür reicht es bei mir leider noch nicht. Außerdem braucht nur ein Eckchen für seinen Laptop, da reicht doch 1/5 Schreibtisch. Oder etwa nicht?




Natürlich gibt es heute auch was zu gewinnen.  

Beantwortet mir einfach folgende Frage als Kommentar:
  Wusstest du eigentlich, dass vieles, was man sich so über Flaschengeister erzählt, nur ein Gerücht ist? Das mit den drei Wünschen zum Beispiel. Dennoch: Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?

(Bitte gebt eure E-mail Adresse an!)

Und nun passt auf, ihr habt eine doppelte Gewinnchance

Tagesgewinn

1 Taschenbuch "Das Samstagshuhn oder "Wie kommt die Margerite in den Brautstrauß"



Der Tagesgewinn wird morgen hier ausgelost!


Am Ende der Blogtour werden alle Kommentare auf allen Stationen noch mal in einen  Lostopf geschmissen und dies sind die Wochengewinne:





 3 Taschenbücher "Am dreizehnten Tag"
 3 E-Books "Am dreizehnten Tag"
 Hauptpreis eine Wohnzimmerlesung im Umkreis von 100 km rund um Köln  und wenn der Gewinner weiter weg wohnt, als Ersatz das Unikat (handgefilzter Flaschengeist) und ein 1001Nacht-Lesezeichen  


Auslosung am 16.11.2013 am Nachmittag auf  

Gewinnspielregeln
Bitte Angeben ob die Lesung in Betracht kommt als Gewinn
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungberechtigten
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Kein Anspruch auf Barauszahlung
Keine Haftung für den Postweg


 
Hier noch einmal die teilnehmenden Blogs:

Mittwoch, 13. November 2013

Der Blog"Winterschlaf"

Hallo meine Lieben, 

Ich gehe in den Winterschlaf, so zu sagen, denn mein Blog wird in den nächsten Wochen nur noch zum rezensieren genutzt werden und die Rezensionen dazu habe ich auch schon alle fertig "tschaka". Denn ich möchte in den nächsten Wochen einfach die Weihnachtszeit genießen und in Ruhe das turbolente Jahr beenden. Ich werde deshalb keine großen Aktionen mehr durchführen und auch keine Videos mehr drehen. 

Evtl. wird zwischendurch nochmal ein Neuzugängepost kommen wenn sich hier mal wieder Bücher einfinden sollten. Außerdem wird am Freitag noch ein Beitrag zur Blogtour des Buches "Am dreizehnten Tag" kommen. 

Ich möchte wie gesagt das Jahr ruhig beenden, auch möchte ich keinen Stress mehr, denn der ist wie ihr alle wisst gerade für mich wie pures Gift. Zudem möchte ich mich auch dieses Jahr besonders in die Weihnachtsgestaltung der Kita reinhängen und das geht nur wenn ich mich hier etwas zurück ziehe. Dazu kommt, dass ich unbedingt mal wieder stressfrei und ohne Rezensionsdruck lesen möchte und so vielleicht auch endlich mal meine ganzen ungelesenen Trilogien und Reihen weglesen kann. Dazu kommt, dass ich wie jeder andere auch noch Geschenke kaufen muss und mit meiner Familie noch einiges zu erledigen habe, was Weihnachten angeht. 

Deshalb wünsche ich euch allen schon mal ein wunderschönes Rest2013 und hoffe dass ihr mir das nicht krumm nehmt, dass es hier in nächster Zeit etwas "unpersönlicher" und dafür sachlicher wird. 

Liebe Grüße


Sonntag, 10. November 2013

(Rezension) Restart "Die Begegnung" von Mela Wagner

Inhaltsangabe
 Die erste Liebe ist überwältigend, intensiv und stürmisch. So ergeht es auch Leni und Paul. Bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem eine unerwartete Nachricht alles verändert. Sie treffen eine folgenschwere Entscheidung. Damit beginnt für die beiden ein Albtraum in ihrem jungen Glück.Bei ihrem zehnjährigen Klassentreffen sehen sie einander wieder. Die Erinnerungen und Gefühle der Vergangenheit lassen sich nicht mehr ausblenden und drängen sich unaufhaltsam in ihr Leben. 
 Was ist damals wirklich passiert? Was ist aus dem Mädchen geworden, in das sich Paul Hals über Kopf verliebt hat?
 Leni versteckt sich hinter der Fassade der erfolgreichen Chefredakteurin eines internationalen Modemagazins. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln, die Geschichte beginnt von neuem...RESTART
Meine Meinung


Lange, lange habe ich überlegt was ich schreiben oder sagen soll. Ich schwankte zwischen geschriebener und Videorezension. Doch dann entschied ich mich für das geschriebene Wort, damit ihr meine Tränchen nicht sehen müsst, die mir immer wieder in die Augen steigen sobald ich an diese höchst emotionale Geschichte denke. Denn was ich anfangs gerne gewusst hätte, wäre das gewesen was ich jetzt weiß. Wenn ihr versteht was ich meine ;) Denn es gibt einen Aspekt der Geschichte, der vorher nicht ersichtlich, der nicht im Klappentext erwähnt wurde und mich so dermaßen eiskalt erwischt hat, dass es mich völlig aus den Socken gehauen hat. Und darauf hätte ich mich gerne vorbereitet, obwohl ich nicht weiß, ob ich dann noch das Buch gelesen hätte.

Wer jetzt wissen möchte was ich meine, den muss ich leider enttäuschen denn das muss für euch leider ein Geheimnis bleiben, da ich euch sonst zu viel von der Geschichte wegnehmen würde. So viel aber kann ich sagen: Es geht um eine Entscheidung die vor vielen Jahren für Leni und nicht mit Leni getroffen wurde und so ihr Leben, sowie auch das von Paul auf drastische Art und Weise verändert hat. Könnte man die Zeit zurück drehen, alles anders machen, hätte man deshalb eine weniger tragische dafür glücklichere Geschichte zu erzählen oder wäre trotzdem alles kaputt gegangen, alles zerbrochen?? Diese Frage habe ich mir beim Lesen immer und immer wieder gestellt. Das "Was wäre wenn?" hat mich die ganze Zeit über begleitet und einfach nicht mehr losgelassen. Ich wurde überrumpelt von diesen Ereignissen, von diesen Entscheidungen, von diesen Vergangenheiten der Protagonisten, vom Umfeld der beiden Charaktere von ihren eigenen Emotionen und Gefühlen und das alles wirkte sich komplett auf meinen eigenen Gemütszustand aus. Ich war Leni, ich fühlte wie Leni, ich sah mich in Leni und das machte mich einfach nur fertig ... zugleich aber auch so unglaublich stolz und glücklich. 

Das dies nicht die normale Rezi ist, wie man sie normalerweise schreiben würde, wusste ich schon als ich die ersten paar Wörter tippte. Denn dafür hängt bei mir zu viel Herz an dieser Geschichte, zu viel eigene Vergangenheit und eigenes Gespür für das was Leni und ihren Gefühlszustand angeht. Sie ist so wie sie sein muss. Sie ist eine in sich gekehrte, nach außen hin sehr starke Person. Sie ist wie ich. Nach außen eine harte Nuss, nur um nicht zeigen zu müssen wie es in ihr drin aussieht. Daher konnte ich auch ihre Schlussfolgerungen total verstehen, ich konnte nachvollziehen wieso sie in bestimmten Situationen so handelt wie sie es eben tut. Und sie war mir daher nicht fremd. Sie war mir nur umso näher und persönlicher. Durch sie habe ich aber auch gelernt Pauls Sicht der Dinge zu verstehen. 
Ein Charakter von einem Mann der mich direkt angezogen hat. Er hat etwas an sich, dass einen fesselt und mitreißt. Und bedenkt man was damals vor so vielen Jahren passiert ist, kann man verstehen dass auch er verletzt wurde und immer noch verletzt ist. Sein Herz hat ebenso einen Bruch erlitten wie das von Leni und das Schlimmste für ihn, sind die gesagte Worte, die er nicht mehr zurück nehmen kann und die eine Mitschuld daran haben was Leni passiert ist. Er ist es aber auch der zu Leni durchdringen kann, der ihr zeigen kann wer sie wirklich ist und so ihr gesamtes bis auf das Kleinste durchgeplante Leben durcheinander bringt. 

Doch nicht nur Paul und Leni haben in diesem Buch ihre Position und ihre aufzuarbeitende Rolle. Sondern auch die beiden Lebenspartner der Hauptcharaktere. Lenis Mann muss erkennen, dass die Frau die er glaubte zu lieben ganz anders ist als immer gedacht und muss sich damit zurecht finden, dass sie ihr Leben aufarbeitet und dabei einige Entscheidungen treffen muss, die sich evtl. auch gegen ihn wenden. Und Pauls Verlobte? Tja diese arme Socke tut mir einfach nur leid. Mehr kann ich dazu nicht sagen. 

Am Anfang des Buches, dachte ich ich würde eine nette kleine Liebesgeschichte lesen, die mit ein bisschen Drama gewürzt wurde. Doch das ich am Ende da sitzen werde, schluchzend, weinend, schniefend und nicht mehr auf meinen Kindle schauen kann weil alles vor meinen Augen verschwimmt, hätte ich nicht gedacht. Traurigkeit und Glückseeligkeit haben sich während dem Lesen so oft abgewechselt, dass ich am Ende völlig fertig mit den Nerven war. Ich war ein blankes Nervenbündel, bereit dazu jederzeit völlig auf zu geben und dennoch konnte ich mich der Wucht, diese Geschichte nicht entiehen. Was sich anfangs als leicht und seicht anfühlt, überrollte mich wie eine 30 Meter hohe Welle aus Emotionen und hat mich einfach nur platt und abgekämpft liegen lassen. Das wohl Schönste an diesem Buch war aber, dass ich nicht nur viel über Leni und Paul gelernt habe, sondern auch über mich. Ich habe mit dieser Geschichte meine eigene Geschichte aufgearbeitet, habe gelernt, dass man auch ab und zu aus sich heraus kommen sollte. Das man nicht alles in sich hineinfressen kann, dass man sein Herz öffnen muss um das wirklich Wichtige im Leben erkennen zu können, dass man Hilfe annehmen sollte, dass man Menschen die einem einmal wichtig waren nicht einfach aus seinem Leben verbannen kann, dass man im Hier und Jetzt Lieben und Leben sollte, dass man das was einem das Leben schenkt annehmen und nicht zerstören sollte, dass man sich nicht verstecken kann denn irgendwann wird man gefunden und das Wichtigste überhaupt: 

Das die Liebe, das wohl schönste, stärkste und heftigste Gefühl der Welt ist. 



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