Freitag, 10. Februar 2017

Romantisch und märchenhaft >>Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen<< Sarah J. Maas


Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen. 
 
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

dtv Junior
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Deutsche Erstausgabe, 480 Seiten, ab 14, ISBN 978-3-423-76163-5
10. Februar 2017 

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Meine Meinung



Puhh ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... Ich liebe dieses Buch oder sagen wir vielmehr die englische Originalausgabe, denn die habe ich zuerst gelesen und ab der ersten Seite war ich verliebt. Verliebt in diese Welt, die Charaktere, den Schreibstil, das Gefühl was mir das Buch mitgab als ich es las. Ich hatte mein Highlight für 2016 gefunden. Dann bekam ich die Chance die deutsche Ausgabe zu lesen und was soll ich sagen - ich liebe die Geschichte zwar immer noch, konnte aber nicht mehr dieselbe Beziehung zu ihr aufbauen wie bei der englischen Ausgabe. Aber mehr dazu sage ich noch später.



Erst einmal zum Inhalt, über den ich gar nicht so viel verraten möchte. Denn als ich begann diese Geschichte zu lesen wusste ich auch so gut wie nichts über dieses Buch. Ich wurde so zu sagen ins kalte Wasser geschmissen was auch wirklich gut war, denn  diese Geschichte ist eine Reise. Nicht nur unsere Hauptprotagonistin tritt eine Reise an, auch wir treten eine Reise an, die uns verändern und mitreißen wird und am Ende sind wir nur noch ein kleines Häufchen unseres Selbst. Sarah J. Maas versteht es wie keine andere Autorin ihre Leser dermaßen in den Bann ihrer Bücher zu ziehen, so dass man am Ende nicht mehr dazu fähig ist eins und eins zusammen zu zählen oder Realität von Fiktion zu unterscheiden. So erging es mir mit diesem Buch auch.



Die Geschichte um Feyre und ihrem hübschen Fae Tamlin erinnert an eine Verschmelzung von "Der Sommernachtstraum" und "Die Schöne und das Biest" und bringt so viele fantastische Elemente mit sich, dass es im ersten Moment fast erschlagend wirkt und im nächsten absolut richtig und berechtigt. Nichts ist am falschen Platz, alles ist wohl positioniert und jeder Charakter wirkt so als würde man ihn schon ewig kennen. Dieses Buch zu lesen ist wie einer großen Familienfeier bei zu wohnen, bei der jeder jeden kennt und man zwar nicht immer einer Meinung ist aber trotzdem jeder so angenommen wird wie er ist. Hört sich zwar schwulstig an, ist aber das was ich empfunden habe, als die Worte der Autorin auf mich trafen und tief in mir etwas zum Klingen brachten. 
Zudem empfand ich den Märchenaspekt der Geschichte als sehr gut eingefädelt und perfekt umgesetzt. Das Märchen von "Die Schöne und das Biest" wurde zu kleinen Teilen eingefügt - verwunschener "Prinz", ein Biest, verwunschene Dienerschaft und ein Mädchen das alle erlösen soll. All diese Teile zusammen mit der Geschichte der Fae... Hut ab dieses Crossover zu wagen und es dann auch noch so glaubwürig rüber zu bringen. 



Die Geschichte ist fantastisch humorvoll und brillant in Szene gesetzt. Was jedoch den Reiz des Ganzen verstärkt sind die grandiosen Charaktere.

Feyre, unsere sterbliche Heldin die sich furchtlos gegen die unsterblichen Fae stellt um ihre große Liebe zu retten ist einfach super umgesetzt. Sie wirkt trotz ihres Mutes menschlich und verletzlich. Sie will eigentlich gar nicht die große Heldin sein, sondern einfach nur das beschützen was sie liebt und dafür würde sie sogar in die Hölle wandern.



Dann haben wir noch Tamlin, einen "verzauberten" Fae Lord und seinen Hofstaat. Tamlin ist mir nicht von Anfang an sympathisch gewesen, irgendwie habe ich ihm sogar immer etwas misstraut und ihn auf Abstand gehalten. Er musste sich meine Sympathien erst erkämpfen, genauso wie bei Feyre.



Und ab Mitte des Buches begegnen wir Rhysand. Hach ich habe einfach eine Schwäche für die bösen Buben und Rhys ist ein wirklich heißer, schlimmer Finger. Ihm gehört mein Herz und ich werde meine Meinung auch niemals ändern.



Jetzt kommen wir zu meinem schon oben erwähnten Knackpunkt. Und das wäre einfach die Übersetzung. Ich weiß nicht warum aber ich hatte echt meine Probleme damit dieses Buch auf einmal in Deutsch zu lesen. Ganze Passagen die mich im englischen Buch immer wieder erschauern lassen vor Gefühl, lassen mich im deutschen Buch völlig kalt. Ich denke aber das dies wirklich nur mein eigenes Problem ist, weil ich mit der englischen Ausgabe so viele Gefühle und Emotionen verbinde, dass es mir jetzt einfach schlichtweg nicht mehr möglich ist, dass Gleiche bei der deutschen Ausgabe zu fühlen. Anfangs dachte ich sogar das es vielleicht an der Übersetzung liegt, da einfach im Deutschen vieles verloren geht, (es ist nun mal so und es lässt sich auch nicht vermeiden) aber das Buch wurde gut übersetzt und eigentlich gibt’s da auch nichts zu meckern. Wie gesagt, ich glaube es ist wirklich mein eigenes hausgemachtes Problem.


Als Fazit kann ich einfach nur sagen:

Ihr müsst es lesen!!!
Und am Besten Band zwei direkt hinterher ... 
Den gibts bisher aber nur auf englisch  




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