Donnerstag, 30. Juni 2016

Emotionen pur >> Until Friday Night - Maggie und West << von Abbi Glines



Inhalt

Nach außen hin ist West Ashby der gut aussehende Football-Held, der die Lawton Highschool zur Meisterschaft führen wird. Innerlich wird er jedoch von Ängsten um seinen krebskranken Dad zerfressen, und er kann mit niemandem darüber sprechen, da niemand davon erfahren soll. Als West eines Abends aber nicht mehr weiterweiß, vertraut er sich bei einer Party dem Mädchen an, das ihn bestimmt nicht verraten wird: Maggie, die seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Familie nicht mehr spricht. Umso mehr überrascht es West, als sie ihm plötzlich doch antwortet und dass er fortan an nichts anderes mehr denken kann, als an ihre sanfte Stimme und ihre weichen Lippen.

Erschienen am 01.06.2016

Übersetzt von: Heidi Lichtblau

304 Seiten, Kartoniert

ISBN: 978-3-492-30919-6


Meine Meinung


Wer es hasst beim Lesen zu weinen sollte dieses Buch wirklich nicht lesen. Ich war so ergriffen von dieser Geschichte, die mir ewig Neues dargeboten hat, dass ich wirklich stundenlang nicht weiter lesen konnte oder noch nicht mal mehr wollte. Ich war einfach ergriffen wurde mitgenommen in die Welt von West und Maggie und war in ihrer Geschichte so gefangen, in ihrem Leiden, in ihrer  Liebe, dass ich es andererseits auch nicht übers Herz gebracht habe das Buch abzubrechen. 

Hier wird eine Geschichte beschrieben die einerseits nicht alltäglich ist, die aber auch nicht weit entfernt von der Realität spielt. Denn allein die Krankheit von West's Vater ist etwas das viele Menschen jeden Tag erleben und mit dem viele Menschen täglich zurechtkommen müssen. Auch ich wurde hier an meine Vergangenheit erinnert als mein eigenener Vater an der gleichen Krankheit wie West's Vater schwer erkrankt war. West hat sehr stark darunter zu leiden er will sich seinen Freunden nicht offenbaren und vergräbt sich in einer Persönlichkeit die er eigentlich gar nicht ist. Er tut als wäre er der coole unnahbare Frauenschwarm, was er ja eigentlich auch ist aber er lässt sich voll und ganz in diese Rolle fallen und möchte nicht mehr sein wirkliches Ich zeigen. 

Maggie dagegen ist ruhig und sie spricht gar nichts, nicht ein Wort. Sie hat Schreckliches miterlebt und hat Angst dadurch dass sie spricht das ganze wieder auf arbeiten zu müssen. Doch durch West's  Anwesenheit schafft sie etwas was ich vorher niemals gedacht hätte, denn sie fängt wieder an zu sprechen öffnet sich einem anderen, eigentlich völlig fremden Menschen und zeigt was in ihr steckt, was für eine wundervolle und sympathische und liebenswerte Person sie doch eigentlich ist. 

Dadurch kommen sich Maggie und West näher und ja das Umfeld reagiert erst nicht so darauf wie sie es gedacht haben. Viele gönnen Ihnen Ihre Freude einfach nicht viele verstehen auch nicht was zwischen ihnen ist und können nicht begreifen warum auf einmal der coole Frauenschwarm West sich mit dem schüchternen nicht sprechenden Mädchen einlässt und ja eine Liebesbeziehung erblüht die nicht wirklich jeder versteht und akzeptiert.

West und Maggie machen die Hölle durch sie haben die Hölle durchquert und ja sie sind immer noch nicht am Ende angekommen dieses Schlimme was sie erlebt haben wirklich zu verarbeiten aber gemeinsam können sie es schaffen. Ich glaube auch dass diese zwei Charaktere in der Zukunft in weiteren Büchern von Abbi Glines  durchaus ihre Berechtigung hätten um wieder aufzutauchen denn West's und Maggies Geschichte ist in meinen Augen eigentlich noch nicht zu Ende.

Da mich die Geschichte wirklich sehr mitgenommen hat, vor allem auf der emotionalen Ebene, muss ich gestehen dass ich mich hier nicht in der Lage fühle eine umfangreiche Rezension zu schreiben. Ich bin immer noch viel zu sehr in diesem Thema drinnen und ich bin emotional sehr stark an dieses Buch gebunden. Ich hätte nicht damit gerechnet dass dieses Buch mir etwas vor Augen führen würde was ich vor ein paar Jahren dringend gebraucht hätte.

Abbi Glines hat es geschafft dieses Buch was von Trauer, Tod, Trauerbegleitung handelt so zu verpacken dass es einerseits nicht zu traurig ist beim Lesen aber man doch ständig das Gefühl hat, man müsste Menschen die trauern oder die Trauerbegleitung brauchen helfen. Es ist irgendwie das Bedürfnis da mehr darauf zu achten wenn jemand mal nicht gut drauf ist - Warum vielleicht dieser jemand nicht gut drauf ist - Warum es diesen Menschen vielleicht gerade nicht gut geht - und einfach mal ein offenes Auge und offene Ohren zu haben und sensibel dafür zu werden wie es andere Menschen im näheren Umfeld geht.

Dieses Buch ist perfekt - Ich liebe es ! - 
Volle 5 Sterne 

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